Szenen einer Ehe: Die OS-Kriege. Die Schlacht um Android.
Nach einer zermürbenden Stunde mit einem Mitarbeiter der O2-Hotline und langem, zähen Ringen um den Handy-Tarif und die Neuanschaffung, die die Haushaltskasse nicht mehr belastet als bisher:
Mela, tanzt albern vor Bernd herum: Ende der Woche bekomm ich mein Milestone! Ende der Woche bekomm ich mein Milestone!
Bernd: Ist das nicht so ein veraltetes Web 0.9 Handy? Kann es schon Multitouch?
Bernd, hält sein iPhone hoch: iPhone!
Mela: Ja, aber ich bekomm ein Milestone!
Bernd: Könnten wir uns einmal nicht um das OS bekriegen?
Mela: Nein. Wäre das nicht auch furchtbar langweilig?
Bernd: Dann kann ich dir aber gar nicht helfen. Wen fragst du dann, wenn du nicht weist wie damit telefonieren sollst?
*grillenzirpen*
Mela: Hast du es immer noch nicht verwunden das deine Frau Ahnung von Technik hat?
Bernd: Das ist nicht so einfach, für einen Mann!
Mela, tanzt albern vor Bernd herum: Ende der Woche bekomm ich mein Milestone! Ende der Woche bekomm ich mein Milestone!
Bernd: Ist das nicht so ein veraltetes Web 0.9 Handy? Kann es schon Multitouch?
Bernd, hält sein iPhone hoch: iPhone!
Mela: Ja, aber ich bekomm ein Milestone!
Bernd: Könnten wir uns einmal nicht um das OS bekriegen?
Mela: Nein. Wäre das nicht auch furchtbar langweilig?
Bernd: Dann kann ich dir aber gar nicht helfen. Wen fragst du dann, wenn du nicht weist wie damit telefonieren sollst?
*grillenzirpen*
Mela: Hast du es immer noch nicht verwunden das deine Frau Ahnung von Technik hat?
Bernd: Das ist nicht so einfach, für einen Mann!
Zitat: Sicherheit
Sicherheit ist vor allem Aberglaube. Sie existiert weder in der Natur, noch erleben die Kinder der Menschen sie. Gefahr zu meiden ist langfristig nicht sicherer als ihr direkt gegenüber zu treten. Die Furchtsamen trifft es genauso oft wie die Wagemutigen. Das Leben ist entweder ein kühnes Abenteuer oder gar nichts.
Helen Keller
Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune ...
Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt.
Wenn das Wahlvolk die Regierung Scheiße findet und das doch eigentlich gar nicht sein kann, weil sich die Politiker ganz ganz ganz arg sicher sind, dass sie einen richtig tollen Job machen ... Dann muß es andere Gründe geben. Das Wahlvolk kann und darf nicht recht haben. Und die Ursache ist auch schon gefunden Das WETTER!!! ist schuld!
Dann ist ja alles geklärt. Gut das wir drüber geredet haben. Und wir dachten schon, es läge an Ursachen auf die die Politik Einfluß hätte. Aber so ... das Wetter eben. Na gut.
Wenn das Wahlvolk die Regierung Scheiße findet und das doch eigentlich gar nicht sein kann, weil sich die Politiker ganz ganz ganz arg sicher sind, dass sie einen richtig tollen Job machen ... Dann muß es andere Gründe geben. Das Wahlvolk kann und darf nicht recht haben. Und die Ursache ist auch schon gefunden Das WETTER!!! ist schuld!
Dann ist ja alles geklärt. Gut das wir drüber geredet haben. Und wir dachten schon, es läge an Ursachen auf die die Politik Einfluß hätte. Aber so ... das Wetter eben. Na gut.
Szenen einer Ehe: Being Koala
Etwas früher:
Mela liegt seit 2 Wochen mit einer Art Grippe darnieder. Nach einer Woche langsamer Besserung kam dann pünktlich zum Wochenende der Rückfall.
Bernd kommt am Nachmittag, nach der Aufstellungsversammlung der Stuttgarter Piraten, nach Hause und trifft Mela - wie meist in den letzten 2 Wochen - schlafend im Bett an.
Etwas später:
Bernd umarmt Mela und bemerkt darauf leicht angewidert: Du riechst nach Gelomyrtol.
Noch später:
Bernd kommt zu Mela, die inzwischen (mal wieder) im Erkältungsbad liegt und setzt sich auf den Rand der Badewanne.
Mela, etwas angenervt: Vorhin hab ich ja schon davon phantasiert eine Flaschenbürste zu schlucken und den Rachen mal richtig durchzuputzen.
Bernd: ... um dann mit Gelomyrtol nachzuspülen?
Mela: Jepp.
Bernd: Du wirst noch eine Eukalyptusallergie entwickeln.
Mela: Ach was. Ich werde nur immer kleiner werden, dann Fell entwickeln ..
Bernd: Und langes Fell an den Ohren? Und Knopfaugen?
Mela: Genau. Und dann sitz ich den ganzen Tag auf deiner Schulter, schmiege mich an deine Wange, mampfe ein paar Eukalyptusblätter, schlafe ein bisschen, esse ein paar Eukalyptusblätter und schlafe wieder ein bisschen ...
Bernd: Ich will ja nichts sagen. Aber soweit bist du schon fast.
Mela liegt seit 2 Wochen mit einer Art Grippe darnieder. Nach einer Woche langsamer Besserung kam dann pünktlich zum Wochenende der Rückfall.
Bernd kommt am Nachmittag, nach der Aufstellungsversammlung der Stuttgarter Piraten, nach Hause und trifft Mela - wie meist in den letzten 2 Wochen - schlafend im Bett an.
Etwas später:
Bernd umarmt Mela und bemerkt darauf leicht angewidert: Du riechst nach Gelomyrtol.
Noch später:
Bernd kommt zu Mela, die inzwischen (mal wieder) im Erkältungsbad liegt und setzt sich auf den Rand der Badewanne.
Mela, etwas angenervt: Vorhin hab ich ja schon davon phantasiert eine Flaschenbürste zu schlucken und den Rachen mal richtig durchzuputzen.
Bernd: ... um dann mit Gelomyrtol nachzuspülen?
Mela: Jepp.
Bernd: Du wirst noch eine Eukalyptusallergie entwickeln.
Mela: Ach was. Ich werde nur immer kleiner werden, dann Fell entwickeln ..
Bernd: Und langes Fell an den Ohren? Und Knopfaugen?
Mela: Genau. Und dann sitz ich den ganzen Tag auf deiner Schulter, schmiege mich an deine Wange, mampfe ein paar Eukalyptusblätter, schlafe ein bisschen, esse ein paar Eukalyptusblätter und schlafe wieder ein bisschen ...
Bernd: Ich will ja nichts sagen. Aber soweit bist du schon fast.
Piratenpartei: Frauenmangel, warum?
Ein möglicher Grund wäre ja, dass ein Gutteil der - politisch aktiven - Frauen sich gar nicht für Bürgerrechte interessiert, sondern nur für Frauenrechte. Solangs der eigenen Klientel gut geht, ist alles in Butter. Kämpfen für die Gesamtheit: Nein, danke.
Deswegen gehen sie dann lieber zu den Grünen. Da kann man das lästige Thema ausblenden oder Dank Frauenstatut sabotieren.
Überzogen? Ach, dann lest doch mal das hier.
Und genau deswegen sind die Grünen keine Alternative, wenn es um Politik für das 21. Jahrhundert geht. Wenn es darum geht menschenwürdiges Leben für Alle zu erhalten. Nicht nur für den menstruierenden Teil der Bevölkerung. Da können sie sich noch so sehr aufplustern und behaupten die Piraten wären überflüssig, weil sie die Themen ja schon abdecken würden. Nein, tun sie eben nicht, wenn das grüne Weibsvolk grade keine Lust zum Zuhören hat. Und eine Partei die Grundrechte mißachtet, kann sie auch nicht überzeugend vertreten.
Jens, wir halten dir bei uns schon mal ein Plätzchen warm, ja?
Deswegen gehen sie dann lieber zu den Grünen. Da kann man das lästige Thema ausblenden oder Dank Frauenstatut sabotieren.
Überzogen? Ach, dann lest doch mal das hier.
Und genau deswegen sind die Grünen keine Alternative, wenn es um Politik für das 21. Jahrhundert geht. Wenn es darum geht menschenwürdiges Leben für Alle zu erhalten. Nicht nur für den menstruierenden Teil der Bevölkerung. Da können sie sich noch so sehr aufplustern und behaupten die Piraten wären überflüssig, weil sie die Themen ja schon abdecken würden. Nein, tun sie eben nicht, wenn das grüne Weibsvolk grade keine Lust zum Zuhören hat. Und eine Partei die Grundrechte mißachtet, kann sie auch nicht überzeugend vertreten.
Jens, wir halten dir bei uns schon mal ein Plätzchen warm, ja?
Rezension: Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde
Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde
Maximilian Buddenbohm
Sankt Ulrich Verlag
http://www.sankt-ulrich-verlag.de/
ISBN: 978-3867441384
erschienen: Januar 2010
196 Seiten
Maximilian Buddenbohm
Sankt Ulrich Verlag
http://www.sankt-ulrich-verlag.de/
ISBN: 978-3867441384
erschienen: Januar 2010
196 Seiten
Als ich, keine drei Tage darauf, den gepolsterten Umschlag vom Dielenboden fischte, war ich immer noch krank und mein Kreislauf der Ansicht, nach einem Erkältungsbad sollte ich doch bitte erst mal wieder ein paar Stündchen schlafen. Die Neugier verlangte aber auch, dass ich auf dem Weg ins Bett schon mal einen Blick ins Buch warf. Dort blieb er erst einmal. In ein paar Minuten würde ich dann ja vernünftig sein und das Licht ausmachen. Vier Stunden später legte ich das Buch weg. Ausgelesen. Meinen, ebenfalls kranken, Mann hatte ich durch stundenlanges gequält-heiser klingendes Kichern aus dem Schlaf gerissen ... aber mir ging es besser. Lachen ist eben doch gesund.
Natürlich ist Merlix Blog landauf und landab bekannt. Jeder, der sich ein bisschen mit der deutschen Blogsphäre beschäftigt hat, wird schon auf "Herzdamengeschichten" gestoßen sein. Jeder der auf "Herzdamengeschichten" gestoßen ist, wird sicherlich an den skurrilen, witzigen oder berührenden Geschichten hängengeblieben sein.
Aber es ist eben doch etwas ganz anderes, all die kleinen, über mehrere Jahre hinweg angesammelten, Episoden, in einem Buch zusammengefasst zu lesen. Die Welt der Buddenbohms zwischen zwei Buchdeckeln, statt als hastig durchgelesener Blogartikel zwischen der 3. Tasse Kaffee und dem zweiten Meeting. Merlix Schreibe erreicht es unvergleichlich den Leser zu berühren und mitzureißen, weil - echt norddeutsch - an jedem überflüssigen Wort gespart wird.
Am Besten man organisiert sich gleich zwei Exemplare von "Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde". Eines für sich selbst und eines um es der lieben Familie zu schenken. Denn nichts dürfte der Generation unserer Eltern, die Lebenswirklichkeit der Generation digitaler Pioniere (mit und ohne Kinder) so gut erklären, wie dieses Buch. Anders, aber doch bekannt. Neu, aber nicht beängstigend. Außergewöhnlich, aber doch ziemlich normal.
In diesem Sinne: "Google doch mal meine Symptome."
"Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde" ist im Sankt Ulrich Verlag erschienen und kostet 16,90 €. Über den Titel und die Covergestaltung kann man sich streiten, aber was es dazu zu sagen gibt, hat Isa schon gesagt.
Szenen einer Ehe: Gemein
Bernd, der am Wochenende zum Beisitzer des Bezirksverband Karlsruhe gewählt wurde, berichtet Mela über seine Arbeit für den Bezirksverband:
Bernd: Wir haben jetzt einen Verteiler für die Pressemitteilungen.
Bernd: Aber du darfst ihn nicht nutzen.
Bernd: Du bist nur ein gemeiner Pirat.
Mela: *sieht Bernd an*grillenzirpen*
Bernd *schluckend*: ... und wie gemein.
Bernd: Wir haben jetzt einen Verteiler für die Pressemitteilungen.
Bernd: Aber du darfst ihn nicht nutzen.
Bernd: Du bist nur ein gemeiner Pirat.
Mela: *sieht Bernd an*grillenzirpen*
Bernd *schluckend*: ... und wie gemein.
Szenen einer Ehe: Unterbelichtet
Bernd versucht herauszufinden wie es um seinen defekten Firmenwagen steht. (Die ganze Geschichte würde allerdings einen eigenen, längeren Artikel ausmachen.) Jedenfalls telefoniert er mit der Werkstatt, in die er den Wagen gebracht hatte und erzählt kurz darauf Mela das Ergebnis:
Bernd: Mein Gott, war der unterbelichtet.
Bernd: "Wie war ihr Name?" - "Eckenfels." - "Wie hieß die Firma?" - "XXXXXX" - "Wie heißt das Carpool-Unternehmen?" - "Die Auftragsnummer ist XXXX" - "Wann haben sie den Wagen abgegeben?" - "Die AUFTRAGSNUMMER ist XXXX!!" - "Und wie ist das Kennzeichen des Wagens?" - "Die. Auftragsnummer. Ist. XXXX!!!"
Bernd: Er legt auf.. ruft kurz darauf wieder an:
Bernd: "Wie lautet die Auftragsnummer?"
Bernd: Mein Gott, war der unterbelichtet.
Bernd: "Wie war ihr Name?" - "Eckenfels." - "Wie hieß die Firma?" - "XXXXXX" - "Wie heißt das Carpool-Unternehmen?" - "Die Auftragsnummer ist XXXX" - "Wann haben sie den Wagen abgegeben?" - "Die AUFTRAGSNUMMER ist XXXX!!" - "Und wie ist das Kennzeichen des Wagens?" - "Die. Auftragsnummer. Ist. XXXX!!!"
Bernd: Er legt auf.. ruft kurz darauf wieder an:
Bernd: "Wie lautet die Auftragsnummer?"
Szenen einer Ehe: Ius primae noctis
Es ist Nacht. Im ZDF laufen Mittelalterdokus. Mela räumt allerdings in der Küche Kosmetikrührkram weg und bekommt dadurch allenfalls die Hälfte mit.
Bernd begiebt sich kurz darauf auf den Weg ins Bett.
Mela: Huch? Wo gehst du hin?
Bernd: Dein Bett belegen.
Mela: Du kannst mein Bett nicht belegen!
Bernd: Doch. Und du musst dann den Stechgroschen entrichten.
Mela: ?!? ... Hä? Den was? Ist es das wonach es klingt?
Bernd: Nicht ganz.
Mela: Was ist es dann?
Bernd: Den Stechgroschen muß der Bauer bei seiner Heirat entrichten, damit sein Herr auf das Recht der ersten Nacht verzichtet.
Mela: Achsoo... Das Ius primae noctis ist historisch aber ziemlich umstritten.
Bernd: *grillenzirpen*
Bernd: Es erschreckt mich jetzt aber schon ein bisschen, dass du den lateinischen Fachausdruck kennst.
Mela: Warum erschreckt dich das?
Bernd: WÄÄÄÄÄÄÄH... Du bist SO ein KLUGSCHEISSER! Und ich dachte einmal ich weiß was über das Mittelalter, dass du nicht weisst.
Bernd begiebt sich kurz darauf auf den Weg ins Bett.
Mela: Huch? Wo gehst du hin?
Bernd: Dein Bett belegen.
Mela: Du kannst mein Bett nicht belegen!
Bernd: Doch. Und du musst dann den Stechgroschen entrichten.
Mela: ?!? ... Hä? Den was? Ist es das wonach es klingt?
Bernd: Nicht ganz.
Mela: Was ist es dann?
Bernd: Den Stechgroschen muß der Bauer bei seiner Heirat entrichten, damit sein Herr auf das Recht der ersten Nacht verzichtet.
Mela: Achsoo... Das Ius primae noctis ist historisch aber ziemlich umstritten.
Bernd: *grillenzirpen*
Bernd: Es erschreckt mich jetzt aber schon ein bisschen, dass du den lateinischen Fachausdruck kennst.
Mela: Warum erschreckt dich das?
Bernd: WÄÄÄÄÄÄÄH... Du bist SO ein KLUGSCHEISSER! Und ich dachte einmal ich weiß was über das Mittelalter, dass du nicht weisst.
Szenen einer Ehe: Männerschnupfen
Abends im Bett. Bernd hat seit 3-4 Tagen keine Stimme mehr und Halsschmerzen und Mela hat nun auch Halsschmerzen, Kopfschmerzen und leicht erhöhte Temperatur.
Bernd: Verzeihst du mir?
Mela: Hm? Was?
Bernd: Das ich dich angesteckt habe.
Mela *murrend*: Frag mich nochmal, wenn ich wieder gesund bin.
Bernd: Ach komm. Jetzt sei keine solche Mimose.
Mela *mit quengelig-weinerlichem Unterton*: Ich hab mich mit MÄNNERSCHNUPFEN angesteckt! Natürlich muß ich eine Mimose sein!
Bernd: Verzeihst du mir?
Mela: Hm? Was?
Bernd: Das ich dich angesteckt habe.
Mela *murrend*: Frag mich nochmal, wenn ich wieder gesund bin.
Bernd: Ach komm. Jetzt sei keine solche Mimose.
Mela *mit quengelig-weinerlichem Unterton*: Ich hab mich mit MÄNNERSCHNUPFEN angesteckt! Natürlich muß ich eine Mimose sein!









