Szenen des Alltags: Willkommen im Erziehungsstaat
Kassiererin: Den bekommen die jetzt aber nicht mehr. Es ist 10.
Er ist vollkommen überfahren und weiß nicht mal was er fragen oder sagen soll.
Kassiererin: Es ist nach 10 Uhr. Wir sind in Baden-Württemberg. Das ist Alkohol.
Mela: munter Willkommen im Erziehungsstaat.
Er blickt irritiert.
Kassiererin: Ja, genau so isses.
Linksturm Netzneutralität - erm - langsames Internet
Und natürlich brodelt das Internet:
So schön wie Herr Haekelschwein drückt die Misere sonst keiner aus:
Während in Deutschland die Telekom mit dem geordneten Rückbau des Internets beginnt, ist Lesotho ab heute in Street View erfasst.
— Herr haekelschwein (@haekelschwein) April 23, 2013
Caschy plädiert dafür in der Diskussion endlich nicht mehr das verkopfte "Netzneutralität" zu verwenden, sondern das Problem beim Namen zu nennen: Langsames Internet.
Sascha Lobo im Spiegel:
Derzeit lässt sich bis auf wenige Ausnahmen nur zwischen zwei Providergruppen unterscheiden: die, die Netzneutralität abschaffen wollen und die, die noch nicht zugeben, die Netzneutralität abschaffen zu wollen.
Und Nico Lumma sagt viel richtiges dazu, was die Kunden von Telekommunikationsanbietern wollen und was die Telekommunikationsanbieter glauben was ihre Kunden wollen. Da liegen erwartungsgemäß Welten dazwischen. Leider setzt er seine Hoffnung auf die SPD - die sich auch bei diesem Thema nur wieder als zahnloser Tiger erweisen wird. Aber SPD-Mitglied sein, bedeutet ja mit der Enttäuschung leben lernen.
Auch die dümmste Entscheidung ist immer noch für ein herzhaftes "MWAHAHAHAHA" gut. Dafür liebe ich das Internet.
Neue Telekom-Tarife: YouTube reagiert. //@deutschetelekom twitter.com/tr4nt0r/status…
— Tr4nt0r Unchained (@tr4nt0r) April 23, 2013
(Artikel wird vermutlich erweitert.)
Die Bahn. Die Schmerzen.
Was die Deutsche Bahn als Unternehmen einfach nicht begreift (und nie begreifen wird): Sie ist an Vorkommnissen wie diesem alleine schon deswegen schuld, weil sie das System des (Online-)Fahrscheinkaufs so kompliziert gestaltet hat, dass Kunden Fehler machen können.
Das begann damit, dass man Online-Tickets nicht für eine andere Person kaufen konnte. Das war von Beginn an so unglaublich weltfremd und am Bedarf vorbei, dass mein Gesichtspalmenöl noch bis zum Ende aller Zeiten reichen wird. Der erste Fall an den ich mich erinnere, war Nico Lumma, der aus dem Zug geworfen wurde, weil das Ticket von seinem Büro gebucht wurde.
Und auch das ach so problemlose Touch & Travel darf man nur nach ausgiebigem Studium des Kleingedruckten nutzen, will man nicht von freundlichen Männern der Bahnpolizei abgeführt werden. Denn tatsächlich gilt das Angebot nur im Fernverkehrsnetz und auf ganz wenigen Regionalstrecken. Das gilt auch, wenn man eigentlich den IC oder ICE nutzen wollte, aber die DB mal wieder die Züge ausfallen lässt.
Die Werbung auf der Startseite von Touch & Travel, muß man selbst mit viel gutem Willen noch als Vorspiegelung falscher Tatsachen bezeichnen, denn von 'Lehnen sie sich zurück, ihr Ticket ist auf dem Handy' kann einfach keine Rede sein.
Das die Bahn dann, wenn ein bezahltes Ticket vorliegt aber offensichtlich ein Fehler bei der Buchung gemacht wurde, mit Rauswurf oder gar Polizei reagiert, ist ein Skandal. Sie hat in erster Linie versäumt die Buchung 'failsafe' zu gestalten und Kulanz wäre dann das Mindeste.
Bei jedem Problem auf die Beförderungsbedingungen hinzuweisen, ist ebenfalls eine Frechheit und definitiv keine akzeptable Reaktion einem zahlenden Kunden gegenüber. Der hat nämlich schlicht anderes zu tun, als vor einem Fahrtantritt erst mal ins Regelwerk einzulesen. Er will fahren. Er zahlt dafür. Ende.
Doch bei der Bahn wird man das, wie gesagt, nicht begreifen.
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Not my feminism
Das ist alles, was ich über real-existierenden Feminismus wissen muß.
Wenn mich dass für "wer nicht für uns ist, ist gegen uns"-Feministinnen zur Anti-Feministin macht... dann sei es so.
Der nächste, der meinen Weg, meine Gefühle, meine Sexualität, meine Lebensentscheidungen, mein Sein so in Frage stellt, kann sich sonst wohin scheren.
Für Gleichberechtigung. Und die fängt nicht mit 'Fem' an und beschränkt sich auch nicht auf binäres Dasein.
Kopfeinziehen ist keine Option
Dazu kann ich nur sagen: Nein!
Es ist keine Lösung den Kopf einzuziehen und sie sollte NIE als Lösungsvorschlag unterbreitet werden. Es ist keine Lösung, das eigene Leben umzubauen und auf Dinge zu verzichten, die einem lieb und wichtig sind.
Es ist keine Lösung, die eigene Lebensqualität dem Stalker zu opfern. Denn dann hat er schon gewonnen.
Wie auch Terroristen den Staaten die Sicherheitsgesetze quasi ins Heft diktieren, diktieren Stalker die Lebensumstände.
Als wir vor einigen Jahren Probleme mit einem Spanner hatten, der den Schutz einer schwer einsehbaren Hinterhofecke in Verbindung mit einem Gitter vor dem Badezimmerfenster nutzte um sich daran hochzuhangeln und über den Bereich des Fensters mit Strukturglas hinwegzublicken, machte uns die Polizei auch den grandiosen Vorschlag, wir sollten doch noch den Rest des Fensters mit Sichtschutzfolie zukleistern.
Wir haben das nicht getan.
Wir sind nicht aus einem Haus mit Badezimmer ohne Tageslicht in diese Wohnung gezogen, um uns den Blick aus dem Badezimmerfenster wegnehmen zu lassen. Der Blick bietet nicht viel. Nur ein Stück Betonboden und eine drei Meter entfernte Wand des Nachbarhauses. Aber es ist UNSER Ausblick.
WIR haben nichts Falsches getan.
WIR lassen uns nicht bestrafen.
Der der spannt oder stalkt ist der Täter. Er muß eingeschränkt werden. Punkt.
Storify: Protokoll einer Bahnfahrt
Fachkräftemangel
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie es qualifizierte arbeitslose Menschen mit Behinderungen gibt.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie Schülern und Studenten mit Teilleistungsstörungen der Nachteilsausgleich verwehrt wird.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie Gehörlose lautsprachlich unterrichtet werden.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie Universitäten sich nicht intensiv um die Integration von Behinderten bemühen.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie intellig. Menschen mit psychischen Problemen nur der Ausweg Behindertenwerkstatt bleibt.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Szenen einer Ehe: Assoziationen
Bernd: (schniefend) Sterben.
Mela: Gelomyrtol
Bernd: Hunger
Mela: Frosta
Bernd: Betütteln.
Mela: Nö.
Leistungsschutzrecht-Wette
Sollte der Bundestag in der Nacht vom 29.11. auf den 30.11. 2012 das Leistungsschutzrecht für Presseverleger NICHT beschließen, werde ich eine BILD käuflich erwerben, den Kauf mit Lichtbildern dokumentieren und meine Schande öffentlich über Twitter verbreiten.
Sollte das Leistungsschutzrecht, ganz wie ich es erwarte, verabschiedet werden, ist es an PickiHH eine BILD zu erwerben.
Über die Details der Wette, z.B. ob Christop Keese mit auf dem Bild sein muß, verhandeln wir noch.
Szenen einer Ehe: Shopping
Bernd: Und nächste Woche kaufen wir eine Hose.
Mela: stöhnt Kannst du die nicht bei Amazon bestellen?
Bernd: '... wie jeder normale Mensch ...' oder wie war das?



