Netztagebuch von Eckes und Mela


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Vergangene Monate:


Eckes Mela
1998-10-19

Die Updates unseres Tagebuchs mache ich gerade übrigends direkt aus München von der Systems.

Mein Geliebter ist gestern schon aufgebrochen...da er jedoch seine Sakkos zuhause vergessen hatte konnte ich nicht erst heute nachmittag nach München fahren sondern bin schon heute über Nacht gefahren.

Hier angekommen hab ich noch ein wenig im Auto vor dem Messegelände geschlafen und flitze seit 9 Uhr durch die Hallen... Einige Interessante Vorträge... viele sinnlose zur Schaustellung von IT-Firmen (z.B. Schlund... Zauberkünstler, Bunnymädchen und Mitarbeiterinnen im Haifischkostüm *schauder*).

Ausserdem gibt es hier das einzige Asiatische Restaurant bei dem die Gemüsepfanne wie deutscher Eintopf mit Morcheln drin schmeckt.

Ich werd dann mal weiter schauen.. wollen ja noch andere an die schönen Suns hier :-).
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Woche 41

Mal wieder haben wir die Einträge in unser Tagebuch verloost ;-).. was dem geneigten Leser unseres Tagebuchs nichts neues sein dürfte ;-).
Viel war in der letzten Woche aber auch nicht. Ausser das mein Geliebter so mit Arbeit überschüttet wird das ich ihn kaum noch zu Gesicht bekomme.

Immer öfter trifft man uns zur Zeit im Undernet auf dem Channel #userfriendly an, dem Channel zum geradezu genialen Comic Userfriendly.


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1998-10-11

Mein Geliebter hat jedoch den Morgen durchgehackt und ist erst mittags um 16 Uhr ins Bett gefallen.Und ich sitze seit Stundne hier und pflege diverse Webseiten.
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1998-10-10

Wir haben lange geschlafen... genau gesagt erst gegen 16 Uhr hat uns der Hunger aus dem Bett getrieben.
Wir sind dann mit Oliver nach Karlsruhe ins Marche essen gegangen. Danach sind wir kurzentschlossen in die Pfalz in meine alte Stammdisko gefahren.
Das 'Kult' in Gunderweiler. Bernd und Oliver waren etwas erstaunt über die schlängeligen Strassen durch den Pfälzer Wald.
Spät nachts so gegen 4 waren wir dann wieder zuhause.
Ich bin so gegen 6 ins Bett gefallen nachdem ich noch 2 Stunden an den Unix HTML Authoring Tools-Seiten gearbeitet hatte.
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1998-10-09

Ein Freund Bernds brauchte heute Hilfe dabei Linux zu installieren. Also opferte ich mich während mein Schatz noch auf dem Heimweg von München war und installierte SuSe *schauder* *ausschlag bekomm*.
Noch schlimmer als das.. ich hab sogar einen Linux Kernel kompiliert... Zum Ausgleich dafür haben wir danach Darkover wieder in Schwung gebracht.
Mein Rechner hat den Hardware upgrade gut überstanden. Darkover ist jetzt ein Pentium 133. *rasendschnell sei*
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Was bisher geschah

Wiedermal haben wir es nicht geschafft regelmäßig unser Tagebuch zu führen.
Diesmal hing es vor allem mit dem Trubel rund um unsere Hochzeit zusammen. Hier für die verehrten Mitleser eine Zusammenfassung der Ereignisse:

Die standesamtliche Hochzeit begann sehr hektisch. Wir hatten natürlich die Tage vorher wie immer mit dem Aufräumen geschlusselt, bessergesagt ich hab geschluselt.. mein Geliebter musste nach Wiesbaden auf einen Electronic Commerce Congress. Jedenfalls bin ich morgens um kurz nach 7 aus dem Bett gefallen und erst mal losgerast Frühstück und Strumpfhosen einkaufen und schnell den schlimmsten Müll aus dem Auto raümen. Dann haben wir uns schnell hintereinander in die Dusche geworfen (Cecile war zu dem Zeitpunkt schon bei uns.) und haben im stehen gefrühstückt. Dann kamen Strehi und Jochen zu uns die ja die Trauung fotografieren wollten. Wir haben kurzentschlossen Strehi zum zweiten Trauzeugen erkoren da Rayk ja leider noch nicht bei uns war. Schliesslich waren wir alle in Schale geworfen und auch meine Eltern trudelten ein. Bernds Vater konnte leider nicht mitkommen da die Treppen zum Standesamt eine zu grosse Hürde für ihn darstellten. Gemeinsam brachen wir mit 3 Autos zum Standesamt nach Bruchsal auf: Cecile, meine Eltern, meine Schwestern Olivia und Vanessa (die Gören haben doch wirklich die Schule geschwänzt deswegen :-), Bernd (Strehi), Jochen, meine Oma und wir. Vor dem Standesamt mussten Bernd und ich uns in allen möglichen Posen aufbauen um von Jochen und meiner Mutter auf Film gebannt zu werden :-).
Im Standesamt mussten wir zum Glück nicht lange warten obwohl wir eigentlich eine Viertelstunde zu früh waren. Der Standesbeamte war sehr aufmerksam und hielt eine kleine Rede in der er sehr schün erkannte das auch unser gemeinsammes Interesse an Rechnern uns zusammengebracht hatte :-). Der Standesbeamte war übrigens wirklich stilgerecht.. er erzählte uns nach der Trauung stolz das er das Programm zum Ausfüllen der Dokumente selbst geschrieben hat :-)...

Jedenfalls war die ganze Angelegenheit sehr feierlich und *schnüff* rührend. Jochen und meine Mutter haben wie wild Fotos gemacht und mein Vater mit Kamera gefilmt.. das JA-Wort ist wohl in X unterschiedlichen Einstellungen festgehalten :-)

Danach sind wir nach Untergrombach gefahren und haben Bernds Vater abgeholt, worauf dann wieder die ganze Kolonne nach Bruchsal in das Restaurant Wallhall gefahren ist. Da haben wir erst mal opulent gespeist.. die Portionen waren wirklich riesig.
Leider hatte mein Schatz nachmittags noch einen Termin und wir konnten das Essen nicht lange ausdehnen. Cecile und ich sind nach Hause nachdem wir auch noch Bernds Papa heimgebracht hatten und dann haben wir uns erst mal ans IRC gesetzt :-)
Sofort bin ich mit den ersten Glückwünschen direkt überschüttet worden.
Ich habe dann kurz auf allen möglichen Rechnern meinen Nachnamen neu eingestellt. Ab sofort heisse ich Melanie Eckenfels. So richtig dran gewühnt hab ich mich noch nicht... heute habe ich auch beim Pizzaservice zuerst unter Dietz bestellt ;-). Das mit dem Unterschreiben klappt auch noch alles andere als flüssig.

Abends war dann Stammtisch in Karlsruhe. Vorher sind Kira und Rayk noch bei uns angekommen. Zur Feier unserer Hochzeit waren wirklich viele Leute da ... 15 Stueck habe ich gezählt. Sogar Erdbaer aus Erlangen ist gekommen, Undine aus Kaiserslautern, Diona aus Saarbrücken und natürlich Wido aus Berlin.. aber der war ja auf die Hochzeit selbst eingeladen.

Wir sind recht früh wieder heimgefahren.. ausruhen für den nächsten Tag.

Am Samstag den 3. haben wir sogar relativ lange geschlafen. Gegen 10 Uhr sind wir dann aus den Betten gefallen. Kurz darauf kam Wido der sich in seiner Pension nicht recht wohlfuehlte. Auf den letzten Drücker mussten wir noch die Platzkarten schreiben. Währenddessen machte ich mich schon mal an die Verwandlung in eine Braut. Cecile half mir mich ins Korsett zu schnüren die Strümpfe zu besfestigen und schlussendlich den Reifrock und das Kleid anzuziehen und mich zu schminken. Die Haare wurden mit einem weissen Blütenreif festgesteckt.

Etwa um halb 2 waren die Vorbereitungen abgeschlossen. Bernd steckte in seinem Smoking (Er sieht wirklich Göttlich aus mit Fliege und Smoking). Mein Vater hatte mit Bernd den Blumenschmuck für das Auto, den Brautstrauß und den Anstecker für Bernds Smoking abgeholt.

Der Blumenschmuck war wirklich Spitzenklasse. Dunkelrote Rosen deren äussere Blaetter etwas schwärzlich wirkten, dominierten die Gestecke.

Etwas Mühe hatten wir damit mein Kleid in den Kombi meines Vaters zu sortieren... aber schliesslich konnten wir zur Michaelskapelle aufbrechen. Dort warteten schon die meisten der Gäste und das Inka Übertragungsteam. Diese hatten von einem roten Bus als Basis aus das halbe Gelände verkabelt :-).

Leider war es an dem tag ziemlich kalt. Frierenderweise gingen wir in die Kirche und warteten entgegen dem Brauch schon in der Kirche auf den Pfarrer... draussen wären wir erfroren.

Die Zeremonie begann und wir nahmen unsere Plätze vor dem Altar ein. Auf dem Weg dahin hab ich mit meinem weiten Rock fast einen Kerzenständer umgerissen...naja.. wieso sollte mich auch an meiner Hochzeit die Schussligkeit verlassen ;-).

Während der Zeremonie war ich ganz schön nervös und das ganze rauschte irgendwie an mir vorbei... war leider alles eher steif und kam mir vor als würde da ein Schema abgearbeitet.. die Standesamtliche Trauung war persönlicher.

Trotzdem war ich verdammt glücklich als wir uns die Ringe überstreifen durften. Nun hatte ich den Mann geheiratet bei dem ich mir sicher war das er DER Mann meines Lebens ist.

Danach war allgemeines Beglückwünschen vor der Kirche, mit gleichzeitigem Abfotografieren :-). Der Kälte wegen trieb es uns schnell in die Michealsklause die für den Kaffee bestellt war. Erst wurde kräftig geschmaust, danach nahmen die meisten die Gelegenheit war die schüne Aussicht zu geniessen. (Diese war an dem Tag nicht so gut wie an den meisten anderen.. aber es lohnte sich doch mal einen Blick in die Rheinebene zu werfen.)

Gegen halb 6 brach die ganze Gesellschaft auf und laut hupend (wie auch sonst) fuhr der Korso richtung Büchenau.

In der Brasserie Ritter wurden wir festlich empfangen mit Sekt, Sherry und anderen Aperitifs. Auch die Band (2 Mann) hatten schon aufgebaut und sorgten für leichte Hintergrundmusik. Das große Abendessen begann mit dem 'Gruss aus der Küche'. Zwischen den einzelnen Gängen wurde immer viel Zeit gelassen so das man dazwischen mal kurz frische Luft schnappen und reden konnte. An allen Tischen herschte eine sehr ausgelassene Stimmung.. die beiden Familien wurden entgegen allen Befürchtungen schnell miteinander warm.

Nach dem Essen begann die Band mit etwas rockigerer Musik. Ganz hinterlistig überredeten 2 Gäste (Rayk und Anke 'alu' Lang) mich mit ihnen auf den Parkplatz zu kommen und *schwubbs* war die Braut entführt. Die Entführung ging ins Max nach Untergrombach wo so nach und nach ein guter Teil der Hochzeitsgesellschaft eintrudelte. Bernd hatte aber einen guten Riecher und so dauerte die eigentliche Entführung nichtmal eine Stunde.

Wir belegten noch etwas die im Max vorhandenen Billiard Tische.. schockierten ein wenig die höhensonnengegrillten Bedienungen und machten uns dann grade rechtzeitig auf den Weg um noch was von der mitternächtlichen Käseplatte abzubekommen.

Um 12 mußte ich dann meinen wunderschönen Brautsstrauß wegwerfen *schnüff*. Gefangen hat ihn Janine... wer wohl der Glückliche sein wird? :-). Die letzten 2 Stunden wurden dann hauptsächlich tanzend verbracht :-).. jeder wollte mal mit der Braut....
Um 2 konnten wir uns endlich absetzen.. nach 14 Stunden hab ich es auch kaum noch im Korsett ausgehalten. Leider konnten wir zuhause nicht gleich ins Bett fallen da Wido, Nugty und _AleX_ dem Brauch folgend unsere Wohnung auf den Kopf gestellt hatten. Die Schlafzimmertür war mit Büchern zugemauert, im Bett lag Besteck im Kopfkissen Spaghetti und im Flur Luftballons.

Am nächsten Morgen waren wir etwas verkatert.. aber es war auf jeden Fall ein klasse Fest.

Abends sind wir mit Oliver, Cecile, Lan und Rayk in die Kippe gefahren. Dort hat uns Rayk einen neuen Namen verpasst:

Die Entität Wobbel

Das Charakterisiert unsere kuschelndes Aufeinanderhängen wohl ganz gut :-).

Von mir aus auch nochmal vielen Dank an alle die die Hochzeit zu so einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

Vergisst nicht auf unserer Hochzeitsseite vorbeizuschauen.