Wahltaktik vs. Piraten
Wer die Piratenpartei aus wahltaktischen Gründen (Schwarz-Gelb verhindern) nicht wählt, gibt sich der Illusion hin, dass Schwarz-Rot oder Rot-Grün auf einmal die Versprechen halten könnte, die sie in den vergangenen Jahren immer wieder gebrochen haben. Rot-Grün hat massive Einschnitte in Grundrechte vorgenomen. Schwarz-Rot hat sie weiter verschärft.
Also soll man die Brandstifter rufen um den Brand einzudämmen? Genausogut kann man ein Leben lang in die Kirche gehen und hoffen dass es einen Gott gibt, ohne je den Beweis zu sehen. Eben jene Leute die beim letzten Mal schon nicht wollten, sollen es nun richten. Naiv? Aber sicher.
Wer Rot oder Grün wählt, obwohl er eigentlich für Piratenpostionen steht, muß nicht nur das eigene Gewissen zum Schweigen bringen, er wird auch genau jenen Menschen, die uns in den letzten Jahr immer wieder verraten haben, die Legitimation und Bestätigung geben, die sie glauben lässt uns weiter belügen zu dürfen.
Sie können ja tun was sie wollen, wir wählen sie aus Vernunftgründen immer wieder.
Der einzige Weg tatsächlich etwas zu erreichen, ist eine neue Partei im Spiel zu etablieren, die es hoffentlich schafft endlich Transparenz ins marode und korrrumpierte System zu bringen bevor sie selbst korrumpiert wird. Ob es nun durch die Piratenpartei selbst geschieht, oder durch die etablierten Parteien, weil diese (zu Recht) vor ihr Angst haben müssen, ist im Endeffekt gleichgültig.
Jedenfalls kann ICH es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren mein Kreuz bei Parteien zu setzen, die sowohl durch mangelnde Kompetenz, als auch durch mangelndes Grundrechtsempfinden glänzen und die den Kontakt zum Volk vor langer Zeit verloren haben.
Dies sei allen Rot-Bloggern gesagt.
Also soll man die Brandstifter rufen um den Brand einzudämmen? Genausogut kann man ein Leben lang in die Kirche gehen und hoffen dass es einen Gott gibt, ohne je den Beweis zu sehen. Eben jene Leute die beim letzten Mal schon nicht wollten, sollen es nun richten. Naiv? Aber sicher.
Wer Rot oder Grün wählt, obwohl er eigentlich für Piratenpostionen steht, muß nicht nur das eigene Gewissen zum Schweigen bringen, er wird auch genau jenen Menschen, die uns in den letzten Jahr immer wieder verraten haben, die Legitimation und Bestätigung geben, die sie glauben lässt uns weiter belügen zu dürfen.
Sie können ja tun was sie wollen, wir wählen sie aus Vernunftgründen immer wieder.
Der einzige Weg tatsächlich etwas zu erreichen, ist eine neue Partei im Spiel zu etablieren, die es hoffentlich schafft endlich Transparenz ins marode und korrrumpierte System zu bringen bevor sie selbst korrumpiert wird. Ob es nun durch die Piratenpartei selbst geschieht, oder durch die etablierten Parteien, weil diese (zu Recht) vor ihr Angst haben müssen, ist im Endeffekt gleichgültig.
Jedenfalls kann ICH es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren mein Kreuz bei Parteien zu setzen, die sowohl durch mangelnde Kompetenz, als auch durch mangelndes Grundrechtsempfinden glänzen und die den Kontakt zum Volk vor langer Zeit verloren haben.
Dies sei allen Rot-Bloggern gesagt.
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11 Comments to Wahltaktik vs. Piraten
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Mal allen Pathos beiseite und angenommen, die Piratenpartei schafft die 5%-Hürde: Glaubst du, irgend eine Partei hätte daran interesse mit der PP zu koalieren? Oder andersrum: glaubst du, die PP hätte überhaupt Lust auf Koalition?
Ich auch nicht. Was bleibt, ist also die Opposition, wo die Piratenpartei wiederum gut aufgehoben ist.
Nur, warum sollte die Piratenpartei in einer parlamentarischen Opposition so viel mehr bewirken können, als in einer ausserparlamentarischen? Warum nicht ein-themen-komplexe auf eine starke Bürgerrechtsbewegung fokussieren und von aussen Druck auf das Parlament üben? Nicht nur, dass das effektiver wäre, es würde die Piratenpartei auch vor schlimmerem bewahren. Denn was täte sie, die 5%-Piratenpartei, wenn die erste Abstimmung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr ansteht? Oder zu Staatskrediten für Systemrelevante Konzerne? Zu Gesundheitsreformen?
Ich bin mir sicher, eine Enthaltung bei diesen Themen ist genauso problematisch wie jegliche Art der Zustimmung. Politische Verantwortung zu diesem Zeitpunkt kann nicht gutgehen für die Piratenpartei.
Ich werde Grün wählen. Auch weil mir Umwelt und Arbeitsmarkt, Gesundheit, Internationale Beziehungen und alles andere wichtig sind. Netzpolitik ist zwar wichtig, aber die Verantwortung meiner Wahlstimme geht eben doch noch ein Stück weiter als nur dieses Thema. -
Für mich ist die Rechnung einfach: Ich habe das Vertrauen in die Parteienlandschaft so grundlegend verloren und fühle mich so vollendet verraten, dass ich bei dieser Wahl Nichtwähler gewesen wäre, wäre die Piratenpartei nicht auf der Bildfläche aufgetaucht.
Bei allen berechtigten Argumenten gegen das Nichtwählen.. ich hätte ein Kreuz bei CDUCSUFDPSPDGRÜNELINKE nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können.
Nein, die PP hat nicht auf alle Probleme Antworten, aber solange es eine wählbare Partei gibt, bei der ich nicht den Eindruck habe das meine Stimme nur die Rechtfertigung für mehr Verrat ist, bekommt sie meine Stimme. -
Ein Grundprinzip der PP ist die Kooperation statt der Konkurzenz. Ich denke mir also die PP würde eine Koalition eingehen. Ein sehr einfacher Modus ist dabei z.B. bei der Kanzlerwahl mitzustimmen und bei allen Folgeentscheidungen ungebunden abzustimmen. Mit dieser Duldung wäre eine Orange-Ampel z.b. denkbar.
Und ansonsten geht es ja nicht nur um Mehrheiten sondern auch um das Zeichen, die Entwicklung der anderen Parteien.
Gruss
Bernd -
Ach so: und in der Parlamentarischen Opposition haben wir Rederecht, Medienaufmerksamkeit und nicht zuletzt deutlich bessere finanzielle Mittel.
Die anderen Aktionen und Aktivitäten werden dadurch ja nicht berührt und finden weiterhin statt.
Außerdem gehen die Prinzipien der Partei durchaus auch in viele andere Bereiche. Und in denen wo keine klares piratiges Abstimmverhalten herrscht - bzw eigentlich in allen Abstimmungen - ist es eine Entscheidung der gewählten Piraten. Jungen aufgeklärten Menschen ohne Klüngel-Vorbelastung. So schlecht können die garnicht abstimmen.
Und sie haben jederzeit Zugriff auf das gesammelte Wissen und Meinung der Mitglieder der Partei.
Gruss
Bernd -
Hallo!
Es ist in meinen Augen etwas schade, dass Menschen (also auch ich), die jeden Sonntag in die Kirche gehen und an Gott glauben, hier als "naiv" bezeichnet werden. Andersherum würde ich auch niemals einen Atheisten, der der Meinung ist, dass das Universum "einfach so" entstanden ist, als "naiv" bezeichnen.
Es ist, denke ich, wichtig, dass eine Partei, die sich die FREIHEIT (also auch die Religionsfreiheit) groß auf ihre Fahnen schreibt, respektvoll mit dem Glauben anderer umgeht.
Ich hoffe ich werde nicht falsch verstanden. Ich stelle nicht das atheistische Weltbild in Frage. Es ist okay zu sagen: "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt." Zu sagen "Du bist naiv, weil du an einen Gott glaubst." finde ich etwas respektlos.
Davon abgesehen wünsche ich der Piratenpartei viel Glück zur Landtagswahl in Sachsen und natürlich zur Bundestagswahl. Die Bürgerrechtsbeschneidungen, vor allem durch die beiden sogenannten "christlichen" Parteien, sind nicht zumutbar und gehören gestoppt (allerdings nicht durch ein STOPP-Schild
).
Viele Grüße
Markus -
Rot+Grün Wähler sind Naiv, Kirchgänger sind was anderes, nennen wir es "optimistisch"

Gruss
Bernd -
Hm, ja.. man kann den Satz anders verstehen als ich ihn gemeint habe, aber das 'Naiv' bezieht sich auf "Eben jene Leute die beim letzten Mal schon nicht wollten, sollen es nun richten." nicht auf den Glauben an Gott.
Was ich damit ausdrücken will ist: Glauben, Hoffen und Vertrauen statt zu wissen ist ein Privileg der Religion. In der Politik hat Glauben und Hoffen nichts zu suchen.
Während die Existenz von Leid und Übel kein Beweis ist das es Gott nicht geben kann, ist ein Politiker der entgegen seinen Worten handelt doch der Beweis für einen Lügner. Wenn ich dann weiter in gutem Glauben diesem Politiker meine Stimme gebe DANN bin ich naiv.
Davon abgesehen bin ich Agnostikerin, keine Atheistin
-
Hallo Mela,
das habe ich mir schon fast gedacht. Religiöse Themen werden ja oft heißer gekocht als sie eigentlich sind.
@Bernd: "Optimistisch" klingt auf jeden Fall netter
Viele Grüße
Markus -
Hi Markus,
finde ich super das du dazu
was sagst. Bin auch gleich drüber
gestolpert und dachte mir:
Hey, das passt aber nicht wirklich
zu einem Pirat
Be blessed,
hmm pirat -
rot-grün haben mit ihren taten nicht nur in deutschland ihre wähler enttäuscht, sondern weitreichender auch das image der grünen und roten in anderen ländern größtmöglich ruiniiert. wenn man seine wähler von vorn nach hinten belügt muss man sich nicht wundern, wenn man ihre treue verliert




http://www.eoraptor.de/2009/08/wahltaktik-statt-stimme-fur-piraten.html