Dumme Gedanken zur GEMA-Tarifreform
Nur so ein dummer Gedanke zur GEMA-Tarifreform, den ich hier einfach kurz abkippe, weil ich nicht weiß wohin damit sonst.
Die Tarifreform führt ja möglicherweise dazu, dass Preise in Clubs angehoben werden müssen oder generell weniger Musik gespielt wird. Werden die Preise in den Clubs angehoben, müssen die Clubbetreiber darauf achten, trotz höherer Preise das Publikum in ihre Läden zu locken. Das bedeutet, sie werden vermutlich weniger Experimente bezüglich der Musikkultur zulassen. Gespielt wird was gefällt und was gefällt ist im Allgemeinen der Mainstream, der auch tagsüber die Hitparaden im Radio herauf- und heruntergenudelt wird.
Betreiber alternativer Clubs müssen eventuell zumachen, vor allem wenn ihre Stammklientel nicht beliebig erweiterbar ist - z.B. die Goth-Szene einer mittelgroßen Stadt ist ja meist überschaubar, selbst wenn man den ländlichen Umkreis dazuzählt.
Viele Alternativ-Veranstaltungen finden möglicherweise gar nicht erst statt, weil das finanzielle Risiko für die Veranstalter sich enorm vergrößert.
Dadurch wird es schwerer für alternative Bands ihr Publikum ausserhalb des Internets zu finden und vielleicht schwindende Einnahmen für Tonträger und MP3s durch Konzerte auszugleichen. Das würde Allgemein die Bedingungen für Musiker jenseits des Mainstreams erschweren und den Mainstream bzw. bereits etablierte Stile und Künstler konsolidieren.
Kann man also die Gebührenanhebung der GEMA als Schlag des Establishments gegen die alternative Kultur und ihre Demokratisierung durch das Internet sehen?
Die Tarifreform führt ja möglicherweise dazu, dass Preise in Clubs angehoben werden müssen oder generell weniger Musik gespielt wird. Werden die Preise in den Clubs angehoben, müssen die Clubbetreiber darauf achten, trotz höherer Preise das Publikum in ihre Läden zu locken. Das bedeutet, sie werden vermutlich weniger Experimente bezüglich der Musikkultur zulassen. Gespielt wird was gefällt und was gefällt ist im Allgemeinen der Mainstream, der auch tagsüber die Hitparaden im Radio herauf- und heruntergenudelt wird.
Betreiber alternativer Clubs müssen eventuell zumachen, vor allem wenn ihre Stammklientel nicht beliebig erweiterbar ist - z.B. die Goth-Szene einer mittelgroßen Stadt ist ja meist überschaubar, selbst wenn man den ländlichen Umkreis dazuzählt.
Viele Alternativ-Veranstaltungen finden möglicherweise gar nicht erst statt, weil das finanzielle Risiko für die Veranstalter sich enorm vergrößert.
Dadurch wird es schwerer für alternative Bands ihr Publikum ausserhalb des Internets zu finden und vielleicht schwindende Einnahmen für Tonträger und MP3s durch Konzerte auszugleichen. Das würde Allgemein die Bedingungen für Musiker jenseits des Mainstreams erschweren und den Mainstream bzw. bereits etablierte Stile und Künstler konsolidieren.
Kann man also die Gebührenanhebung der GEMA als Schlag des Establishments gegen die alternative Kultur und ihre Demokratisierung durch das Internet sehen?
2 Trackbacks to Dumme Gedanken zur GEMA-Tarifreform
8 Comments to Dumme Gedanken zur GEMA-Tarifreform
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Nein, ich glaube eher die GEMA pokert nur hoch um sich dann runterhandeln zu lassen. Ob Sie sich damit selbst den Todesstoss geben wird sich noch zeigen. Alternative Kultur kann Sie wohl nicht töten.
In dem Zusammenhang ist es schon traurig dass viele Clubbeditzer zwar dagegen sind mehr zu zahlen, aber nicht aus Protest die Musik abstellen wollen - könnte die Partystimmung verderben. Ich hoff mal der ein Oder Andere wird da noch aktiver.
Ein guter Platz fûr ein Diskussionsbeitrag wäre übrigens das Piraten-KA.de Blog, die GEMA wird ja auch verstärkt thematisiert werden in nächster Zeit. -
Was ist ein Club ohne Musik? Das ist doch wie ein Restaurant, in dem es kein Essen gibt oder ein Bierstand, an dem kein Bier verkauft wird.
Folglich würde niemand mehr hingehen, wenn in den Clubs keine Musik läuft.
Der Fehler im System liegt darin, dass selbst kleinste Alternativbands der GEMA angeschlossen haben. Es gibt nur sehr wenige Künstler mit GEMA-freier Musik. Spielen die Clubs nur noch solche Musik, bleiben vermutlich auch die Gäste weg. -
Ich zieh das jetzt aus meinem Hinterkopf, aber richtet sich die neue Gebühr nicht nach den Einnahmen? Wenn also weniger Gäste kommen ist auch weniger Gebühr fällig (und umgekehrt)?
Wobei ich auch gerne in einer Position wäre, in der ich sagen könnte, das es "angemessen" wäre, wenn mir jemand anderes 10% seiner Einnahmen geben soll.
Man sollte sie (ich glaube es war eine Dame der GEMA die das im Radio von sich gab) fragen, was sie denn als "angemessen" betrachtet, das als Erlös übrig bleiben könnte. -
Soweit ich das bischen was ich bewusst gehört habe verstehe geht es nach Fläche und Eintrittspreis, nicht nach konkreten Einnahmen ...
Andererseits wird von der GEMA selbst auch behauptet das es vor allem für größere Läden teurer wird, für kleine zum Teil sogar günstiger ... das zumindest würde der Mainstream-Vermutung ja eher entgegenstehen ... -
Du vermischst Aufführung von Livemusik (die nicht teurer wird) mit dem Abspielen von Tonträgern (das deutlich teurer wird). Daher ist die abgeleitete Argumentation "Schlag gegen alternative Kultur" für den Eimer. Ja, die Club/Diskobesitzer werden massiv zur Kasse gebeten. Veranstalter von Liveevents nicht, sie können also immernoch jede Menge spannender Neuentdeckungen auf ihre Bühne stellen.
Genaugenommen kann man der GEMA vielleicht am Ende der Entwicklung dankbar sein - wenn das so durchgeht, wird es sehr viel attraktiver, Livebands zu haben, als dass Konserve auf die Ohren geblasen wird. Und das wiederum befördert die Entwicklungsmöglichkeiten von Musikern enorm ... (aber vermutlich ist das gar nicht das eigentliche Ziel sondern nur ein Kollateralschaden). -
Danke für die Klarstellung, Sammy.
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Die heftigen Beispiele der DEHOGA betreffen meist die Grossraum-Dissen. Die bezahlen derzeit gemessen an ihren Umsätzen lächerliche GEMA-Abgaben.
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in anderen Quellen hab ich gelesen, dass es hauptsächlich darum geht, dass nach der Reform prozentual vom Eintrittspreis an die GEMA abgeführt werden muss. Die naheliegende Lösung ist hier, den Eintritt zu senken und stattdessen die Getränke zu verteuern.




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04 Jul 12 at 18:17
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