Nokia 6260 - Zwei Wochen-Eindruck
Trotz meiner anfänglichen Probleme mit dem Syncen der Bilder via Infrarot, habe ich mich inzwischen in das Handy verliebt. Wie man vielleicht auch an meiner gestiegenen Vorliebe fürs Moblogging ablesen kann.
Zwei Hauptgründe gibt es - zu denen nicht die Kamera zählt, denn deren Qualität ist eher bescheiden.
Grund Nummer 1 ist die Nokia Tatstatur.
Muß man sich erst an das eigenwillige Layout gewöhnen, arbeitet es sich nach einer kurzen Phase dann doch sehr zügig.
Die Verwendung als Kalender und mobiler Email-Client wird damit absolut brauchbar. Ganz zu schweigen von distingierten Geschäftsleuten die sich die Hälse nach dem Anblick verrenken, wenn man die Kombi Handy/Tastatur in der Öffentlichkeit verwendet.
Im Moment teste ich das Gespann in der Badewanne. Das Handy steht einen halben Meter von meinem Gesicht entfernt im Trockenen und ist so noch verhältnismäßig gut lesbar. (Ohne Brille etwas verschwommen, aber die liegt leider grade auf der Waschmaschine.)
Vor mir, auf einem Brett über der Wanne, liegt die Tastatur. Mit einer ct als Stütze auch bequem im Liegen zu bedienen...

Die Gefahr viel Geld im Wasser zu versenken ist um über tausend Euro geringer als bei einem handelsüblichen Notebook, was das Bad eindeutig entspannender gestaltet.
Die Aufgabe meine Badewasser-induzierte Ideenflut zu bändigen ist nun nicht mehr von absaufenden Zetteln und Stiften behindert. Und mit der Zeit kann ich hoffentlich auch auf diese Weise blind tippen.
Nachteil der Tastatur: Diese kann im aufgeklappten Zustand nicht eingerastet werden, was das ganze etwas wackelig macht wenn man auf dem Schoß schreiben möchte.

Der zweite Grund für meine Verliebtheit, ist die reichhaltige Softwareauswahl für das Nokia 6260, ähnlich wie man sie auch für den Palm gewohnt war.
Sein Betriebsystem ist Symbian, und es gibt für das 6260 einmal native Software, aber auch eine Menge Java-Programme.
Einige davon haben in der letzten Woche ihren Weg auf meine Speicherkarte gefunden. Zum Beispiel eine Datenbank der Nahrungsmittel-Zusatzstoffe.
Viel wichtiger ist aber ein Einkauflisten-Tool, die aus den eingegebenen Produkten immer neu die aktuelle Liste zusammengeklickten lässt. (*Nachteil der von mir bisher getesteten Software:* Keine Mengenangaben möglich, ausser als Kommentar)
Ebenfalls sehr nützlich ist ist ein Time Tracker zur Arbeitszeit-erfassung und ein Instant Messaging Client der sowohl Jabber als auch MSN, AIM und ICQ beherrscht. (Bisher von mir nur mit Jabber getestet)
Dagegen lässt der vorinstallierte Kalender etwas Funktionsumfang vermissen. Aber das war beim Palm ja nicht anders.
Mit installierten Readern für verschiedene Dokumentenformate, ist das 6260 ein wirklich nahezu vollwertiger Ersatz für meinen alten Palm IIIx und in gewissen Situationen gar ein Notebook-Ersatz.
Nun fehlt mir von allem noch eine vernünftige Methode der Synchronisierung von Kontakten und Terminen, die nicht auf Outlook Express basiert und meine Wunsch-Software, die ich bisher noch nicht gefunden habe, wäre eine Preisvergleichs-Datenbank, mit der ich mal mit mir tragen könnte, welche Sachen in welchem Laden billiger sind...
*Fazit*: Für den Geek mit etwas erweiterten Ansprüchen ist das Nokia 6260 absolut zu empfehlen. Wem es eher auf scharfe Fotos ankommt, der muß ins obere Handy-Preissegment wandern.
P.S.: Den Text hab ich in der Notizfunktion geschrieben und dann direkt aus dem Bad per Blauzahn aufs Notebook um Wohnzimmer übertragen.. praktisch
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