Konzept "Bezahlen vom Handy" Nr. 32416
Durchgesetzt hat sich bis heute keine dieser Methoden. Verantwortlich dafuer ist nicht immer nur die zaehe Annahme durch die Bevoelkerung, der diese Art der Bezahlung vermutlich zu abstrakt, unsicher und wenig nachvollziehbar ist, sondern oft auch die holperige Durchfuehrung oder die Preisgestaltung der Anbieter. (Letzteres ist - nach meinen Informationen - vermutlich der Grund für die geringe Verwendbarkeit der von mir immer noch favorisierten Geldkarte).
Ein ganz neues, altes Konzept durfte ich gestern am Hauptbahnhof in Frankfurt bewundern. An vielen Getraenke- und Snackautomaten kann man nun mit dem Handy bezahlen. Nicht ganz neu die Idee, doch die Durchfuehrung ist mal wieder selten daemlich.
Per Handy ruft man eine kostenlose Nummer plus ID Kuerzel des jeweiligen Automaten an und gibt seine Festnetznummer ein. Das System bucht daraufhin die faellige Zeche von der Festnetz-Rechnung der Telekom ab.
Aha?
Sicher, das laestige Gefummel mit Kleingeld entfaellt. Ausserdem hat man sowieso immer 10 Cent weniger einstecken als die Flasche Cola kosten wuerde... Aber!
Seit man den Prinzen DSL, und damit auch IP-Telefonie, erhaelt ohne vorher die Kroete Festnetzanschluß kuessen zu muessen, erscheint dieser langsam wie ein im Aussterben begriffener Dinosaurier. Im Verbund mit einem Handy-Tarif, sind die meisten Nutzer vollkommen bedient und brauchen ihn nicht mehr, sparen die Grundgebuehren folgerichtig ein.
Einen Festnetzanschluß zu behalten um Einkaeufe zu taetigen erscheint absurd.
Die zweite Frage die mich bei bewegt.. Wer kontrolliert ob die Festnetznummer die uebermittelt wird, die eigene ist? Eigentlich reizt es mich ja, die Security des ganzen mal auf die Probe zu stellen. Gibt jemand meiner Leser seine Nummer dafuer her?
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4 Comments to Konzept "Bezahlen vom Handy" Nr. 32416
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Ich sag ja.. das ganze Konzept ist mir mehr als Schleierhaft. Deine Überlegungen unterstreichen das nur. - Gut gemeint, aber mal wieder nicht durchdacht genug. Möglicherweise versucht die Telekom dem Festnetzanschluss so einen Mehrwert zu geben, nachdem ihnen dort die Kunden wegbrechen. Oder so.
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Ich hätte mich ja auch zur Verfügung gestellt, aber mit einem Festnetzanschluss der Telekom kann ich ebenfalls nicht dienen.
Der Weg über die Festnetznummer erscheint mir aber so oder so sehr sinnlos. -
Soweit ich informiert bin, liegt es daran, daß in Deutschland die Abrechnung über Handyrechnungen nicht erlaubt ist (das gilt natürlich nicht für Jamba und ähnliche Unholde, welche vermutlich eigene Verträge mit den diversen Mobilfunkanbietern haben).
Deshalb wird z.B. auch beim Bezahlen von Fahrkarten per Handy nicht die Handyrechnung belastet - sondern man muss vorher ein Nutzerkonto anlegen, auf welches per Lastschrift Guthaben geladen wird...was dem ganzen dann wieder die angebliche Unkompliziertheit nimmt.









Meine vermutung: das wird einfach abgebucht und wenn sich jemand beschwert gibt's da irgend ein Verfahren das wahrscheinlich in einem Mahnbrief gegen den Handybesitzer mündet.
Fragt sich nur: geht das überhaupt so datenschutztechnisch? Kann die Automatenfirma einfach so an die Adresse des Handybesitzers kommen? Und wenn nein: wie ist das dann mit Fraud-Management? Anzeige geht ja wohl kaum weil ich mich dann im zweifelsfalle auf einen Zahlendreher berufe und mal eben Strafanzeigen verteilen kann ganz schön böse enden...