Bahnmitfahrer from Hell
Weil es gerade von Lummaland aufgegriffen wurde und etwas zu lang für einen Kommentar ist...
Ich glaube ich möchte zwei Gelegenheiten zu einem Treffen mit den schrecklichsten Bahnmitfahrern küren:
Vorfall 1:
Ein Pärchen Anfang bis Mitte Dreissig. Er ließt eines der grauenvolleren Computer-Blättern, sie die Coupé. Beide diskutieren voller Ernsthaftigkeit und unüberhörbar, über die vollkommen abstrusen, angeblich wahren Erlebnisse die in der Coupé abgedruckt waren und er prahlt mit seinem absoluten, gerade angelesenen Computer-Nullwissen.
Ich sah dem IQ beim Gefrieren zu und klammerte mich krampfhaft an irgendwas von O'Reilly.
Vorfall 2:
Morgens im Pendlerverkehr nach FFM. Ich robbe auf dem Zahnfleisch in ein beinahe leeres Abteil in dem nur eine lieb lächelnde Omi sitzt, statt einem Rapper mit UnzUnzUnz auf den Ohren oder einer überparfumierten Tusse. Ich freue mich auf eine erholsame Fahrt die ich schlafend zu verbringen gedenke und mach die Augen zu.
Ungeachtet dessen dringen die Worte an mein Ohr: "Junge Frau, glauben sie eigentlich an Gott?"
Ich neige weder zu unkontrollierten, tätlichen Gewaltausbrüchen, noch zu Seniorenhaß, noch unter permanenten Punker-Pöpeleien die aus meinem Mund rinnen. Doch dort und in dieser Sekunde, hätte mich ein Eispickel im Gepäck vermutlich für den Rest meines Lebens in den Knast gebracht und ich mußte mich schwer zurückhalten nicht einen Schwall der unflätigsten Beschimpfungen über der Oma auszukippen.
Offensichtlich war der Bekehrungsversuch wichtiger, als eine totmüde Sysadmin wenigstens ein Stündchen weiterschlafen zu lassen...
Ach.. und mindestens auf Platz Zwei schafft es die italienische Kleinfamilie, deren Mutter den vollkommen verzogenen Sohn vor meinen Augen noch weiter verzog.
Alles wurde dem Gör recht gemacht. Diverse Gerichte präsentiert, bis der feisten Made dann tatsächlich etwas davon recht war, Gameboyspiele angepriesen wie sauer Bier und auch sonst ja dafür gesorgt das er keinen einzigen Finger rühren muß und in Ruhe vom dicken Kind zum noch viel dickeren Erwachsenen mutieren kann.
Schauderhaft.
Ich glaube ich möchte zwei Gelegenheiten zu einem Treffen mit den schrecklichsten Bahnmitfahrern küren:
Vorfall 1:
Ein Pärchen Anfang bis Mitte Dreissig. Er ließt eines der grauenvolleren Computer-Blättern, sie die Coupé. Beide diskutieren voller Ernsthaftigkeit und unüberhörbar, über die vollkommen abstrusen, angeblich wahren Erlebnisse die in der Coupé abgedruckt waren und er prahlt mit seinem absoluten, gerade angelesenen Computer-Nullwissen.
Ich sah dem IQ beim Gefrieren zu und klammerte mich krampfhaft an irgendwas von O'Reilly.
Vorfall 2:
Morgens im Pendlerverkehr nach FFM. Ich robbe auf dem Zahnfleisch in ein beinahe leeres Abteil in dem nur eine lieb lächelnde Omi sitzt, statt einem Rapper mit UnzUnzUnz auf den Ohren oder einer überparfumierten Tusse. Ich freue mich auf eine erholsame Fahrt die ich schlafend zu verbringen gedenke und mach die Augen zu.
Ungeachtet dessen dringen die Worte an mein Ohr: "Junge Frau, glauben sie eigentlich an Gott?"
Ich neige weder zu unkontrollierten, tätlichen Gewaltausbrüchen, noch zu Seniorenhaß, noch unter permanenten Punker-Pöpeleien die aus meinem Mund rinnen. Doch dort und in dieser Sekunde, hätte mich ein Eispickel im Gepäck vermutlich für den Rest meines Lebens in den Knast gebracht und ich mußte mich schwer zurückhalten nicht einen Schwall der unflätigsten Beschimpfungen über der Oma auszukippen.
Offensichtlich war der Bekehrungsversuch wichtiger, als eine totmüde Sysadmin wenigstens ein Stündchen weiterschlafen zu lassen...
Ach.. und mindestens auf Platz Zwei schafft es die italienische Kleinfamilie, deren Mutter den vollkommen verzogenen Sohn vor meinen Augen noch weiter verzog.
Alles wurde dem Gör recht gemacht. Diverse Gerichte präsentiert, bis der feisten Made dann tatsächlich etwas davon recht war, Gameboyspiele angepriesen wie sauer Bier und auch sonst ja dafür gesorgt das er keinen einzigen Finger rühren muß und in Ruhe vom dicken Kind zum noch viel dickeren Erwachsenen mutieren kann.
Schauderhaft.
1 Trackback to Bahnmitfahrer from Hell
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4 Comments to Bahnmitfahrer from Hell
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UnzUnzUnz ist doch aber House, oder?
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Als von der 7. bis zur 13. Schulklasse pendelnder Schüler (täglich über eine Stunde Bahnfahrt) leide ich mit Dir, auch wenn man irgendwann abhärtet.

Das mit dem "Glauben Sie an Gott" ist so schön, daß es zum Klischee taugt. -
Ich weiss, warum ich öffentliche Verkehrsmittel meide, wie der Teufel das Weihwasser!
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Ich biete: Zug mit reserviertem Platz von Ffm nach HH verpasst, deswegen im nachfolgenden Zug auf den einzig freien Platz gesetzt... wenig später beschliesst das gegenüber bei Mami sitzende nervende Kind an meinen Haaren zu reissen, da ich offenbar zu still in mein Buch schaue statt dem Rumgequäke beachtung zu schenken, und Mutter lächelt nur blöde...
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Wo ist das Problem?
1. Buch nehmen
2. Buch zuklappen
3. ausholen
4. Rechts und links draufhaun
5. Mutter blöde anlächeln.
Nein, ich leide nicht an gewalttätigen Anfällen...
Mela, ich leide mit Dir. Mir reicht es schon, wenn zur Zeit wieder tausende von Schulklassen in ein und den selben S-Bahn-Wagen wollen.



