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May '13



Liebe Frau Leutheusser-Schnarrenberger

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Leider muß ich sie enttäuschen. Wir haben die Positionen der FDP nicht geklaut. Wir haben sie getreten, herrenlos und ausgesetzt auf einem verlotterten Rastplatz der Politikautobahn gefunden und liebevoll hochgepäppelt.

Im Gegensatz zur FDP sind wir sehr wohl sozial bewusst und nur wenig egoistisch. Die Urheberrechte, die sie vertreten, sind die Urheberrechte des Stärkeren. Die Urheberrechte der Verwerter, und es ist nur bewustes, oder unbewustes Sand in die Augen streuen, sie weiterhin "Urheberrechte" zu betiteln.

Wie viele etablierte Politiker, verlegen auch sie sich nun scheinbar gerne auf das Lügen. Denn wie sollte einer Frau, einer Ministerin, die von ihrem Stab mit allen relevanten Informationen versorgt wird, entgangen sein, dass die Piratenpartei das Urheberrecht gar nicht abschaffen will, sondern erst kürzlich einen sehr ausführlichen Antrag zu dessen Modernisierung beschlossen hat? Unglaubwürdig. Eben.

Mit der Piratenpartei hätte es jedenfalls keine Mövenpicksteuer und auch kein sinnloses Leistungsschutzrecht aka Lex Google gegeben. Und dann war da noch der Lauschangriff. Wegen diesem sind sie zurückgetreten. Sind sie wirklich, ehrlich überzeugt von der Freiheitsliebe ihrer Partei? Oder wäre es nur zu mühsam, sich der dort aufgebauten Karriere zu entledigen und wirklich ehrlich für eine gute Sache zu kämpfen.

Und darf ich jetzt noch auf den Artikel verlinken? Sagen sie es mir. Es ist ihr Lex Google.


Das Allgäu Online: Leutheusser-Schnarrenberger wirbt offensiv um Piratenwähler



Posted by Mela Eckenfels

03/09/2012 at 10:50:22

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BIETE: Rolladenschrank für Piraten

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Im Hause Geekenfels wird renoviert und zwar das Schlafzimmer. In diesem Zuge haben wir folgendes Möbelstück abzugeben (und das schnell):

Ein halbhoher Rolladenschrank in Piratenorange(!). Er sieht ungefähr so aus, wie auf diesem EBay-Angebot.

Seine Maße sind 1 m x 80 cm x 50 cm. Er hat zwei Einlegeböden und kann hochkant und liegend hingestellt werden. Die Böden können in beide Richtungen eingelegt werden.

Er hat moderate Abnutzungsspuren - es lagerte Bettwäsche darin - würde natürlich grob gereinigt und ist an Selbstabholer abzugeben.

Aufgrund der Piratenfarbe (Kluge Piraten bauen lange vor Parteigründung vor) würde er sich sicherlich gut für piratige Anwendungen eignen. Daher haben Piraten und Parteinutzen bei der Vergabe Vorang.

Das Angebot gilt bis Dienstag Abend den 06.03.2012. Danach wird er über Freecycle angeboten.



Posted by Mela Eckenfels

03/04/2012 at 23:13:18

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Liebe Piraten-Kandidaten

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Wir müssen reden.

Nein, keine Bange. Keine große Sache, kein Drama, keine Welt- oder Parteiuntergangsankündigungen.

Es geht um eure Bilderauswahl.

Hä? Worum?

Ja, um eure Bilderauswahl. Die mit denen ihr euch um diverse Ämterin der Partei oder um die Aufstellung auf Wahllisten bewerbt.

Was damit ist? Ihr möchtet mit ihnen vermutlich eure Persönlichkeit zum Ausdruck bringen oder habt gerade kein anderes Bild griffbereit, aber ihr macht Menschen das Leben schwer. Zum Einen das Leben der Presse und der Pressebetreuer, die mit schlecht belichteten Schnappschüssen der letzten Party nichts anfangen können.

Zum anderen das Leben von Leuten wie mir. Die schon als kleines Kind andere Frauen als "Mama" angesprochen haben, nur weil die zufällig ähnliche Kleider trugen wie Mama eben. Man nennt uns auch "gesichtsblind" oder Prosopagnostiker.

Und uns tut ihr keinen Gefallen mit Bildern auf denen ihr das Gesicht laut lachend verzerrt, nur gerade so von der Seite zu sehen seid, große Sonnenbrillen, Hüte, oder Mützen tragt oder es gleich gar nicht zu erkennen ist weil ihr Fußball spielt.

Äh? Was das soll? Warum das jemanden kümmert der Gesichter sowieso nicht richtig erkennen kann?

Wir haben so unsere Strategien mit denen wir Menschen doch auseinander halten können. Ziemlich oft sind das z.B. eure typischen Bewegungsmuster (die sind fast so einmalig wie Fingerabdrücke) oder eure Stimme. Dabei helfen uns Fotos natürlich nicht. Aber wir sind durchaus in der Lage besondere Merkmale auch im Gesicht wahrzunehmen und euch daran wiederzuerkennen. Frisuren sind auch ganz toll und gerne würden wir alle Menschen dieser Welt dazu nötigen eine einmal gewählte Frisur ewig zu behalten und würden noch lieber uniforme Haarschnitte verbieten ... aber das klappt so natürlich nicht. Aber auch besonders buschige Augenbrauen oder eine auffällige Nase helfen uns euch aus der Masse 'gesichtsloser' Menschen herauszufiltern.

Nur müssen wir trainieren bis wir euch an diesesn Details erkennen und dabei hilft es uns euer Gesicht möglichst oft anzuschauen. Und zwar nicht, wenn es gerade irgendwie tätig ist, sei das nun essen, trinken, reden, lachen oder "Flunsch ziehen". Und wir müssen es von vorne sehen. Nicht im Profil, nicht über Kopf aufgenommen, nicht von unten und schon gar nicht halb verdeckt.

Dann und nur dann stehen für uns keine Fremden dort oben auf der Bühne, sondern wir können ihnen die Vorstellungen zuordnen, die wir vorher im Wiki gelesen haben.

Wir sind möglicherweise um die 2,5 % der Bevölkerung. "Es" tritt sehr gerne in Kombination mit (Asperger) Autismus auf. Asperger Autisten sind besonders häufig in IT-nahen Berufen zu finden. Die Piratenpartei rekrutierte sich zu Beginn vor allem aus netzaffinen, IT-nahen Menschen. Unter euren potenziellen Wählern dürften damit nicht wenige sein, die in unterschiedlich schwerer Ausprägung Probleme damit haben, euch zu erkennen. Ausser ihr helft ihnen.

Also ein Portrait, von vorne, gut beleuchtet, ohne Kopfbedeckung (sofern ihr sie nicht tatsächlich immer tragt), mit eurer normalen Frisur, mit normalem Gesichtsausdruck, das nicht mehr als 5 Jahre alt ist, ist doch nicht wirklich zu viel verlangt. Eben. Danke.






Posted by Mela Eckenfels

02/25/2012 at 13:57:03

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Last modified on 2012-02-29 13:22


Krakengate

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Sofern ich das richtig verstanden habe, ist es Antisemitismus die Krake als Symboltier für eine weltumspannende Verschwörung, in diesem Falle ACTA, zu verwenden, weil es im Nationalsozialismus ein Symbol für die jüdische Weltverschwörung war.

Nachdem die sogenannte 'Jüdische Weltverschwörung' nichts weiter ist als eine Verschwörungstheorie einer insgesamt intellektuell und logisch herausgeforderten, esoterisch verblendeten Partei und ungefähr auf dem Niveau von Chemtrails rangiert, würde ich, wenn ich die Krake als Symbol für Antisemitismus auch nur akzeptiere, die krude Vorstellung einer jüdischen Weltverschwörung nicht adeln?

Es gab keine jüdische Weltverschwörung. Und nur weil da ein paar Mondsüchtige anderer Meinung waren, muss ich ihren Wahn nicht zur Realität werden lassen und adeln in dem ich Kraken als Symbole meide.

Nochmal für alle: Es gibt keine jüdische Weltverschwörung. Und Kraken sind unschuldig.

Posted by Mela Eckenfels

02/07/2012 at 14:40:32

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Erkaufte positive Rezensionen

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Da meine Beiträge in einem gewissen "Forum" zensiert werden, muß ich es eben hier loswerden:

Probleme mit Rezensenten, die sich eine positive Rezension bezahlen lassen, wären vielleicht dann glaubwürdig wenn sie zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal thematisiert worden wären. Eine derartige Anschuldigung als Reaktion auf eine mißliebige Rezension ist nicht mehr und nicht weniger als eine abgeschmackte Retourkutsche.



P.S.: Noch bevor ich den Beitrag fertiggetippt hatte, wurde ich aus genanntem "Forum" geworfen und geblockt. Da kann jemand nicht mit Kritik umgehen. Sowas.

Posted by Mela Eckenfels

01/22/2012 at 16:29:56

Posted in Arbeit, Bibliophil

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Last modified on 2012-01-23 08:42


Anderer Ansicht

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Sehr schönes Interview mit Marina.



Was Journalisten im Umgang mit der Piratenpartei wirklich noch lernen müssen: Wir sind ständig alle unterschiedlicher Ansicht. Deswegen ist das noch lange kein Streit. Wir kennen keinen Kadavergehorsam, keine gleichgeschaltete Meinung und keine Parteilinie. Wenn ein Mitglied des Vorstands sagt "Ich hätte das anders formuliert", dann bedeutet es genau "Ich hätte das anders formuliert" und nicht einmal, dass inhaltliche Differenzen bestehen.

Noch ein persönliches Wort an Politik-Journalisten: Wenn ihr erwartet, dass sich die Piratenpartei nach den Spielregeln der etablierten Parteien spielt, werdet ihr eine etablierte Partei bekommen. Hört auf, schematisiertes. überholtes Verhalten zu verlangen, sondern erkennt die Chance im Wandel.

Wenn unser Vorsitzender keine Aussage zu Themen machen möchte, dann ist das kein Bug sondern ein Feature. Wenn er sagt, dass seine eigene Meinung nichts aussagt, ist das keine Führungsschwäche, sondern der Ausdruck eines komplett anderen Politikstils. Nicht nur die Politik muß sich verändern, damit sich Menschen wieder dafür interessieren und wählen gehen - auch die Berichterstattung muß eine andere werden.

Wer nach hohlen Phrasen verlangt, nur um eine schnelle Antwort zu bekommen, wird hohle Phrasen erhalten.

Aber nicht mit uns.

Posted by Mela Eckenfels

01/12/2012 at 14:51:07

Posted in Piratenpartei

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Last modified on 2012-01-12 15:15


Szenen einer Ehe: Herr Mendel

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Ein Fahrradfahrer einige Zeit nach Einbruch der Dunkelheit die Kaiserallee entlang. Ohne Licht, der Sattel ist viel zu niedrig eingestellt und er hält eine Bierflasche in der linken Hand. Bernd und Mela fahren die gleiche Strecke mit dem Auto nebenher, bleiben aber an jeder roten Ampel stehen. Der Radfahrer radelt stur weiter, teils mit enormen Ausweich-Schlenkern um den kreuzenden Autos zu entgehen. Nachdem er die zweite rote Ampel überfahren hat, deutet Bernd nach Vorne in die Dunkelheit.

Bernd: Hast du den dunklen Schatten da gesehen?

Mela: Hm? Wo?

Bernd: Na da. Der da über dem Radfahrer schwebt. Sah aus wie Herr Mendel.


Posted by Mela Eckenfels

12/15/2011 at 08:00:00

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Szenen einer Ehe: Computerladen

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Bernd und Mela halten an einer Ampel in der Innenstadt. Neben ihnen befindet sich ein Laden, dessen Schaufenster mit großformatigen Bildern von geschminkten und übertrieben nachbearbeiteten Frauengesichtern zugehängt ist.

Bernd: Warum hängt da Photoshop-Werbung?

Mela: Vielleicht ist es ein Computerladen?

Posted by Mela Eckenfels

12/05/2011 at 09:00:00

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Last modified on 2011-12-05 09:00


Urheberrechtsgedöns

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Gerade überlege ich mir, ob ich mich auf die Tatsache hin lachen oder mich besaufen soll, dass ernsthaft als Gegenargument gegen ein urheberfreundliches Urheberrecht der Umstand genannt wird, dass die reichsten und einflussreichsten Teile der Verwertungskette - z.B. die Filmindustrie - nicht einfach genug an ihr Material kommen.

Next Stop: Weniger Kündigungsschutz für leichteren Zugang zu freigestellten Arbeitnehmern.


Posted by Mela Eckenfels

12/05/2011 at 00:59:21

Posted in Piratenpartei

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Last modified on 2011-12-05 13:29


BGE

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Beim flüchtigen Scannen der Pressestimmen heute abend, fiel mir was ins Auge, was mich schon länger nervt. Den Piraten wird "Links Sein" unterstellt, weil sie sich für das BGE ausgesprochen haben.

Ich bin mir ehrlich nicht im Klaren, was es mit "links" zu tun hat, wenn man sich Gedanken darüber macht, wie Menschen in einer Gesellschaft leben werden, in der Arbeit, vor allem manuelle und niedrig-qualifizierte Arbeit ein Auslaufmodell ist.

Das hat nichts mit 'links' zu tun. Es hat aber viel damit zu tun, nicht die Hände über die Ohren zu klappen und laut zu summen. Phantasien von Vollbeschäftigung in einer Zeit in der die Robotik mit zunehmender Schnelligkeit verbessert wird und die Zahl der Menschen, die Morgens zum Schichtbeginn durch die Tore der Opelwerke strömen rapide abnimmt, zeugen von Wirklichkeitsverleugnung. Politik nach Vierteljahresplan. Wen interessiert schon, was übermorgen ist, wenn man heute Zweifler noch mit Versprechen aus der Frühzeit der Industrialisierung einlullen kann.

Es ist auch nicht 'Rechts' zu glauben sich um das Problem nicht kümmern zu müssen. Zu glauben oder zu hoffen, dass man immer weiter behaupten kann, die Betroffenen seien doch nur arbeitsscheu und selbst schuld. Zu glauben, man dürfte jene, die keine "Leistungsträger" sind, einfach auf der Straße verhungern lassen oder wenigstens via Hartz IV in die Halbsklaverei drängen. Das ist nicht rechts, das ist einfach kurzsichtig und bescheuert.

Ich habe die Antworten auf die Veränderungen nicht. Ich weiss nicht ob das BGE die Antwort ist, aber es ist eine mögliche Antwort. Und sie muß gedacht werden, weil die Zeit nicht stehen bleibt. Weil die tausenden Menschen, die heute vom Fließband befreit werden, morgen nicht alle Floristen und Bankkaufleute sind. Sie sind nur eines: Arbeitslos.

Es gibt vieles, dass es am BGE zu kritisieren wäre und davon hat wenig mit "die werden dann alle nicht mehr Arbeiten und nur noch in der Eckkneipe saufen" zu tun. Vielmehr mit der höheren Abhängigkeit von Staat.

Aber 'links' ist das nicht. Es ist Zukunftsfähig.

Posted by Mela Eckenfels

12/03/2011 at 22:57:49

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