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August '14



Budgets in Flattr?

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Neben der ganzen übrigen Kritik an Flattr fällt mir ja eine besondere Schwäche auf(*).

Mit Flattr kann ich inzwischen auch gute Zwecke unterstützen. Das heisst ich kann zum Beispiel Greenpeace flattrn. Der Betrag den ich als monatlichen Flattr-Einsatz festlege wird gleichmässig zwischen allen Geflattrten aufgeteilt. Das heisst, flattr ich Greenpeace, kanibalisiert es den Betrag eines geflattrten Cartoons eines kleinen Webcomics.

Es kommt mir, nun, falsch vor. Vor allem weil "Unterhaltung" und "Wohltätigkeit" in meinem Kopf zwei unterschiedliche Posten der Haushaltskasse sind.

Wenn ich tatsächlich spenden will, zum Beispiel weil für einen bestimmten Zweck gesammelt wird, möchte ich meist mehr geben als 0,17 €. Ich kann es aber mit Flattr nicht beeinflussen und wenn ich in einem Monat besonders viele Webcomics toll finde, bekommt der wohltätige Zweck nur noch 0,03, statt ebenfalls mageren 0,17. Wenn demnächst noch einzelne Tweets geflattrt werden können, wird es eher schlimmer als besser werden.

Praktisch ist die Spendenmöglichkeit über Flattr aber fraglos.

Wäre es für eine nächste Flattr-Ausbaustufe denkbar Budgets für einzelne Flattr-Bereiche anzulegen? Quasi: 5 € für wohltätige Zwecke, 10 € für Blogs, 5 € für Fotos, 10 € für Open Source Software, 10 € für Audio ... etc.








(*)Vermutlich ist sie schon vielen anderen aufgefallen, aber es wurde scheinbar nicht sehr auffällig durchgekaut. Oder doch. Jedenfalls wäre es mir nicht bewusst.

Posted by Mela Eckenfels

05/04/2011 at 07:47:50

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Szenen einer Ehe: PVC

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Es läuft Let's Dance. Es wird ein Ausschnitt des Trainings von Liliana Matthäus gezeigt.

Tanzpartner im TV: "... so langsam haben wir irgendwas in ihr entfacht .... das lange in ihr geschlummert hat ..."

Mela: Die ist ja so Plastik. Da schlummert gar nix.

Bernd: mit empörtem Unterton Die ist kein Plastik!

*grillenzirpen*

Bernd: ... sondern PVC.


Posted by Mela Eckenfels

04/24/2011 at 01:07:51

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Tanzverbot

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Karlsruhe, Ostersamstag, 23 Uhr. Die Glocken der Christuskirche bimmeln wie blöde. Vermutlich ist gerade die Osterfeier zu Ende gegangen. Ruhige, in Andacht versunkene Ostertage eben.

Vielleicht wäre es für nächstes Jahr eine Idee den Flashmob nicht still tanzen zu lassen, sondern zu den Kirchenglocken.


Posted by Mela Eckenfels

04/23/2011 at 23:31:36

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Linux-Magazin: Die fehlenden Links

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Manche werden es mitbekommen haben, auch wenn ich schändlicherweise nicht - oder kaum - darüber geblogt habe. Seit ca. einem Jahr schreibe ich mehr oder weniger regelmässig für Linux New Media und in dem Verlag meist für das Linux Magazin. Print hat bekanntlich immer nur begrenzt Platz zur Verfügung und so sind die, die Artikel begleitenden, Links immer aufs Nötigste eingedampft.

Allerdings habe ich vor Kurzem begonnen, (fast) alle Seiten, die ich so während einer Recherche verwende oder die thematisch dazugehören, in Diigo-Listen einzutragen. Die Listen sind nicht statisch oder fertig. Immer wenn ich etwas neues zum Thema finde, wird der Link auch der passenden Liste hinzugefügt.

Folgende Listen gibt es bislang:



Zukünftig:

Für die Ausgabe 7/2011 ist ein Artikel zu Schreibtools geplant. Verglichen werden Celtx, Scrivener, Storybook und Writer's Café. Die Liste dazu ist noch mager gefüllt, aber das kommt noch: Schreibtools @ Diigo.



Posted by Mela Eckenfels

04/19/2011 at 20:20:30

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Erst wenn ...

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Erst wenn die letzte Generation Präkariatskinder in der Hauptschule zu Tode gelangweilt wurde, die letzte Internetfirma aus dem Netz geklagt wurde, das letzte Know-How abgewandert und die letzte Uni verfallen ist, wird ihnen auffallen das Deutschland keine Bodenschätze hat.

Posted by Mela Eckenfels

04/12/2011 at 11:42:46

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Integration

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Die Piraten bekennen sich zu Integration. Gesellschaftliche Teilhabe und so. Auch für Menschen mit Behinderungen. Eigentlich. Also es steht irgendwo im Programm.

Aber selbst das Gedankenspiel an zum Beispiel einen gehörlosen Vorsitzenden bringt gleich die Bedenkenträger auf den Plan. "Das geht nicht."

Liebe Piraten. Wenn wir unser Programm wirklich ernst nehmen. Wenn wir es ernst meinen, mit der Integration und der gesellschaftlichen Teilhabe, sowie dem Abbauen von Barrieren, dann dürfte die Reaktion auf einen sinnes-eingeschränkten Kandidaten nicht lauten "Das geht nicht" sondern "Wie machen wir es möglich?".


Posted by Mela Eckenfels

04/08/2011 at 04:50:51

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Das Spammer-Job-Schema

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Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Kurz-Bios von Spammern auf Twitter immer gleich aufgebaut sind? Kann natürlich sein, weil immer die gleiche Person dahintersteckt, aber ich bin mir fast sicher, dass es sich immer nur um den gleichen Menschenschlag handelt. Das Schema ist wie folgt aufgebaut:


$EHEMALS_SERIÖSER_JOB¹, ({systemischer}² Coach³|Erfolgstrainer⁴), Internetmarketing⁵.





(1) Leider bin ich in diesen Job vollkommen unfähig, deswegen reicht es finanziell hinten und vorne nicht. Also bin ich darauf angewiesen anderen Menschen total auf die Nerven zu gehen.

(2) (Was soll das eigentlich sein?)

(3) Weil ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme, fühle ich mich berufen anderen dabei zu helfen.

(4) Seid so erfolgreich wie ich! Also, für den wahrscheinliche Fall, dass ihr erfolgreicher seid als ich, hätte ich gerne euer Geld. Okay?

(5) Ich hab noch nie einen Cent damit verdient und alle hassen mich. Aber ich MUSS es versuchen! Was bleibt mir anderes übrig? Ich bin UNFÄHIG!

Posted by Mela Eckenfels

04/01/2011 at 14:53:42

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Twitter für Journalisten

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Der Bundesverband der Piratenpartei ruft dazu auf Journalisten mit technischem Fachwissen zu unterstützen und ihnen Twitter-Seminare anzubieten. Da ich vor Kurzem eine Präsentation ausgearbeitet habe, die eine Twitter-Schulung für Unternehmer begleitet, stelle ich diese Präsentation dafür zur Verfügung. Sie kann kopiert und verändert werden (Namensnennung wäre wie immer nett.):



Noch ein paar Fakten:

Bei rund 6 Teilnehmern benötigt man rund 3 Stunden für den reinen theoretischen Teil. Für praktische Übungen muß entsprechend mehr Zeit gerechnet werden. Ich empfehle daher einen kompletten Seminartag von 6 Stunden plus Pausen einzuplanen.

Die Präsentation ist "Work in Progress". Ich arbeite im Allgemeinen daran nur weiter, wenn ich einen festen Seminartermin habe. Sie enthält Lücken und kann auch immer wieder aktualisiert oder konkretisiert werden.

Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne hier in den Kommentaren oder in den Kommentaren auf Prezi an. Sie werden aber erst umgesetzt, wenn die Arbeit an der Präsentation in meiner Prioritätenliste ganz oben steht.

Das kann natürlich schnell gehen. Deswegen lohnt es sich beim Original vorbeizusurfen, selbst wenn ihr euch eine Kopie gezogen und angepasst habt.

Für Twitter-Seminare (und andere Themen!) bin ich buchbar. Solange sie im Rahmen von Piraten-Projekten stattfinden, gegen Fahrtkosten, Kost und Logis. Für Unternehmen setze ich übliche Tarife an. Für Anfragen einfach Kontakt aufnehmen. Piraten nehmen bitte über die Piraten-Only Mailadresse Kontakt auf: piraten AT diese Domain.



Posted by Mela Eckenfels

03/30/2011 at 23:35:51

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Unausgegorenes zur Spackeria

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(Post-Privacy ist bei mir ja mehr so gelebte [und oft um Unverständnis betrachtet oder kritisierte] Tatsache. Mich theoretisch mit Post-Privacy zu beschäftigen, gehört aber generell weniger zu meinen Interessen, deswegen ist das hier unausgegoren und nicht in Tagen fundierten Grübelns entstanden.)

Die Spackeria entstand aus dem natürlich guten Grund, dass da eine Ecke der Diskussion, alleine die Aufnahme der Diskussion abwertete. Wer über Post-Privacy öffentlich redet, begeht quasi Verrat an der wahren Sache, also dem Kampf um die Herrschaft über die privaten Informationen. Ein, wie ich finde, guter und wichtiger Kampf, denn gerade Behörden sind datenhungrig und wenden die zur Verfügung stehenden Daten sehr gerne zum Nachteil der Bürger an. (Ich hatte da sehr früh ein privates Erlebnis, auf das ich aber hier nicht näher eingehen möchte, da es nichts zur Sache beiträgt. Es hat aber dazu beigetragen, dass ich mir immer sicher war, dass meine Daten ohnehin Freiwild sind und ich würde mich nie auf die Verschwiegenheit einer Behörde oder die Anwendung geltende Gesetze verlassen.)

Datenschutz umgekehrt, kann zu einem scharfen Schwert der Kontrolle werden. Der Link dokumentiert nur ein Beispiel - da gäbe es noch mehr und noch stichhaltigere Vorkommnisse oder Politiker-Aussagen. Es gibt also durchaus gute Gründe Datenschutz kritisch zu sehen und über eine Reformierung nachzudenken.

Datenschutz als Götze oder Dogma nutzt niemandem.

Eine zu große Offenheit, erst recht wenn sie durch Gesetze oder auch nur gesellschaftliche Konventionen erzwungen wird, ist für nicht wenige Menschen eine unglaublich beklemmende Vorstellung. Gedanken an 1984 kommen schnell auf, wenn Daten gesammelt und zusammengefasst werden. Wenn sie eine kleine, mächtige Einheit in die Lage versetzt koordiniert zu agieren - egal ob es sich dabei um Polizei oder Geheimdienste handelt, Unternehmen oder Privatleute. Und hier ist es auch gleichgültig ob die Informationen öffentlich vorliegen, also freiwillig preisgegeben wurden oder ob sie erzwungen werden.
Erst gebündelte Informationen sind 'scharfgemacht'. Die Datenvariante von "Die Dosis macht das Gift".

Zudem - und nun kommen wir erst zur Spackeria - kann der Ruck zur neuen Offenheit genau diese Ängste entweder auslösen, oder verstärken. Unter anderem die Angst, dass die wichtige Arbeit, Staat und Wirtschaft vom übermächtigen Schnüffeln abzuhalten ausgehöhlt oder ganz beendet wird. Auch die Vorstellung, dass Privatleute in der Lage sind öffentliche Daten zusammenzuführen und so eine Art Privat-Indect zu betreiben, hat selbst dann nichts Lustiges an sich wenn man nicht von Stalking betroffen ist oder war. Und auch die Angst, dass das Torschlagargument "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten" zur alltäglichen Realität wird. Das jemand, der sich in seinem höchst-persönlichen Lebensbereich bedroht fühlt unkontrolliert um sich beisst, ist ein schlichter Überlebensreflex.

Wenn nun technophile, junge Menschen (wie sie die Angehörigen der Spackeria nun mal sind) ihre alltäglich-banalen technischen Möglichkeiten nutzen um über ihr ureigenes Thema auf dem Laufenden zu bleiben und dann (scheinbar) wie eine Einheit reagieren, so ist das verständlich und nicht weiter verwunderlich.

Das man damit keinesfalls den Diplomatie-Nobelpreis gewinnt, ist ebenso wenig verwunderlich.

Unsere Gesellschaft ist nicht ideal und sie wird es auch noch lange nicht sein. Es muss immer erst Menschen geben, die sich in die Öffentlichkeit wagen (dort manchmal sogar Leib und Leben riskieren) um ein umstrittenes Thema zur gesamtgesellschaftlichen Normalität werden zu lassen. Den Prozess kann man nicht erzwingen. Man kann niemanden zur unfreiwilligen Offenheit zwingen. Zwang hat auch immer etwas Totalitäres.

Es geht hier um nicht weniger, als um pure, reale, ehrliche Existenzängste.

Daher wäre es vielleicht sinnvoll, die Menschen, die Angst vor der gesetzlich verankerten oder gesellschaftlich geforderten Offenheit haben, nicht als Paranoiker abzutun und ihre Ängste somit noch zu bestätigen. Sie, und ihre Bedenken an die Hand zu nehmen, statt sie auszulachen ... das wäre Größe.

Nur mal so als Anregung.


Posted by Mela Eckenfels

03/29/2011 at 00:23:40

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Last modified on 2011-03-30 07:07


Du doof

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Die Antwort auf die Frage, für wie blöd Spammer Bespammte halten, lautet die korrekte Antwort "sehr blöd"!



Guten Tag,

ich melde mich erneut bei Ihnen - wir haben aus Ihrer Region noch nicht genügend Bewerber finden können.

Um ehrlich zu sein, ich verstehe nicht dass Sie sich bisher noch nicht gemeldet haben - wir wollen weder Geld von Ihnen, noch möchten wir Ihnen einen Vertrag oder sonstige Kosten unterjubeln.




MWAHAHAHAHA!


Posted by Mela Eckenfels

03/12/2011 at 16:32:50

Posted in Annoyances, Internet

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