Not my feminism
Als ich berichtete, dass ich sehr glücklich und erleichtert war, als ich in die Nerd-Szene stieß, weil ich mich dort nicht als Norm-Frau verhalten muß und mich das mit dem Frau-Sein versöhnt hat - denn das Verhalten als Norm-Frau hat mir nie entsprochen und sich nie gut angefühlt - meinten Feministen, dass das vermutlich nur so sei, weil ich mich unreflektiert der maskulinen Gehirnwäsche gebeugt hätte und ich doch eigentlich als Norm-Frau viel glücklicher sein müsse.
Das ist alles, was ich über real-existierenden Feminismus wissen muß.
Wenn mich dass für "wer nicht für uns ist, ist gegen uns"-Feministinnen zur Anti-Feministin macht... dann sei es so.
Der nächste, der meinen Weg, meine Gefühle, meine Sexualität, meine Lebensentscheidungen, mein Sein so in Frage stellt, kann sich sonst wohin scheren.
Für Gleichberechtigung. Und die fängt nicht mit 'Fem' an und beschränkt sich auch nicht auf binäres Dasein.
Das ist alles, was ich über real-existierenden Feminismus wissen muß.
Wenn mich dass für "wer nicht für uns ist, ist gegen uns"-Feministinnen zur Anti-Feministin macht... dann sei es so.
Der nächste, der meinen Weg, meine Gefühle, meine Sexualität, meine Lebensentscheidungen, mein Sein so in Frage stellt, kann sich sonst wohin scheren.
Für Gleichberechtigung. Und die fängt nicht mit 'Fem' an und beschränkt sich auch nicht auf binäres Dasein.
Kopfeinziehen ist keine Option
Frau Serotonic berichtet von ihrem Stalker (einem besonders widerwärtig, ekligen Exemplar) und davon, dass ihr als Gegenmaßnahme immer wieder nahegelegt wird doch das Bloggen einzustellen oder ein neues Blog aufzumachen. Verquickt mit einem "selbst schuld" wenn sie dennoch in dieses Internet schreiben will.
Dazu kann ich nur sagen: Nein!
Es ist keine Lösung den Kopf einzuziehen und sie sollte NIE als Lösungsvorschlag unterbreitet werden. Es ist keine Lösung, das eigene Leben umzubauen und auf Dinge zu verzichten, die einem lieb und wichtig sind.
Es ist keine Lösung, die eigene Lebensqualität dem Stalker zu opfern. Denn dann hat er schon gewonnen.
Wie auch Terroristen den Staaten die Sicherheitsgesetze quasi ins Heft diktieren, diktieren Stalker die Lebensumstände.
Als wir vor einigen Jahren Probleme mit einem Spanner hatten, der den Schutz einer schwer einsehbaren Hinterhofecke in Verbindung mit einem Gitter vor dem Badezimmerfenster nutzte um sich daran hochzuhangeln und über den Bereich des Fensters mit Strukturglas hinwegzublicken, machte uns die Polizei auch den grandiosen Vorschlag, wir sollten doch noch den Rest des Fensters mit Sichtschutzfolie zukleistern.
Wir haben das nicht getan.
Wir sind nicht aus einem Haus mit Badezimmer ohne Tageslicht in diese Wohnung gezogen, um uns den Blick aus dem Badezimmerfenster wegnehmen zu lassen. Der Blick bietet nicht viel. Nur ein Stück Betonboden und eine drei Meter entfernte Wand des Nachbarhauses. Aber es ist UNSER Ausblick.
WIR haben nichts Falsches getan.
WIR lassen uns nicht bestrafen.
Der der spannt oder stalkt ist der Täter. Er muß eingeschränkt werden. Punkt.
Dazu kann ich nur sagen: Nein!
Es ist keine Lösung den Kopf einzuziehen und sie sollte NIE als Lösungsvorschlag unterbreitet werden. Es ist keine Lösung, das eigene Leben umzubauen und auf Dinge zu verzichten, die einem lieb und wichtig sind.
Es ist keine Lösung, die eigene Lebensqualität dem Stalker zu opfern. Denn dann hat er schon gewonnen.
Wie auch Terroristen den Staaten die Sicherheitsgesetze quasi ins Heft diktieren, diktieren Stalker die Lebensumstände.
Als wir vor einigen Jahren Probleme mit einem Spanner hatten, der den Schutz einer schwer einsehbaren Hinterhofecke in Verbindung mit einem Gitter vor dem Badezimmerfenster nutzte um sich daran hochzuhangeln und über den Bereich des Fensters mit Strukturglas hinwegzublicken, machte uns die Polizei auch den grandiosen Vorschlag, wir sollten doch noch den Rest des Fensters mit Sichtschutzfolie zukleistern.
Wir haben das nicht getan.
Wir sind nicht aus einem Haus mit Badezimmer ohne Tageslicht in diese Wohnung gezogen, um uns den Blick aus dem Badezimmerfenster wegnehmen zu lassen. Der Blick bietet nicht viel. Nur ein Stück Betonboden und eine drei Meter entfernte Wand des Nachbarhauses. Aber es ist UNSER Ausblick.
WIR haben nichts Falsches getan.
WIR lassen uns nicht bestrafen.
Der der spannt oder stalkt ist der Täter. Er muß eingeschränkt werden. Punkt.
Fachkräftemangel
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie es qualifizierte arbeitslose Menschen mit Behinderungen gibt.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie Schülern und Studenten mit Teilleistungsstörungen der Nachteilsausgleich verwehrt wird.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie Gehörlose lautsprachlich unterrichtet werden.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie Universitäten sich nicht intensiv um die Integration von Behinderten bemühen.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Ich streite so lange den Facharbeitermangel ab, wie intellig. Menschen mit psychischen Problemen nur der Ausweg Behindertenwerkstatt bleibt.
— Mela Eckenfels (@Felicea) December 28, 2012
Die protestantische Arbeitsethik lebt
Wenn es um Arbeit und den Lebensunterhalt geht, gibt es vor allem zwei Typen Menschen.
Die eine, weitaus größere, Gruppe, arbeitet um sich das Leben nach der Arbeit zu finanzieren. Das bedeutet, sie reissen die Arbeitszeit mehr oder weniger motiviert herunter, aber ihr eigentliches Ziel ist genug Geld zu haben um auszugehen, sich die Hobbies zu finanzieren oder eine schöne Zeit mit der Familie zu verbringen. Ihr Leben beginnt eigentlich erst, wenn sie die Bürotüre hinter sich schließen und den Job zurücklassen.
Eine kleinere Gruppe arbeitet aus Leidenschaft. Sie haben einen Beruf gewählt der in sich schon ziemlich spannend ist oder kreativ. Sie sind Grafiker, Schauspieler, Lektoren, Rennfahrer ... Sie können die Bürotür nicht hinter sich zumachen, weil die Arbeit ein Teil des Lebens ist. Weil sie auch Nachts und auf dem Klo weiter an ihren Ideen brüten. Wenn sie sich mit Anderen unterhalten, dann spielt die Arbeit meistens immer noch eine Rolle. Sie definiert sie. Erfüllt sie.
Und weil die Arbeit für diese Gruppe mehr ist als Arbeit - und daran meist nicht soviel Bedarf besteht, wie an Kassierern, Lokführerinnen oder Gärtnern, ist die Arbeit in den meisten Fällen ziemlich mager bezahlt und das persönliche Risiko hoch. Oft genug sind die Leidenschafts-Arbeiter gezwungen oder frei gewählt Freiberufler und verzichten auf alle Annehmlichkeiten eines festen Arbeitsplatzes, wie Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, Weihnachtsgeld und vom Arbeitgeber finanzierte Krankenversicherung. Kurz: Sie verzichten auf jede finanzielle Sicherheit.
Während die zweite Gruppe der ersten Gruppe den Lohn durchaus gönnt - immerhin kümmern sie sich um den Kram den ja auch jemand machen muß, der aber nicht ganz so reizvoll ist wie bunte Männchen auf den Bildschirm zu malen - ist die erste Gruppe der Meinung, dass die zweite Gruppe ja eigentlich gar nicht arbeitet. Und wer nicht arbeitet soll auch nicht essen.
Es ist sowohl erstaunlich, wie auch erschreckend, dass Arbeit die aus intrinsischer Motivation übernommen wird, immer noch als minderwertige Arbeit angesehen ist.
Die alte luthersche bzw. calvinistische und damit zutiefst protestantische Arbeitsmoral hält auch jene immer noch in den Pranken, die sich selbst als liberal oder libertär und aufgeklärt betrachten.

Die eine, weitaus größere, Gruppe, arbeitet um sich das Leben nach der Arbeit zu finanzieren. Das bedeutet, sie reissen die Arbeitszeit mehr oder weniger motiviert herunter, aber ihr eigentliches Ziel ist genug Geld zu haben um auszugehen, sich die Hobbies zu finanzieren oder eine schöne Zeit mit der Familie zu verbringen. Ihr Leben beginnt eigentlich erst, wenn sie die Bürotüre hinter sich schließen und den Job zurücklassen.
Eine kleinere Gruppe arbeitet aus Leidenschaft. Sie haben einen Beruf gewählt der in sich schon ziemlich spannend ist oder kreativ. Sie sind Grafiker, Schauspieler, Lektoren, Rennfahrer ... Sie können die Bürotür nicht hinter sich zumachen, weil die Arbeit ein Teil des Lebens ist. Weil sie auch Nachts und auf dem Klo weiter an ihren Ideen brüten. Wenn sie sich mit Anderen unterhalten, dann spielt die Arbeit meistens immer noch eine Rolle. Sie definiert sie. Erfüllt sie.
Und weil die Arbeit für diese Gruppe mehr ist als Arbeit - und daran meist nicht soviel Bedarf besteht, wie an Kassierern, Lokführerinnen oder Gärtnern, ist die Arbeit in den meisten Fällen ziemlich mager bezahlt und das persönliche Risiko hoch. Oft genug sind die Leidenschafts-Arbeiter gezwungen oder frei gewählt Freiberufler und verzichten auf alle Annehmlichkeiten eines festen Arbeitsplatzes, wie Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, Weihnachtsgeld und vom Arbeitgeber finanzierte Krankenversicherung. Kurz: Sie verzichten auf jede finanzielle Sicherheit.
Während die zweite Gruppe der ersten Gruppe den Lohn durchaus gönnt - immerhin kümmern sie sich um den Kram den ja auch jemand machen muß, der aber nicht ganz so reizvoll ist wie bunte Männchen auf den Bildschirm zu malen - ist die erste Gruppe der Meinung, dass die zweite Gruppe ja eigentlich gar nicht arbeitet. Und wer nicht arbeitet soll auch nicht essen.
Es ist sowohl erstaunlich, wie auch erschreckend, dass Arbeit die aus intrinsischer Motivation übernommen wird, immer noch als minderwertige Arbeit angesehen ist.
Die alte luthersche bzw. calvinistische und damit zutiefst protestantische Arbeitsmoral hält auch jene immer noch in den Pranken, die sich selbst als liberal oder libertär und aufgeklärt betrachten.
Kein Ja ist auch ein Nein
Gestern kochte eine Meldung auf Twitter hoch, die es wohl nur zur Randnotiz eines Gerichtsreports gebracht hätte - würde sich ihr Inhalt im Jahre 2012 nicht so absurd anhören und würde er nicht eher zu dem italienischen Richter passen, der die Ansicht vertrat Frauen in Jeans könnten gar nicht vergewaltigt werden.
Es geht um den sexuellen Übergriff auf ein 15 jähriges Mädchen und dem Freispruch des Täters. Begründet durch Staatsanwältin und Richterin (schockierender Weise eben auch noch Frauen), mit dem Mangel an Gegenwehr des Opfers.

Anhand der Reaktionen auf das Urteil erlaube ich mir die Ansicht, dass sich durchaus etwas verändert hat in der Gesellschaft. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass eine Frau, die sich nicht innerhalb der sehr engen Grenzen, die die Gesellschaft für ihr Geschlecht gesteckt hat, bewegt oder die nicht von männlichen Mitgliedern der Familie beschützt wird, automatisch als Freiwild gilt.
(Ja, es gibt diese Reaktionen noch, aber sie kommen von eklige Außenseitern und die werden behandelt wie eklige Außenseiter.)
Schockierend ist auch die Analyse von Udo Vetter, nach der das Urteil nach geltendem Recht so wohl völlig in Ordnung ist. Seiner Warnung vor einer Verschärfung kann ich allerdings nicht zustimmen.
Meiner Meinung nach, sind wir im gesellschaftlichen Konsens längst über das “Nein bedeutet Nein” hinaus und längst bei einem “Alles was nicht Ja ist, ist ein Nein.”
Es ist natürlich so, dass ich mit 99,9999998… Periode % der Weltbevölkerung keinen sexuellen Umgang haben möchte. Punkt.
Es ist sogar so, dass ich jede ungebetene Berührung oder jeden verbalen sexuellen Übergriff als eben das bewerte und entsprechend beantworte. Was in der Praxis bedeutet, dass ich mich umgehend um die Eigensicherung kümmere und danach um den Rest.
Ich gehe schlicht davon aus, dass es 99.999998Periode% der Weltbevölkerung genau so sehen wie ich.
Wir sind keine Primaten mehr, die sich von Baum zu Baum schwingen und im Vorbeigehen mal Casual Sex haben. Wir sind zivilisatorisch geprägte Homo Sapiens und zu sexuellen Handlungen gehört Kontext und Konsens.
Alles andere ist ein Übertreten fremder Grenzen, mindestens eklig und nicht selten ein Verbrechen.
Das kann ja durchaus ein Metakonsens sein. Wenn ich in einen Darkroom gehe, würde ich mich hinterher nicht darüber beschweren, wenn es zum Geschlechtsverkehr käme. Wenn ich mich zu einem One-Night-Stand verabrede, dann ist auch erst mal ein Metakonsens ausgehandelt, der logisch jederzeit durch ein “Nein, mit dir mag ich dann doch nicht” beendet werden kann.
Will sagen: Ein ‘Nein’ sollte ohnehin nur dann notwendig sein, wenn Kontext und Konsens vorher schon bestanden. In einer bestehenden Beziehung ist es vollkommen okay jederzeit mit Küssen oder Knutschen anzufangen - oder je nach Art der Beziehung auch gleich anders einzusteigen - nur das “Nein, heute nicht” wird dann doch zum Stopschild.
Besteht Kontext und Konsens nicht, ist die Einfahrt immer verboten. Anschauen erlaubt, Anfassen nicht.
Soll Kontext und Konsens hergestellt werden, muß dieser auch klar kommuniziert werden. Eine Einladung mit auf einen Kaffee hochzukommen, ist immer nur eine Einladung zum Kaffee. Es ist lange kein “Ja, ich will Sex mit dir haben”. Hilfe bei den Hausaufgaben, beim Rasen mähen, Reifen wechseln oder auch Geld leihen. Das ist freiwillig gegebene Hilfe. Wer Sex als Gegenleistung erwartet muß meiner Ansicht, damit es nicht als sexueller Übergriff gewertet wird, das vorher kommunizieren. Also “Klar leihe ich dir einen Zehner, aber danach Knickknack …” Meist wird die hilfesuchende Person dann dankend auf das ach so ritterliche Angebot verzichten.
Das bedeutet: auch wenn ein junges Mädchen sich in eine Situation begeben hat, die nicht vernünftig war. Wenn sie sich mit drei Erwachsenen die Drogen konsumieren in einer Wohnung aufgehalten hat, also wenn sie den Schutzraum verlassen hat, den die Gesellschaft für sie vorsieht - was geschehen ist, geschah ohne akzeptablen Kontext und Konsens. Selbst ein “Nein” hätte nicht nötig sein sollen.
Weil kein Ja ein Nein ist.
Sie hat dennoch abgelehnt. Was darauf folgte war - nach meinem Gerechtigkeitsempfinden - eine klare Vergewaltigung.
Sich in die Situation zu begeben war dumm. Sich nicht aus der Situation zu befreien, wegzugehen, um Hilfe zu rufen, war unklug. Das Handeln des Mannes wird dadurch längst nicht gerechtfertigt, denn wer einen Menschen ohne dessen im Vorhinein ausdrücklich erklärten und nicht zurückgenommenen Willen zu sexuellen Handlungen zwingt, handelt unrechtmäßig und gegen jede gesellschaftliche Norm.
Besonders eklig wird der Fall, dass unsere Gesetze dann auszureichen scheinen und sogar übertrieben beschützend sind, wenn es eher um den moralisierenden Aspekt geht.
Der Besitz von Jugendpornographie und sogar Jugendanscheinpornographie wird bestraft.
Eine 15jährige gegen ihren Willen zu penetrieren, nicht.
Es geht um den sexuellen Übergriff auf ein 15 jähriges Mädchen und dem Freispruch des Täters. Begründet durch Staatsanwältin und Richterin (schockierender Weise eben auch noch Frauen), mit dem Mangel an Gegenwehr des Opfers.
Anhand der Reaktionen auf das Urteil erlaube ich mir die Ansicht, dass sich durchaus etwas verändert hat in der Gesellschaft. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass eine Frau, die sich nicht innerhalb der sehr engen Grenzen, die die Gesellschaft für ihr Geschlecht gesteckt hat, bewegt oder die nicht von männlichen Mitgliedern der Familie beschützt wird, automatisch als Freiwild gilt.
(Ja, es gibt diese Reaktionen noch, aber sie kommen von eklige Außenseitern und die werden behandelt wie eklige Außenseiter.)
Schockierend ist auch die Analyse von Udo Vetter, nach der das Urteil nach geltendem Recht so wohl völlig in Ordnung ist. Seiner Warnung vor einer Verschärfung kann ich allerdings nicht zustimmen.
Meiner Meinung nach, sind wir im gesellschaftlichen Konsens längst über das “Nein bedeutet Nein” hinaus und längst bei einem “Alles was nicht Ja ist, ist ein Nein.”
Es ist natürlich so, dass ich mit 99,9999998… Periode % der Weltbevölkerung keinen sexuellen Umgang haben möchte. Punkt.
Es ist sogar so, dass ich jede ungebetene Berührung oder jeden verbalen sexuellen Übergriff als eben das bewerte und entsprechend beantworte. Was in der Praxis bedeutet, dass ich mich umgehend um die Eigensicherung kümmere und danach um den Rest.
Ich gehe schlicht davon aus, dass es 99.999998Periode% der Weltbevölkerung genau so sehen wie ich.
Wir sind keine Primaten mehr, die sich von Baum zu Baum schwingen und im Vorbeigehen mal Casual Sex haben. Wir sind zivilisatorisch geprägte Homo Sapiens und zu sexuellen Handlungen gehört Kontext und Konsens.
Alles andere ist ein Übertreten fremder Grenzen, mindestens eklig und nicht selten ein Verbrechen.
Das kann ja durchaus ein Metakonsens sein. Wenn ich in einen Darkroom gehe, würde ich mich hinterher nicht darüber beschweren, wenn es zum Geschlechtsverkehr käme. Wenn ich mich zu einem One-Night-Stand verabrede, dann ist auch erst mal ein Metakonsens ausgehandelt, der logisch jederzeit durch ein “Nein, mit dir mag ich dann doch nicht” beendet werden kann.
Will sagen: Ein ‘Nein’ sollte ohnehin nur dann notwendig sein, wenn Kontext und Konsens vorher schon bestanden. In einer bestehenden Beziehung ist es vollkommen okay jederzeit mit Küssen oder Knutschen anzufangen - oder je nach Art der Beziehung auch gleich anders einzusteigen - nur das “Nein, heute nicht” wird dann doch zum Stopschild.
Besteht Kontext und Konsens nicht, ist die Einfahrt immer verboten. Anschauen erlaubt, Anfassen nicht.
Soll Kontext und Konsens hergestellt werden, muß dieser auch klar kommuniziert werden. Eine Einladung mit auf einen Kaffee hochzukommen, ist immer nur eine Einladung zum Kaffee. Es ist lange kein “Ja, ich will Sex mit dir haben”. Hilfe bei den Hausaufgaben, beim Rasen mähen, Reifen wechseln oder auch Geld leihen. Das ist freiwillig gegebene Hilfe. Wer Sex als Gegenleistung erwartet muß meiner Ansicht, damit es nicht als sexueller Übergriff gewertet wird, das vorher kommunizieren. Also “Klar leihe ich dir einen Zehner, aber danach Knickknack …” Meist wird die hilfesuchende Person dann dankend auf das ach so ritterliche Angebot verzichten.
Das bedeutet: auch wenn ein junges Mädchen sich in eine Situation begeben hat, die nicht vernünftig war. Wenn sie sich mit drei Erwachsenen die Drogen konsumieren in einer Wohnung aufgehalten hat, also wenn sie den Schutzraum verlassen hat, den die Gesellschaft für sie vorsieht - was geschehen ist, geschah ohne akzeptablen Kontext und Konsens. Selbst ein “Nein” hätte nicht nötig sein sollen.
Weil kein Ja ein Nein ist.
Sie hat dennoch abgelehnt. Was darauf folgte war - nach meinem Gerechtigkeitsempfinden - eine klare Vergewaltigung.
Sich in die Situation zu begeben war dumm. Sich nicht aus der Situation zu befreien, wegzugehen, um Hilfe zu rufen, war unklug. Das Handeln des Mannes wird dadurch längst nicht gerechtfertigt, denn wer einen Menschen ohne dessen im Vorhinein ausdrücklich erklärten und nicht zurückgenommenen Willen zu sexuellen Handlungen zwingt, handelt unrechtmäßig und gegen jede gesellschaftliche Norm.
Besonders eklig wird der Fall, dass unsere Gesetze dann auszureichen scheinen und sogar übertrieben beschützend sind, wenn es eher um den moralisierenden Aspekt geht.
Der Besitz von Jugendpornographie und sogar Jugendanscheinpornographie wird bestraft.
Eine 15jährige gegen ihren Willen zu penetrieren, nicht.
Verwandte Links:
Frauen und die Technologiekritik
Mich treibt da seit Tagen ein Gedanke um. Um genau zu sein, seit Spitzer mit seinem Machwerk zum Waldsterben beiträgt und die Talkshow-Maschine rollt.
Vorweg, ihr wisst ja, dass ich kein Freund von Frauenquoten bin ... yadda .. blablbla. Aber dennoch:
Ist es euch aufgefallen, dass nur Männer gegen Spitzer auf der Pro-Neue-Medien-Seite antreten dürfen?
Nicht, dass Johnny keine prima Wahl gewesen wäre oder dass Nilz nicht prima hätte das verbale LART schwingen können, wenn er denn gewollt hätte. Dennoch finde ich es erstaunlich wie selten Frauen in den deutschen Medien technikfreundliche Positionen vertreten dürfen.
Sicher, manchmal erinnert sich ein Redakteur, dass Kathrin Passig schon mal prima Dinge zur Technologiekritik gesagt hat. Aber schon auf Juli Zeh oder Rena Tangens greift man vor allem dann zurück, wenn sie zum Beispiel mangelnden Datenschutz kritisieren können. Wichtige Technologiekritik, aber eben doch Kritik.
Wenn Frauen zu Technologie und neuen Medien in Talkshows eingeladen werden, dann als Warner, Panikmacher, Bedenkenträger und Ewiggestrige. Dann dürfen sie kuhäugig in der Gegend herumschauen und Sätze sagen, für die ich sie liebend gerne eine Stunde lang hinter geschlossenen Türen einschreien würde. Einfach, weil sie das Klischee das Frauen keine Ahnung von Technik haben, ohne Not am Leben erhalten.
Es ist nur leider so, dass - meiner Ansicht nach - gerade die Frauenbewegung an dieser Entwicklung gerüttelt mitschuldig ist. Immer wieder wird behauptet, wie schwer Frauen es doch in technischen Berufen hätten und jeder Entwicklung wird erst mal kritisch gegenübergestanden. Denn Technik wird ja prinzipiell von Männern erfunden/entwickelt und ist alleine dadurch schon unweiblich und schlecht. Das gipfelte so um 1994/1995 sogar in Überlegungen doch ein eigenes Internet aufzubauen, weil das eigentliche Internet war ja von Männer entwickelt und deswegen für Frauen ... und so weiter. Deswegen wolle man dann lieber ein eigenes Netz erfinden, dass zwar quasi das Internet gewesen wäre, aber eben weiblich. Oder so.
Keine guten Vorraussetzungen also, dass Frauen endlich anders wahrgenommen werden, als als Bremser, Technologiefeinde oder technisch herausgefordert. Ihnen wird nur die Rolle als ewige Mahner zuerkannt.
Und das kotzt mich an.
Vorweg, ihr wisst ja, dass ich kein Freund von Frauenquoten bin ... yadda .. blablbla. Aber dennoch:
Ist es euch aufgefallen, dass nur Männer gegen Spitzer auf der Pro-Neue-Medien-Seite antreten dürfen?
Nicht, dass Johnny keine prima Wahl gewesen wäre oder dass Nilz nicht prima hätte das verbale LART schwingen können, wenn er denn gewollt hätte. Dennoch finde ich es erstaunlich wie selten Frauen in den deutschen Medien technikfreundliche Positionen vertreten dürfen.
Sicher, manchmal erinnert sich ein Redakteur, dass Kathrin Passig schon mal prima Dinge zur Technologiekritik gesagt hat. Aber schon auf Juli Zeh oder Rena Tangens greift man vor allem dann zurück, wenn sie zum Beispiel mangelnden Datenschutz kritisieren können. Wichtige Technologiekritik, aber eben doch Kritik.
Wenn Frauen zu Technologie und neuen Medien in Talkshows eingeladen werden, dann als Warner, Panikmacher, Bedenkenträger und Ewiggestrige. Dann dürfen sie kuhäugig in der Gegend herumschauen und Sätze sagen, für die ich sie liebend gerne eine Stunde lang hinter geschlossenen Türen einschreien würde. Einfach, weil sie das Klischee das Frauen keine Ahnung von Technik haben, ohne Not am Leben erhalten.
Es ist nur leider so, dass - meiner Ansicht nach - gerade die Frauenbewegung an dieser Entwicklung gerüttelt mitschuldig ist. Immer wieder wird behauptet, wie schwer Frauen es doch in technischen Berufen hätten und jeder Entwicklung wird erst mal kritisch gegenübergestanden. Denn Technik wird ja prinzipiell von Männern erfunden/entwickelt und ist alleine dadurch schon unweiblich und schlecht. Das gipfelte so um 1994/1995 sogar in Überlegungen doch ein eigenes Internet aufzubauen, weil das eigentliche Internet war ja von Männer entwickelt und deswegen für Frauen ... und so weiter. Deswegen wolle man dann lieber ein eigenes Netz erfinden, dass zwar quasi das Internet gewesen wäre, aber eben weiblich. Oder so.
Keine guten Vorraussetzungen also, dass Frauen endlich anders wahrgenommen werden, als als Bremser, Technologiefeinde oder technisch herausgefordert. Ihnen wird nur die Rolle als ewige Mahner zuerkannt.
Und das kotzt mich an.
Brenne, unwertes Leben
Seit in Stuttgart der Bahnhof vergraben werden soll, zweifele ich, dass die Sicherheit körperbehinderter Reisender wirklich gegeben ist. Zwei Aufzüge, an den Enden der Gleise, die sich ziemlich wahrscheinlich im üblichen Wartungszustand "defekt" befinden, das entspricht nicht dem, was ich unter barrierefrei und sicher verstehe.
Nun kommt heute dieses Schmankerl zum Problem-BER, dem Flughafen-Neubau nahe Berlin, hereingeflattert:
Zeit, sich bewust zu machen, welche Art Denken hinter dieser Umsetzung von 'Barrierefreiheit' steht.
Es war von Anfang an das Ziel, körperbehinderte Menschen aus den Fluchttunneln fernzuhalten. Jungen, leistungsfähigen Menschen sollen keine Krüppel den Weg in die Sicherheit versperren. Die Passage soll frei und Staus vermeidbar bleiben, in dem jenen der Zugang von vorneherein unmöglich gemacht wird. Die weniger wertvollen, weil immerhin behinderten Menschen, sollen entgegen jedem Fluchtreflex im brennenden Gebäude verbleiben. An Orten, die angeblich besonders vor Rauch geschützt sind - aber irgendwie müssen diese ja auch bis zuletzt betreten werden können.
Dort sollen sie ausharren, nicht wissend wann und ob Rettung kommt oder sie vielleicht schon von Flammen eingeschlossen sind. Sie müssen gänzlich auf die baulichen Maßnahmen und die Technik vertrauen. Technik, die gerade im Brandfall irgendwann ihren Dienst verweigern wird. Allen, die sich auf den eigenen Beinen vorwärts bewegen können, empfiehlt natürlich niemand im Gebäude und in den speziell gekennzeichneten Bereichen auszuharren, denn:
Der Rauch wird kommen, der Sauerstoff irgendwann aufgebraucht sein. Aber alle, die man dort abgestellt hat, waren ja vorher schon defekt.
Nun kommt heute dieses Schmankerl zum Problem-BER, dem Flughafen-Neubau nahe Berlin, hereingeflattert:
In diesem Brief an einen Bürger, der sich über die fehlende Barrierefreiheit des BER beschwert, räumt Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, zugleich Aufsichtsrat in der Flughafengesellschaft, ein: „Ihre Bobachtung ist richtig, die Fluchttunnel können von Rollstuhlfahrern nicht benutzt werden.“
Stattdessen sollen Behinderte im Katastrophenfall in „ausgeschilderten Wartezonen“ ausharren, bis die Feuerwehr sie in Sicherheit bringt. Zur Beruhigung heißt es: „Diese Zonen sind besonders vor Rauch geschützt.“
Quelle: BZ Berlin
Zeit, sich bewust zu machen, welche Art Denken hinter dieser Umsetzung von 'Barrierefreiheit' steht.
Es war von Anfang an das Ziel, körperbehinderte Menschen aus den Fluchttunneln fernzuhalten. Jungen, leistungsfähigen Menschen sollen keine Krüppel den Weg in die Sicherheit versperren. Die Passage soll frei und Staus vermeidbar bleiben, in dem jenen der Zugang von vorneherein unmöglich gemacht wird. Die weniger wertvollen, weil immerhin behinderten Menschen, sollen entgegen jedem Fluchtreflex im brennenden Gebäude verbleiben. An Orten, die angeblich besonders vor Rauch geschützt sind - aber irgendwie müssen diese ja auch bis zuletzt betreten werden können.
Dort sollen sie ausharren, nicht wissend wann und ob Rettung kommt oder sie vielleicht schon von Flammen eingeschlossen sind. Sie müssen gänzlich auf die baulichen Maßnahmen und die Technik vertrauen. Technik, die gerade im Brandfall irgendwann ihren Dienst verweigern wird. Allen, die sich auf den eigenen Beinen vorwärts bewegen können, empfiehlt natürlich niemand im Gebäude und in den speziell gekennzeichneten Bereichen auszuharren, denn:
Der Rauch wird kommen, der Sauerstoff irgendwann aufgebraucht sein. Aber alle, die man dort abgestellt hat, waren ja vorher schon defekt.
Gedanken zur Quote
(Frauen)Quoten sind das "Wir tun was"-Feigenblatt der Menschen, die die Atmosphäre in einer Organisation für weniger Bullshit-resistente Menschen unerträglich machen, aber an den Ursachen selbst nichts verändern wollen.
Koinzidenzen
Eine Frage kam mir gerade: Die Eltern, die der Ansicht sind, dass das Internet nichts mit dem wahren Leben zu tun hätte und Online-Freunde keine echten Freunde sind ... sind das die gleichen Eltern, die Kindergärten verbieten Essen mit Eiern zuzubereiten und sie nötigen an Ostern wegen potenziellen Salmonellen Plastikeier zu bemalen?
Urheberrechtsdebatte: Es geht nicht nur um Geld
Wer glaubt, in der aktuellen Urheberrechtsdiskussion ginge es nur um Geld, der irrt. Niki Stein - ein Mann, der gerade mal 10 Jahre älter ist als ich, aber argumentiert wie ein unbeweglicher Greis - gibt die Stoßrichtung vor:
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/tatort-regisseur-niki-stein-unter-piraten-11723444.html
Also ein Blog ist schon mal gar keine persönliche, geistige Schöpfung, das Gedicht eines Studienrats aber schon. Qualität egal. Gleich mehrere entlarvende Punkte verstecken sich in diesem Zitat.
Derzeit droht sich das Verständnis des kulturellen Kanons auf neue Kulturformen auszuweiten. Blogs gelten jetzt, ausser bei Niki Stein, jetzt schon nicht mehr als Schmuddelkinder. Journalisten bloggen, Autoren bloggen, Musiker bloggen, Schauspieler bloggen und spätestens seit anerkannte Autoritäten dieses Medium für sich entdeckt haben, wird auch der gemeine Blogger von den Medien, der Wirtschaft und später auch von den kulturellen Meinungsführern wahr und ernst genommen. Die Gleichsetzung von Blogs mit Meinungsführermedien wie Zeitungen ist weit entfernt am Horizont schon erkennbar.
Heute werden ehemalige "Schundgenre" wie Science Fiction und Fantasy nicht nur als äusserst ertragreich wahrgenommen. Tolkien, Philip Pullman oder J.K. Rowling haben längst den Einzug in die Schulbücher und -Lektüre geschafft und werden nicht mal nur in schmuddeligen Aussenseiterstudiengängen besprochen, sondern zählen ganz selbstverständlich zum Kulturerbe.
Die Gefahr, dass demokratischere Kulturformen, die noch am stärksten durch das alte Urheberrecht blockiert werden, wie die z.B. Mashup- und Remixkultur, einen ähnlichen Weg gehen könnten, besteht zumindest.
Mit anderen Worten: Beim Kampf um das Urheberrecht, und gerade der heute öffentlich gemachten Aktion, geht es nicht nur um Geld. Es geht um Definitionsmacht wer ein Urheber sein darf, welche Kulturformen man hochkommen läßt und welche man kleinzuhalten versucht. Es geht darum die Konkurrenz fern zu halten und den Urheber-Pool rein und unverwässert durch Hobbyisten, Dilettanten und Laien. Es geht darum, wer in Zukunft von Medien und Autoritäten umschmeichelt, wer auf ein Podest gestellt und wessen Hintern geküsst wird.
Ein Werk ist nach Paragraph 2 Urheberrechtsgesetz eine persönliche geistige Schöpfung. Auch eine tolle Software kann das sein, ein Blog wohl eher nicht, aber sicher das Gedicht, das ein pensionierter Studienrat ins Netz stellt.
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/tatort-regisseur-niki-stein-unter-piraten-11723444.html
Also ein Blog ist schon mal gar keine persönliche, geistige Schöpfung, das Gedicht eines Studienrats aber schon. Qualität egal. Gleich mehrere entlarvende Punkte verstecken sich in diesem Zitat.
- Neuere Kulturformen sind mit Mißtrauen und Zweifel zu betrachten.
- Demokratische Kulturformen sind per se erst mal keine Schöpfung, da nicht durch durch den aktuell gültigen kulturellen Kanon gedeckt.
- Wer seine Schöpfung als Kultur definieren dürfen will, braucht eine Legitimation, die in Form eines anerkannten Berufsbildes oder aus der Definition des kulturellen Kanons entspringen kann.
Derzeit droht sich das Verständnis des kulturellen Kanons auf neue Kulturformen auszuweiten. Blogs gelten jetzt, ausser bei Niki Stein, jetzt schon nicht mehr als Schmuddelkinder. Journalisten bloggen, Autoren bloggen, Musiker bloggen, Schauspieler bloggen und spätestens seit anerkannte Autoritäten dieses Medium für sich entdeckt haben, wird auch der gemeine Blogger von den Medien, der Wirtschaft und später auch von den kulturellen Meinungsführern wahr und ernst genommen. Die Gleichsetzung von Blogs mit Meinungsführermedien wie Zeitungen ist weit entfernt am Horizont schon erkennbar.
Heute werden ehemalige "Schundgenre" wie Science Fiction und Fantasy nicht nur als äusserst ertragreich wahrgenommen. Tolkien, Philip Pullman oder J.K. Rowling haben längst den Einzug in die Schulbücher und -Lektüre geschafft und werden nicht mal nur in schmuddeligen Aussenseiterstudiengängen besprochen, sondern zählen ganz selbstverständlich zum Kulturerbe.
Die Gefahr, dass demokratischere Kulturformen, die noch am stärksten durch das alte Urheberrecht blockiert werden, wie die z.B. Mashup- und Remixkultur, einen ähnlichen Weg gehen könnten, besteht zumindest.
Mit anderen Worten: Beim Kampf um das Urheberrecht, und gerade der heute öffentlich gemachten Aktion, geht es nicht nur um Geld. Es geht um Definitionsmacht wer ein Urheber sein darf, welche Kulturformen man hochkommen läßt und welche man kleinzuhalten versucht. Es geht darum die Konkurrenz fern zu halten und den Urheber-Pool rein und unverwässert durch Hobbyisten, Dilettanten und Laien. Es geht darum, wer in Zukunft von Medien und Autoritäten umschmeichelt, wer auf ein Podest gestellt und wessen Hintern geküsst wird.



