DIY: Dust Puppy Making Of
An sich ist es ja das totale Klischee:
Der Mann kommt nach Hause. Aus der Küche riecht es nach frisch gebackenem Brot und die Gattin sitzt auf der Couch, stopft und stickt.
Auch noch ein Klischee wenn DAS dabei herauskommt?

Begonnen hat es mit diesem Problem. Motten waren nicht wirklich lieb zu einem kuschligen, warmen Wollpulli. Der Gesamtzustand machte ihn eigentlich zu schade zum Wegwerfen, aber ein Loch mitten auf der Brust repariert man auch nicht einfach mal so, dass der Pulli hinterher wieder ansehnlich ist. Na gut, meine handarbeitsbegabten Großmütter hätten es vielleicht hingekommen .. ich Handarbeitsverweigerer sicherlich nicht. Aber selbst ich lasse mich zu früher zutiefst verhassten Tätigkeiten hinreissen, wenn ein geekiges Endergebnis vor dem inneren Auge steht.
Begonnen habe ich ....
... mit der lästigen Aufgabe des Stopfens. Mangels Stopfei oder -pilz diente ein Glasschälchen als Hilfsmittel. ( Danke an Maex für diese Idee!) Schön ist das Gestopfte nicht, und auch total schnuddelig. Aber man sieht es ja im Endeffekt auch nicht mehr und es soll vor allem verhindern dass sich das Loch vergrößert und sich Laufmaschen bilden.
Der Stickrahmen wurde beim Stopfen nicht benutzt, er diente mir nur als Lagemarkierung für den Dustpuppy-Körper und half den Körper schön rund werden zu lassen. Ich hatte ihn nur schon auf den Pulli gefummelt bevor ich mich dran erinnerte das ich ein Bild machen wollte.Und ich scheute die Mühe das zu wiederholen.

Am Körper sieht man das sich meine Stickkünste im Vergleich zur Grundschule nicht wirklich verbessert haben. Kein Wunder, hab ich die Arbeit nach vielen frustrierenden Stunden im Handarbeitsunterricht (nur Jungen durften Werken und das im 20. Jahrhundert!) gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Aber ... der Murks in der Mitte wird ja später von den Augen kaschiert. Glücklicherweise. Benutzt habe ich hier schwarze Angorawolle.

Die Augen habe ich erst auf Papier vorgezeichnet, ausgeschnitten, dann aus Fleece aufgeschnitten und dann auf dem Pulli festgesteckt damit das ganze beim Anheften nicht verrutscht. Beim Anheften haben sich dann leider schwarze Fusseln der Angorawolle durch den weißen Fleece gezogen. Dadurch haben die Augen so einen 'Schmutzrand'.

Die schwarzen Pupillen habe ich nicht vorgezeichnet, nur frei Schnauze aus doppelt genommenem, schwarzen Fleece ausgeschnitten. Macht natürlich auch etwas weniger Aufwand als zwei einzelne Pupillen anzunähen (*faul*). Damit sieht das Dust Puppy auch schon richtig nach Dustpuppy aus. Selbst ohne Füße. Aber ein Dustpuppy braucht Füße damit es ein Dustpuppy ist.
Das einzig vorhandene Fleece im Haus, welches so in etwa in Richtung Hautfarbe ging war rosafarben. Meinem Göttergatten eigentlich zu rosa, aber die Füßchen sind ja nicht soo groß, also habe ich ihn eben mal überstimmt.

Auch die Füße habe ich Freihand nach der Vorlage erst einmal vorgezeichnet und dann aus - wieder mal - doppelt genommenem Fleece ausgeschnitten. Wollte mich da nicht noch mit rechtem Fuß und linkem Fuß verheben.
Dabei ist mit dann aufgefallen das es keine dumme Idee gewesen wäre, die Füße zuerst aufzunähen udn den Körper dann darüberzusticken. Aber zu spät ist zu spät. Also hab ich die Füße oben etwas eingeschnitten und zwischen die Haare geschoben, damit es nicht ganz so unbeholfen angesetzt aussieht.

Damit die Füße nicht aussehen wie zwei rosafarbene Bollen an einem fluffigen Körper, habe ich mit schwarzem Nähgarn Zehen zumindest angedeutet. Wieder einmal sieht man das Sticken nicht gerade meine Paradefähigkeit ist. Aber hei... aus dem scheinbar rettungslos verlorenen Pulli wurde ein echtes Geek-Kleidungsstück.
Gesamtarbeitszeit: ca. 5-6 Stunden
Danke an Illiad für die Inspiration und ein Jahrzehnt Userfriendly.
Der Mann kommt nach Hause. Aus der Küche riecht es nach frisch gebackenem Brot und die Gattin sitzt auf der Couch, stopft und stickt.
Auch noch ein Klischee wenn DAS dabei herauskommt?
Begonnen hat es mit diesem Problem. Motten waren nicht wirklich lieb zu einem kuschligen, warmen Wollpulli. Der Gesamtzustand machte ihn eigentlich zu schade zum Wegwerfen, aber ein Loch mitten auf der Brust repariert man auch nicht einfach mal so, dass der Pulli hinterher wieder ansehnlich ist. Na gut, meine handarbeitsbegabten Großmütter hätten es vielleicht hingekommen .. ich Handarbeitsverweigerer sicherlich nicht. Aber selbst ich lasse mich zu früher zutiefst verhassten Tätigkeiten hinreissen, wenn ein geekiges Endergebnis vor dem inneren Auge steht.
Begonnen habe ich ....
... mit der lästigen Aufgabe des Stopfens. Mangels Stopfei oder -pilz diente ein Glasschälchen als Hilfsmittel. ( Danke an Maex für diese Idee!) Schön ist das Gestopfte nicht, und auch total schnuddelig. Aber man sieht es ja im Endeffekt auch nicht mehr und es soll vor allem verhindern dass sich das Loch vergrößert und sich Laufmaschen bilden.
Der Stickrahmen wurde beim Stopfen nicht benutzt, er diente mir nur als Lagemarkierung für den Dustpuppy-Körper und half den Körper schön rund werden zu lassen. Ich hatte ihn nur schon auf den Pulli gefummelt bevor ich mich dran erinnerte das ich ein Bild machen wollte.Und ich scheute die Mühe das zu wiederholen.
Am Körper sieht man das sich meine Stickkünste im Vergleich zur Grundschule nicht wirklich verbessert haben. Kein Wunder, hab ich die Arbeit nach vielen frustrierenden Stunden im Handarbeitsunterricht (nur Jungen durften Werken und das im 20. Jahrhundert!) gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Aber ... der Murks in der Mitte wird ja später von den Augen kaschiert. Glücklicherweise. Benutzt habe ich hier schwarze Angorawolle.
Die Augen habe ich erst auf Papier vorgezeichnet, ausgeschnitten, dann aus Fleece aufgeschnitten und dann auf dem Pulli festgesteckt damit das ganze beim Anheften nicht verrutscht. Beim Anheften haben sich dann leider schwarze Fusseln der Angorawolle durch den weißen Fleece gezogen. Dadurch haben die Augen so einen 'Schmutzrand'.
Die schwarzen Pupillen habe ich nicht vorgezeichnet, nur frei Schnauze aus doppelt genommenem, schwarzen Fleece ausgeschnitten. Macht natürlich auch etwas weniger Aufwand als zwei einzelne Pupillen anzunähen (*faul*). Damit sieht das Dust Puppy auch schon richtig nach Dustpuppy aus. Selbst ohne Füße. Aber ein Dustpuppy braucht Füße damit es ein Dustpuppy ist.
Das einzig vorhandene Fleece im Haus, welches so in etwa in Richtung Hautfarbe ging war rosafarben. Meinem Göttergatten eigentlich zu rosa, aber die Füßchen sind ja nicht soo groß, also habe ich ihn eben mal überstimmt.
Auch die Füße habe ich Freihand nach der Vorlage erst einmal vorgezeichnet und dann aus - wieder mal - doppelt genommenem Fleece ausgeschnitten. Wollte mich da nicht noch mit rechtem Fuß und linkem Fuß verheben.
Dabei ist mit dann aufgefallen das es keine dumme Idee gewesen wäre, die Füße zuerst aufzunähen udn den Körper dann darüberzusticken. Aber zu spät ist zu spät. Also hab ich die Füße oben etwas eingeschnitten und zwischen die Haare geschoben, damit es nicht ganz so unbeholfen angesetzt aussieht.
Damit die Füße nicht aussehen wie zwei rosafarbene Bollen an einem fluffigen Körper, habe ich mit schwarzem Nähgarn Zehen zumindest angedeutet. Wieder einmal sieht man das Sticken nicht gerade meine Paradefähigkeit ist. Aber hei... aus dem scheinbar rettungslos verlorenen Pulli wurde ein echtes Geek-Kleidungsstück.
Gesamtarbeitszeit: ca. 5-6 Stunden
Danke an Illiad für die Inspiration und ein Jahrzehnt Userfriendly.
Influenza Virus, unvollständig
Mir ist die Wolle erst mal ausgegangen, leider, aber mein Göttergatte musste es schon mal ablichten.




