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March '10



Piratinnen: Der offene Brief - Vielfalt statt Grabenkämpfe

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Gemeinsam mit einigen anderen Piraten - jedweden Geschlechts - entstand folgender, offener Brief, der sich an die Initiatorinnen der Piratinnen-Initiative richtet:




Zahlreiche Piraten – jedweden Geschlechts – lehnen den Vorstoß der „Piratinnen“ aus Berlin entschieden ab. Wurde im Bundestagswahlkampf das Genderthema noch von außen an die Partei herangetragen, so ist es umso überraschender, dass diesmal in einer völlig unkoordinierten und intransparenten Initiative eine Genderdiskussion von den eigenen Leuten gezielt in die Medien gebracht wird. Die Initiatorinnen der Diskussion nehmen für sich in Anspruch, für die Mehrheit der Frauen innerhalb der Piratenpartei zu sprechen – ohne jemals vorher den Dialog gesucht zu haben. Es wäre zumindest angebracht gewesen, diese Idee für den Bundesparteitag vorzuschlagen.Vor allem die Herausgabe einer unautorisierten Pressemitteilung sorgte für einigen Unmut, denn diese Genderfrage ist höchst umstritten.

Geschlechterpolitik ist von Beginn an Thema innerhalb der Partei gewesen, jedoch scheint der Vorstoß der Initiatiorin Lena Simon ohne jede Rücksprache mit den entsprechenden Arbeitsgruppen stattgefunden zu haben. Außer der PM wurden auch direkte Interviews mit der TAZ und SpON geführt. Erst mit den Medien zu sprechen halten wir für den falschen Weg!



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Posted by Mela Eckenfels

03/04/2010 at 00:05:28

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Piratinnen: Gedanken zur Nacht

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Spassenshalber hab ich nun mal auf Piratinnen@Piratenwiki durchgeklickt. Die Mitglieder sind natürlich Frauen. Ganze vier Stück.. Hört hört... von denen sich eine schon wieder halb abgesetzt hat.

Die Sympathisanten sind aktuell (Mon Mar 1 02:30:34 CET 2010) komplett männlich. Keine einzige Frau hat sich hier eingetragen.

Bei den Gegnern allerdings, ist bereits der 3. Eintrag erkennbar weiblich. Einer schnellen Zählung nach, sind es deutlich über 10 Frauen, die sich gegen den Mimimimi-Vorstoß aus Berlin richten und ich habe nun (anders als bei den Sympathisanten) nicht in alle Profile reingesehen, um festzustellen ob hinter einem neutralen Nick vielleicht doch eine Frau steckt.


Ich frage mich ob die Sympathisanten vielleicht in die "Mann muß hilflose Frau beschützen"- und die "Nur wer für Feminismus ist, ist kein chauvinistisches Arschloch"-Falle getappt sind.

Haben die Frauen also ein Problem in der Piratenpartei? Und geht es uns besser wenn wir auf die Kerle hören und einige Prinzesschen die - abgesehen von diesem Vorstoß und dem Trällern eines Liedchens - noch nie durch exzessive Parteiarbeit aufgefallen sind?





Posted by Mela Eckenfels

03/01/2010 at 02:37:00

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Kurze Twitterschau zum Piratinnen-Gender-Fail

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1. ERWEITERUNG

Wir brauchen ja so dringend einen Schonraum für Frauen. Weil wir Frauen so zart und unsicher sind und uns nicht trauen. Unsicher sein ist sowieso ein reines Frauenproblem.

Aber irgendwie sehen Frauen auf Twitter das doch ein bisschen anders:

Twitter-Screenshot
iLoreene: ja schon... ich fühl mich hier ja auch völlig unterdrückt... NIE darf ich was machen xD #mimimi #female #pirat ( @MrNotSure @Michl8383 )


Twitter-Screenshot
PinkPueppi: Klar machen zum Gendern sucks... und auf Piratinnen kann ich getrost verzichten #lmvb #piratinnen-


Twitter-Screenshot
CaeVye: Natürlich haben wir heute nicht die volle Gleichstellung. Den Chauvinismus der 70er haben wir aber auch nicht mehr. #piraten #reality-check


Diese Ablehnung auch und gerade durch Frauen? Beinharte Feministinnen packen sofort wieder die 'Stockholm Syndrom'-Theorie der unterdrückten und gehirngewaschenen Frauen aus. Das Totschlagargument um die Gegner zum Schweigen zu bringen, die sich keinen Sand in die Augen streuen lassen, sondern erkennen, dass es sich um eine geschickte Hintenrum-Taktik handelt, um einer kleinen Gruppe - bevorzugt deren AnführerInnen - einen unrechtmässig höheren Happen an Macht und Einfluß einzubringen. Vorgebracht unter der Mimimimimi-Flagge der angeblichen Benachteiligung:



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Posted by Mela Eckenfels

02/28/2010 at 19:24:36

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Flüchtige Gedanken zu Piratinnen

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Piratinnen - Klarmachen zum Gendern.

Wird heutzutage über einen Sprecher in einem - wie auch immer gearteten - Kreis Zuhörer die Augen verdreht, liegt es häufiger daran, dass der Sprecher Bullshit redet oder einfach nicht über das Gesagte nachgedacht hat, als daran, dass der Sprecher männlich oder weiblich ist.

Dem Ruf nach einem augenverdreh-freien Umfeld liegt oft eher der Wunsch zugrunde, unwidersprochen Bullshit reden zu dürfen und kein zweites Mal nachdenken zu müssen, als tatsächliche Ablehnung durch Andere.

Unwidersprochen im eigenen Saft Bullshit zu reden, hilft niemandem. Helfen würde jenen Dreibeinern, jenen menstruierenden Mitgliedern der Gesellschaft, jenen Weder-Nochs und jenen Beides, die ein Problem mit dem Augenverdrehen haben, Mittel an die Hand zu geben, über verdrehten Augen zu stehen. Aber auch das Mittel, eigene Positionen einem Realitätscheck zu unterziehen. Beides erreicht man nicht in abgeschlossenen Zirkeln.


Posted by Mela Eckenfels

02/28/2010 at 15:11:21

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Causa König und die Meinungsfreiheit

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Nach Andis Blogpost hatte ich ja Hoffnungen, dass der Vorstand dazu übergeht Aaron Stefan König etwas einzubremsen und ihn auf ein parteiverträgliches Maß zu bringen, bis wir dann im Frühjahr endlich die Chance erhalten ihn nicht neu zu wählen.

Leider scheint Andi auf nicht allzuviel Rückhalt zu stoßen. Zumindest nicht beim Ex-Vorstand. Anders kann ich mir das nicht erklären:




Twitter - Dirk Hillbrecht
Traurig: Ohne Rücksicht auf Satzung und Grundwerte versuchen #aaron #koenig rauszumobben:
Dringender Antrag an den Bundesvorstand - Betreff: Blogeintrag Stefan "Aaron" König – Piratenwiki
#piraten #hamburg #fail



Twitter - Dirk Hillbrecht
Voltaire: Ich stürbe für Meinungsfreiheit, auch wenn Meinung nicht gefällt. Piraten: Meinungsfreiheit? Nur für die richtige Meinung. #fail


Dirk stellt die Sache in seinen Beiträgen auf Twitter dar, als solle Aaron seine Meinung verboten werden, aber das ist, gelinde gesagt, Blödsinn ...

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Posted by Mela Eckenfels

02/17/2010 at 21:13:07

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Qualitätsjournalismus Netzsperren

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ARGH!

Heute treibt der Qualitätsjournalismus rund um die Piratenpartei mal wieder heftige Blüten.
Horst Köhler unterschreibt ein Gesetz das die Regierung so wie es ihm vorgelegt wurde nicht mal mehr umsetzen will, aber egal, wir haben ja das Bundesverfassungsgericht dass es in sechs bis sieben Jahren dann wieder richten kann, wenn wir schon Opfer weitreichender Zensurmaßnahmen wurden. Und weil er dadurch scheinbar den staatlichen Dummfug erneut salonfähig gemacht hat, überschlagen sich die Medien darin, Blödsinn über die Gegner zu erzählen.

Nachdem ja gerne mal behauptet wurde das alle Piraten Kinderficker seien und jeder der weiß wie er den DNS-Server umstellt schwer pädokriminell, sind die Piraten ab heute dann auch gegen das Löschen von Kinderpornographie aus dem Netz. Ja, zuhören will gelernt sein.

Doch dem nicht genug. Gerade in den SAT 1-Nachrichten vernommen. "Die Piratenpartei, die sich letztes Jahr aus Protest gegen das Gesetz gegründet hatte."

Qualitätsjournalismus muß nicht viel kosten, wenn man einfach an der Recherche und an der Überprüfung der Fakten spart. Vorbildlich.


Posted by Mela Eckenfels

02/17/2010 at 20:05:26

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In Sachen Aaron Koenig

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Liebe politischen Gegner, liebe Sympatisanten, liebe Mitglieder der politisch interessierten Bevölkerung, liebe Irritierte,


für Aussenstehende mag es vielleicht so aussehen, dass die Parteibasis jeden Griff ins politische Klo des Vorstandsmitglieds Aaron Koenig (eigentlich Stefan Koenig) einfach so akzeptiert. Und da besagtes Vorstandsmitglied, trotz nachgewiesener politischer Instinktlosigkeit und dem Bruch seiner Versprechen immer noch nicht die Cojones zeigt, den reichlichen, innerparteilichen Rücktrittsforderungen nachzukommen (wir sprachen ja schon über den fehlenden politischen Instinkt), erscheint wohl ein Mißtrauensvotum oder gar ein Antrag auf ein Parteiausschlußverfahren als einzig praktikables Mittel mit der richtigen Aussenwirkung.

Doch keine Sorge. Uns ist keineswegs entgangen, dass die Aussagen des 'Erleuchteten' eher zu anderen Parteien zu passen scheinen.

Bald ist Bundesparteitag, auf den nicht wenige Basis-Piraten alleine schon deswegen lauern um gegen Aaron stimmen zu können, sollte er weiterhin seine Instinktlosigkeit unter Beweis stellen und erneut als Kandidat antreten.

Ihre Mela



P.S.:

Leider kenne ich Dietmar Näher nicht näher (No pun intended), daher ist es mir durchgeschlüpft, was aber dem Schockwellenreiter sofort aufgefallen ist. Der Kommentar unten stammt also nicht vom Politblogger, sondern einen anonymen Aaron-Speichellecker. Gar nicht erst beachten.

(Vielen Dank an Oliver für den Hinweis.)



Posted by Mela Eckenfels

02/11/2010 at 14:57:28

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Piratenpartei: Frauenmangel, warum?

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Ein möglicher Grund wäre ja, dass ein Gutteil der - politisch aktiven - Frauen sich gar nicht für Bürgerrechte interessiert, sondern nur für Frauenrechte. Solangs der eigenen Klientel gut geht, ist alles in Butter. Kämpfen für die Gesamtheit: Nein, danke.

Deswegen gehen sie dann lieber zu den Grünen. Da kann man das lästige Thema ausblenden oder Dank Frauenstatut sabotieren.


Überzogen? Ach, dann lest doch mal das hier.


Und genau deswegen sind die Grünen keine Alternative, wenn es um Politik für das 21. Jahrhundert geht. Wenn es darum geht menschenwürdiges Leben für Alle zu erhalten. Nicht nur für den menstruierenden Teil der Bevölkerung. Da können sie sich noch so sehr aufplustern und behaupten die Piraten wären überflüssig, weil sie die Themen ja schon abdecken würden. Nein, tun sie eben nicht, wenn das grüne Weibsvolk grade keine Lust zum Zuhören hat. Und eine Partei die Grundrechte mißachtet, kann sie auch nicht überzeugend vertreten.


Jens, wir halten dir bei uns schon mal ein Plätzchen warm, ja?


Posted by Mela Eckenfels

02/06/2010 at 20:59:49

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These: Grüne Frauen und andere Feministinnen haben Angst vor weiblichen Piraten

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Sicherlich, die Liebe zwischen den Grünen und der Piratenpartei kann keine ungetrübte sein. Man wendet sich an eine ähnliche Wählergruppe und auf einmal sind die Grünen ihren Ruf losgeworden DIE junge, unverbrauchte und vorwärtsgewandte Partei zu sein. Opportunisten und Karrieregeile gingen schon immer zur CDU/JU, aber die Jungwähler die wirklich etwas bewegen wollen, denken auf einmal nicht mehr als Erstes an die Grünen. Sowas tut weh und da kann man so ein paar Ausfälligkeiten schon mal verstehen Nicht entschuldigen, aber verstehen.

Dennoch hat mich die Heftigkeit und ja - Bösartigkeit - mit der die Feminismus/Sexismus-Diskussion, vor allem auch aus dem grünen Lager heraus, geführt wurde, von Anfang an erstaunt. Teilweise auch sprachlos gemacht.

Zu Beginn war ich der Ansicht, das Kernproblem bestünde darin, dass die 'Kinder' auf einmal alles anders machen müssen als es ihre 'Eltern' gemacht haben. Dass sie deren Werte und für gut erkannte Regeln biologisch rückstandsfrei kompostiert über Bord werfen und die 'Eltern' dementsprechend beleidigt sind. Das klassische "Was für uns gut genug war, ist auch für dich gut genug, mein Sohn/meine Tochter"-Problem.

Nachdem ich den Beitrag von Anicatha gelesen habe, beschleicht mich aber ein weiteres Gefühl.

Wir sind eine Gefahr für (viele, nicht alle) grüne Frauen und Feministinnen. Direkt. Immanent.



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Posted by Mela Eckenfels

12/12/2009 at 16:49:32

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Gesucht: Zwanzigjähriger mit dreißig Jahren Berufserfahrung

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Viele Kritiker der Piratenpartei - allen voran ein nicht näher genanntes Mitglied der Grünen - erwarten von der Piratenpartei frische Politik mit zukunftsweisenden Impulsen gepaart mit 50 Jahren Erfahrung im Politikmachen. Das ist natürlich so blödsinnig wie es klingt, nur kann man das den Kritikern nicht begreiflich machen. Statt dessen wird jeder Anfängerfehler an der Royalrah aufgehängt und sogleich der Untergang der Piratenpartei - wenn nicht gleich der westlichen Zivilisation - vorhergesagt oder herbeigewünscht.

Gepaart immer mit der Aufforderung man müsste unsere Fehler doch beim Namen nennen dürfen und darüber reden. Einige dieser Fehler ... sind allerdings keine, weil sie aus Unwissen oder Falschannahmen der Kritisierenden heraus entstanden sind, die nun einmal keinen Einblick in die Parteiinterna oder den Umgang miteinander innerhalb der Partei haben. Und viel schlimmer: die keinen Einblick haben wollen. Denn fundiert poltern hieße ja zahnlos poltern.

Als plakatives Beispiel kann man hier immer nur wieder die 'Frauenfeindlichkeit' der Piratenpartei anführen, die nur von Menschen vertreten werden kann, die objektiv keine Ahnung haben und sich nur auf "Die Piratenpartei gibt weiblichen Mitgliedern nicht mehr Rechte als männlichen Mitglieder. Das muß wohl Frauenfeindlichkeit sein." berufen können.

Echte, fundierte, unhysterische und sinnvolle Kritik kommt derzeit leider nur aus den eigene Reihen. (Ich hoffe das ändert sich, wenn wir in die Phase kommen in der wir einen Realitätscheck von aussen brauchen. Und ich hoffe dann ist es fundierte, unbeleidigende Kritik frei von Häme.)

Eine exzellente Bestandsaufnahme, und interessante Anregungen für die Zukunft, findet man im Artikel von Marcel-André Casasola Merkle: Es geht ein Schiff nach Irgendwo – Ein Fahrplan für die Piratenpartei.

Mein Dank geht an Marcel-André.



Posted by Mela Eckenfels

12/12/2009 at 13:41:39

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