Broken by Design: Handytickets für den öffentlichen Nahverkehr
In Deutschland, dem angeblichen Land der Tüftler und Erfinder, tut man sich schwer mit diesen neuen .. Dings .. Bumms ... na diesem Internetkram eben, zu dem dieser Smartphone-Mobil-Kram ja auch irgendwie gehört. Besonders sichtbar wird es beim leidigen Thema "Handyticket".

Es könnte so schön einfach sein. Der Berufsreisende läd sich eine App auf sein Smartphone, die ist an einen Micro-Payment-Service geflanscht, er sucht sich vor Ort die benötigte Fahrkarte aus und fährt mit den Öffentlichen statt mit dem Taxi, selbst wenn er gerade kein Kleingeld in der Tasche hat oder sich die Schlange vorm Automaten dreimal um den Block wickelt.
Denkste. Nicht wenige Städte haben zwar ein Handyticket eingeführt, aber scheinbar hat eine Firma (deren Namen hier nicht genannt werden soll, aber einfach mal im Store nach "KVV" suchen) sogar Metropolen wie Frankfurt eingewickelt und ihnen ein Stück Software angedreht, dass mit Schrott noch freundlich bezeichnet ist. Zum Beispiel die KVV-App will mit dem Interface scheinbar 'modern' sein ... modern war die Bedienung im Stil eines einarmigen Banditen aber nur im Las Vegas der 70er Jahre.
Und wer erwartet, wenigstens alle Fahrkartentypen für das gesamte Netz des KVV erwerben zu dürfen, der kann im Off das Hohngelächter der Verantwortlichen hören. Das gesamte Angebot gibt es eben nur am Automat. Warum? Kundenunfreundlichkeit mußte in Deutschland ja noch nie begründet werden. Immerhin erfahren wir auch nicht, warum man beim Handyticket der Deutschen Bahn über die App zwar Plätze im Großraumabteil reservieren kann, die Option "mit Tisch" aber nur auf dem Webinterface zur Verfügung steht.
Ebenfalls ausgelacht wird, wer glaubt, dass er eine App dieser Firma installieren könnte um damit in allen von ihnen betreuten Netzen fahren zu können. Nein. Es gibt natürlich für jede Stadt eine andere App. Vielreisende sollten auf genug App-Space auf dem Smartphone achten. Und auf jeglichen anderen Schnickschnack verzichten.
Auf dem Holzweg ist, wer glaubt sich die App herunterläd könnte dann auch gleich eine Karte kaufen. Nö. Natürlich muß zuerst über das Webinterface der jeweiligen Verkehrsbetriebe ein Account angelegt und die Zahlungsinformationen hinterlegt werden. Und ja, obwohl alles aus einer Softwareschmiede stammt ... für jede App und den dazugehörigen Verkehrsbetrieben ein mal bitte Account anlegen. Der Versuch das mit dem Browser vom Smartphone aus zu erledigen, ist ungefähr so erfolgreich wie die Mühen eines gewissen Tantalos.
Einen winzigen Lichtblick bringen unter anderem die Verkehrsbetriebe aus Hamburg, dem Rhein-Ruhr-Gebiet oder Südbaden. Sie haben sich zur Initiative "Handyticket" zusammengeschlossen. Auch für deren Handyticket muß man immer noch einen Account über ein Webinterface anlegen, aber es bleibt immerhin bei einer App und einem Account für insgesamt 19 Verkehrsbetriebe.
Es könnte so schön einfach sein. Der Berufsreisende läd sich eine App auf sein Smartphone, die ist an einen Micro-Payment-Service geflanscht, er sucht sich vor Ort die benötigte Fahrkarte aus und fährt mit den Öffentlichen statt mit dem Taxi, selbst wenn er gerade kein Kleingeld in der Tasche hat oder sich die Schlange vorm Automaten dreimal um den Block wickelt.
Denkste. Nicht wenige Städte haben zwar ein Handyticket eingeführt, aber scheinbar hat eine Firma (deren Namen hier nicht genannt werden soll, aber einfach mal im Store nach "KVV" suchen) sogar Metropolen wie Frankfurt eingewickelt und ihnen ein Stück Software angedreht, dass mit Schrott noch freundlich bezeichnet ist. Zum Beispiel die KVV-App will mit dem Interface scheinbar 'modern' sein ... modern war die Bedienung im Stil eines einarmigen Banditen aber nur im Las Vegas der 70er Jahre.
Und wer erwartet, wenigstens alle Fahrkartentypen für das gesamte Netz des KVV erwerben zu dürfen, der kann im Off das Hohngelächter der Verantwortlichen hören. Das gesamte Angebot gibt es eben nur am Automat. Warum? Kundenunfreundlichkeit mußte in Deutschland ja noch nie begründet werden. Immerhin erfahren wir auch nicht, warum man beim Handyticket der Deutschen Bahn über die App zwar Plätze im Großraumabteil reservieren kann, die Option "mit Tisch" aber nur auf dem Webinterface zur Verfügung steht.
Ebenfalls ausgelacht wird, wer glaubt, dass er eine App dieser Firma installieren könnte um damit in allen von ihnen betreuten Netzen fahren zu können. Nein. Es gibt natürlich für jede Stadt eine andere App. Vielreisende sollten auf genug App-Space auf dem Smartphone achten. Und auf jeglichen anderen Schnickschnack verzichten.
Auf dem Holzweg ist, wer glaubt sich die App herunterläd könnte dann auch gleich eine Karte kaufen. Nö. Natürlich muß zuerst über das Webinterface der jeweiligen Verkehrsbetriebe ein Account angelegt und die Zahlungsinformationen hinterlegt werden. Und ja, obwohl alles aus einer Softwareschmiede stammt ... für jede App und den dazugehörigen Verkehrsbetrieben ein mal bitte Account anlegen. Der Versuch das mit dem Browser vom Smartphone aus zu erledigen, ist ungefähr so erfolgreich wie die Mühen eines gewissen Tantalos.
Einen winzigen Lichtblick bringen unter anderem die Verkehrsbetriebe aus Hamburg, dem Rhein-Ruhr-Gebiet oder Südbaden. Sie haben sich zur Initiative "Handyticket" zusammengeschlossen. Auch für deren Handyticket muß man immer noch einen Account über ein Webinterface anlegen, aber es bleibt immerhin bei einer App und einem Account für insgesamt 19 Verkehrsbetriebe.
Kochbuch für Geeks: Einkaufslistenhelfer
Im "Kochbuch für Geeks" haben Petra und ich damals einige Tools zusammengetragen mit denen man die Einkaufsliste on- und offline verwalten kann. 2006, als das Buch entstand, waren Smartphones noch nicht das was sie heute mal waren, deswegen war meine eigene Lösung auch noch eine Analoge.
Ab 2010 wurde meine analoge Whiteboard-Lösung durch Android und die App My Shopping List abgelöst, die trotz fragwürdigen Designs ein recht nützliches Feature bot. Schickte mir mein Göttergatte eine SMS, die am Beginn einen bestimmten String enthielt, wurde der Inhalt der SMS automatisch der EInkaufsliste hinzugefügt. Umgekehrt konnte ich die Einkaufsliste per SMS an ihn senden.
Da der Betriebssystemgraben schon immer quer durchs Haus Eckenfels lief (Bernd: früher Linux, heute Windows & iPhone - Mela: früher BSD, heute Linux & Android) schien es die einzig verfügbare Möglichkeit die Einkaufsliste sinnvoll zu teilen. Auf dauer war die Variante aber doch zu umständlich, so dass ich zwar MyShoppingList weiterhi als Einkaufslistenapp genutzt habe, aber das Sharing der Liste fand dann doch eher mündlich statt.
Nachdem ich nun mein neues Samsung Galaxy Note
habe, hatte mich der Rappel gepackt. EInmal wollte ich eine optisch ansprechendere App für meine Einkaufsliste, sie sollte sich handlicher pflegen lassen und ein besserer Sync-Mechanismus sollte es auch sein.
Nach frustriertem Rumtesten, installieren und deinstallieren und einigem Fluchen steht der neue 'Champion' nun fest. Our Groceries. Die App failt zwar grandios beim Wunsch nach einer hübschen Oberfläche und auch die Usability ist verbesserungsfähig, aber dafür synct sie problemlos und schnell im Hintergrund. Ideal für Haushalte mit heterogener Smartphone-Landschaft.
Jetzt dann bitte noch die Option sich bei Änderungen an den Einkaufslisten benachrichtigen zu lassen.
Ab 2010 wurde meine analoge Whiteboard-Lösung durch Android und die App My Shopping List abgelöst, die trotz fragwürdigen Designs ein recht nützliches Feature bot. Schickte mir mein Göttergatte eine SMS, die am Beginn einen bestimmten String enthielt, wurde der Inhalt der SMS automatisch der EInkaufsliste hinzugefügt. Umgekehrt konnte ich die Einkaufsliste per SMS an ihn senden.
Da der Betriebssystemgraben schon immer quer durchs Haus Eckenfels lief (Bernd: früher Linux, heute Windows & iPhone - Mela: früher BSD, heute Linux & Android) schien es die einzig verfügbare Möglichkeit die Einkaufsliste sinnvoll zu teilen. Auf dauer war die Variante aber doch zu umständlich, so dass ich zwar MyShoppingList weiterhi als Einkaufslistenapp genutzt habe, aber das Sharing der Liste fand dann doch eher mündlich statt.
Nachdem ich nun mein neues Samsung Galaxy Note
Nach frustriertem Rumtesten, installieren und deinstallieren und einigem Fluchen steht der neue 'Champion' nun fest. Our Groceries. Die App failt zwar grandios beim Wunsch nach einer hübschen Oberfläche und auch die Usability ist verbesserungsfähig, aber dafür synct sie problemlos und schnell im Hintergrund. Ideal für Haushalte mit heterogener Smartphone-Landschaft.
Jetzt dann bitte noch die Option sich bei Änderungen an den Einkaufslisten benachrichtigen zu lassen.
Applications to die for: bump

Die Welt der Smartphone-Nutzer scheint sich sauber in die Android-Anhänger und die iPhone-Jünger einzuteilen. Irgendwo abgeschlagen findet man noch die Palm-Liebhaber und ein paar Leute erinnern sich daran, dass auch Nokia mal gute Telefone hergestellt hat, aber niemand redet mehr über Windows Mobile auf dem Handy oder würde sich allen Ernstes ein solches Gerät zulegen.
Nun suchen sich nur wirklich sehr merkwürdige Leute ihren Freundeskreis nach der Marke des Smartphones aus. In technophilen Gruppen, dürfte sich der Durchsatz mit Android-Geräten und iPhones die Waage halten. Leider können Android-Apps meist nur mit anderen Android-Telefonen und iPhone-Apps mit ... ihr versteht schon.
Doch es kam eine App, um sie alle zu einen: bump
bump überträgt Kontaktdaten oder Dateien, zwischen zwei Telefonen. Dazu muß bump auf beiden Geräten gestartet sein und deren Besitzer müssen mal kurz ihre telefonhaltenden Hände zusammenstossen lassen. Der Ruck wird durch die Bewegungssensoren registriert und bump löst den Transfer aus. Der findet nicht direkt von Telefon zu Telefon statt. Es wird keine Bluetooth-Verbindung aufgebaut, keine SMS versendet. Die bump-FAQ erklärt die Funktionsweise am Besten:
Q: How does Bump work?
There are two parts to Bumptm: the app running on your device and a smart matching algorithm running on our servers in the cloud. The app on your phone uses the phone's sensors to literally "feel" the bump, and it sends that info up to the cloud. The matching algorithm listens to the bumps from phones around the world and pairs up phones that felt the same bump. Then we just route information between the two phones in each pair.
Folglich müssen die beiden Geräte die bump nutzen wollen, während des Austauschs über WLAN oder UMTS/GPRS mit dem Internet verbunden sein. bumps Nützlichkeit tut das keinen Abbruch.
(Eigentlich hätte ich den weiteren Artikel gerne mit ein paar Screenshots unterlegt, aber dazu müsste ich das Milestone rooten und ... ne ... keine Lust. Es muß mit Beschreibungen alleine gehen.)
Startet man die App und führt direkt einen bump aus, tauscht bump die Kontaktdaten der beiden beteiligten Nutzer aus. Über den bump-Startscreen kann man den Umfang der ausgetauschten Daten schnell verändern, bzw. einschränken. Aus- bzw. abwählbar sind: Telefonnummer, Emailadresse, Adresse, Profilfoto .. oder die komplette Visitenkarte.
Wählt man vor dem bump den Reiter "Other Files" kann man eine, in den Kontakten gespeicherte, Visitenkarte übermittel, oder aber ein Foto.
Hier hoffe ich das bump noch erweitert wird und es einem irgendwann möglich macht auch Dateien von der SD-Karte zu übermitteln, aber bislang greift bump leider nur auf die Mediengalerie zu.
Beides haben wir, hier im Haushalt Geekenfels - von iPhone zu Android und umgekehrt - mit Kontaktdaten und Fotos ausprobiert und es funktionierte, um es salopp auszudrücken, wie geschmiert.
Eine App, ohne die man einfach nicht leben will.
Wem bislang noch nicht so recht klar ist, wie das mit bump ablaufen soll, dem ist vielleicht mit diesen bump Videos geholfen.
Applications to die for: Advanced Task Manager
Eine der allerersten Anwendungen, welche man sich auf dem Motorola Milestone - oder irgendeinem anderen Android-Phone - installieren sollte, ist der "Advanced Task Manager". Bei der Anwendung sollte man sich auch nicht zweimal überlegen ob man sie sich kaufen möchte oder nicht. Die 99 Cent sind allemal gut investiert.
Apple mag sein iPhone ja für Menschen entwickelt haben, die nach dem Motto 'nie mehr als eine Anwendung zu einer Zeit leben'. Android-User gehören eher nicht in diese Kategorie. Es gibt Apps die möchte man einfach im Hintergrund laufen lassen. Beispielsweise einen Twitterclient. Sowohl Twidroid als auch TweetCaster lassen sich so konfigurieren, dass man über eingegangene @-Replies, als auch über eingegangene dm's benachrichtigt wird, als wäre es eine SMS. Das Feature, dass jeder Web 2.0-Poweruser benötigt, der sicherlich deutlich häufiger per dm kontaktiert wird, als per SMS oder gar Telefon.
Latitude-Nutzer möchten vermutlich Google Maps im Hintergrund laufen lassen, damit ihr Status sich automatisch updatet. Nutzer von Astrid - einem Todo-Listentool - möchten nicht, dass sich Astrid beendet, denn damit würden sich auch alle der eingebauten Benachrichtigungs- und Nerv-Funktionen beenden.
Dann aber, gibt es Anwendungen die man beendet wissen möchte. Beispielsweise hat man den Browser gestartet um kurz mal was nachzusehen, wechselt dann zum Twitterclient und vergisst den Browser der im Hintergrund rumdümpelt und langsam den Akku leersaugt. Oder den AppMarket der seit dem letzten Kauf noch offengeblieben ist. Oder InstaFetch mit dem man sich gerade noch durch, in InstaPaper gespeicherte, Webseiten gelesen hat.
All das möchte man als Smartphone-Nutzer einfach guten Gewissens vergessen können, denn langweilige Aufgaben, wie das Beenden ungenutzter Software, erledigt Technik viel besser als wir es könnten. Technik soll uns dienen und nicht mehr Arbeit und Stress verursachen.
Der Advanced Task Manager dient uns, in dem er uns Zeitabstände definieren lässt, in denen im Hintergrund laufende Programme beendet werden. Er dient uns weiterhin in dem er uns definieren lässt, welche Programme immer und auf jeden Fall weiterlaufen sollen. Beispielsweise der Twitter-Client oder der ConnectBot mit der aktuellen ssh-Session.
Zusätzlich zu dem automatisierten Beendigungszyklus, kann man sich ein Advanced Task Manager Widget auf die Oberfläche des Homescreens legen. Ein kurzer Fingertipp und alle Anwendungen, die nicht in der Exclude-Liste stehen, sind beendet. Wem das zu global ist, hat natürlich immer noch die Möglichkeit den Advanced Task Manager zu starten und ausgewählte Anwendungen einzeln zu beenden. Auch solche die in der Exclude-Liste enthalten sind.
Zusätzlich gestattet einem der Advanced Task Manager auch einen Einblick in die Eingeweide des Android-Systems, in dem es beispielsweise die laufenden Dienste anzeigt.
Wichtiger für die regelmässige Nutzung ist aber der 'Uninstall'-Reiter, der leider erst in den Einstellungen aktiviert werden muss. Hier sieht man eine Übersicht aller installierten Apps und kann sie ohne große Umstände wieder von seinem Phone herunterwerfen. Ein wichtiges Feature, vor allem nach der ersten Spiel- und Probierzeit, wenn man seine Leib- und Magenprogramme gefunden hat und alle anderen wieder herunterputzen möchte.
Anstatt des Advanced Task Managers, nutzen einige Android-User aus meinem Bekanntenkreis den "Advanced Task Killer Free". Auch dieses Tool habe ich mir angesehen, aber es kann nichts was der Advanced Task Manager nicht besser und benutzerfreundlicher kann.



