Die Nerdcore-Affäre
Eine, gelinde gesagt als klagefreudig bekannte, Firma pfändet die Domain eines der beliebtesten deutschen Blogs und seitdem brodelt die Gerüchteküche und die Geister streiten sich, ob das nun der PR-Coup des Jahres war oder das eigentorigste aller Eigentore.
Für mich ist die Botschaft von Euroweb an die Blogsphäre klar und meiner Ansicht nach lautet sie wie folgt:
Wenn ihr unsere Kreise stört, haben wir die juristische Macht euch in die Suppe zu spucken. Und da euch Abmahnungen nicht genug kratzen, packen wir euch dort wo es wirklich weh tut: Wir nehmen euch die Spielwiese weg. WIr haben diese Möglichkeit und scheuen uns nicht sie auch in Zukunft einzusetzen.
Meiner Ansicht nach haben die Gestalten hinter Euroweb die Hybris, sich der geballten Bloggergemeinschaft überlegen zu fühlen und fordern sie absichtlich zu einem Machtspiel heraus. In meinen Augen eine Form der Überheblichkeit, die man gemeinhin Bloggern nachsagt.
Da wünsche ich mir doch sie hätten sich stattdessen noch einen Porsche gekauft.
Für mich ist die Botschaft von Euroweb an die Blogsphäre klar und meiner Ansicht nach lautet sie wie folgt:
Wenn ihr unsere Kreise stört, haben wir die juristische Macht euch in die Suppe zu spucken. Und da euch Abmahnungen nicht genug kratzen, packen wir euch dort wo es wirklich weh tut: Wir nehmen euch die Spielwiese weg. WIr haben diese Möglichkeit und scheuen uns nicht sie auch in Zukunft einzusetzen.
Meiner Ansicht nach haben die Gestalten hinter Euroweb die Hybris, sich der geballten Bloggergemeinschaft überlegen zu fühlen und fordern sie absichtlich zu einem Machtspiel heraus. In meinen Augen eine Form der Überheblichkeit, die man gemeinhin Bloggern nachsagt.
Da wünsche ich mir doch sie hätten sich stattdessen noch einen Porsche gekauft.
SEO-Tarife
Liebe SEO-Knechte-Sklaven-Kommentatoren
die Kommentarefunktion dieses Blogs, dient in erster Linie dem Austausch zwischen den Lesern dieses Blogs und der Autorin - mir. Um die Qualität der Kommentare sicherzustellen und meinen administrativen Aufwand gering zu halten, sehe ich mich daher gezwungen folgende Tarife für SEO-Kommentare einzuführen. Die Tarife gelten rückwirkend zum 1.1.2010.
Sie werden verstehen, dass es sich bei "Feder & Herd" um ein Qualitätsblog handelt. Ihre SEO-Links sind daher echte Qualitätslinks und Qualität kostet.
Sollten Sie aufgrund der Preisstruktur von "Feder & Herd" als SEO-Link-Plattform absehen, so werde ich dies mit erfreutem Bedauern zur Kenntnis nehmen.
Gehaben Sie sich wohl.
Dieser Artikel ist zum Entführen freigegeben. Entführe ihn auf den Blog und passe den Blognamen beliebig an. Einzige Bedingung ist ein Backlink zu diesem Artikel, im Stil von:
die Kommentarefunktion dieses Blogs, dient in erster Linie dem Austausch zwischen den Lesern dieses Blogs und der Autorin - mir. Um die Qualität der Kommentare sicherzustellen und meinen administrativen Aufwand gering zu halten, sehe ich mich daher gezwungen folgende Tarife für SEO-Kommentare einzuführen. Die Tarife gelten rückwirkend zum 1.1.2010.
- Einblendung ihres SEO-Kommentars mit SEO-Link pro Stunde, bis zur Entfernung: 50 EUR
- Entfernung des SEO-Links aus dem SEO-Kommentar: 500 EUR
- Eintrag ihres SEO-Links in die SPAM-Datenbank: 100 EUR
- Eintrag ihrer EMail-Adresse in die SPAM-Datenbank: 100 EUR
- Eintrag ihres IP-Range in die Access-Deny-Liste (Bei massenhaft gesetzten SEO-Kommentaren): 500 EUR
- Beweissicherung: 1000 EUR
- Versand einer Email voller unflätiger Bemerkungen über ihren Berufsstand: 10 EUR/Mail
- Rechnungsversand: 100 EUR
- Arbeitszeit: 10 EUR/min
Sie werden verstehen, dass es sich bei "Feder & Herd" um ein Qualitätsblog handelt. Ihre SEO-Links sind daher echte Qualitätslinks und Qualität kostet.
Sollten Sie aufgrund der Preisstruktur von "Feder & Herd" als SEO-Link-Plattform absehen, so werde ich dies mit erfreutem Bedauern zur Kenntnis nehmen.
Gehaben Sie sich wohl.
∗ ∗ ∗ ∗ ∗ ∗ ∗
Dieser Artikel ist zum Entführen freigegeben. Entführe ihn auf den Blog und passe den Blognamen beliebig an. Einzige Bedingung ist ein Backlink zu diesem Artikel, im Stil von:
<a href="http://mela.de/archives/1225-SEO-Tarife.html">Original: Feder & Herd</a>
Bloggende Frauen oder warum Feder & Herd nicht so populär ist wie Spreeblick
Jedesmal wenn ich von einem Vortrag, Panel, einer Session höre oder einen Artikel lese, in dem es darum geht dass es mehr weibliche Blogger geben muß, fange ich an den Kopf zu schütteln.

Abgesehen davon, dass es sinnlos ist etwas derartiges zu fordern - es fängt doch niemand mit dem Bloggen an, nur weil sich da jemand hinstellt und sagt: Ihr müsst - geht es den Fordernden (meist weibliche Kunst- und/oder Medienmacher mit Soziologie-Einschlag) selten um die schiere Zahl bloggender Frauen.
Für meinen Teil habe ich 1997/98 kurzzeitig mit dem Bloggen begonnen, damals noch ohne den Begriff überhaupt zu kennen. Mein 'Blog' war eine Art Internet-Beziehungstagebuch, gemeinsam geführt mit meinem späteren Göttergatten, erst seit 2004 führte ich mein Asperger-Blog und seit 2005 dann dieses Blog. Feder & Herd.
Das sind inzwischen satte 5 Jahre und für die deutsche Blogsphäre war ich damit zumindest nicht spät dran.
Also hallo, hier gibt es eine bloggende Frau. Gibt es schon seit einiger Zeit. Allerdings bin ich wohl irgendwie nicht relevant. Hm. Ebenfalls selten bis nie in diesem Zusammenhang erwähnt finde Kathrin Passig, die mit der Riesenmaschine nicht zu den unbekanntesten Bloggerinnen Deutschlands gehört. Vielleicht bin ich ja blind und taub, aber sprechen die Fordernden in diesem Zusammenhang über das Akquiseblog, den PR-Doktor, den Behindertenparkplatz, Kollege Ich, Berufung Selbstständig, dyfustifications ... oder habe ich recht und auch diese Blogs eher so gar nicht erwähnt? Von Textelle oder Textzicke habe ich schon das eine oder andere Mal vernommen, dass sie als bloggende Frauen wahrgenommen werden und Kooptech darf sich gar einer kleinen Berühmtheit erfreuen. Leider immer noch mit dem Unterton 'Das was ihr da macht, Mädels, ist ein netter Anfang, reicht aber noch lange nicht' und wer "Bloggende Frau" nicht wie ein Banner vor sich herträgt, hat ohnehin gleich in diesem Spiel verloren.
Wieder: Hm.
Dann sind da die Foodblogs. Höre ich einmal, dass Foodfreak oder Küchenlatein unter den herausragenden deutschen Bloggerinnen erwähnt wird? Nein. Kochfrosch? Chili und Ciabatta mit knapp 1500 Subscribern alleine im Google Reader? Denkste. (Zum Vergleich: Selbst Carta hat im Google Reader lediglich knapp 1150 Subscriber. Der alte Sack unter den Bloggern Isotopp hat um die 1000 und selbst saschalobo.com - und er wird mir die Erwähnung in diesem Zusammenhang sicher nie verzeihen - blickt nur auf vergleichsweise schlappe 900+ Google-Subscriber.)
Aber halt! Foodbloggende Frauen. Da schnappt die Klischeefalle zu. Wie. können. die. das. nur. den. Frauen. antun! Heimchen am Herd-Alarm! Schlimmer sind ja nur die Strickbloggerinnen und die Bastelmamis! (Bei deren Subscriberzahlen, so mancher und an sich etablierte Blogger der deutschen Blogsphäre kleine Pfützchen auf der Zunge bekäme.)
Doch die einzig gültige Blog-Währung hierzulande, ist immer noch die Verlinkungshäufigkeit einzelner Artikel. Solange nicht also 100 Blogs auf das Rezept der Woche aufspringen und einen 'me too'-Artikel mit gesetzten Backlink bloggen, wird es wohl nichts mit den Ruhmeshallen für weibliche Foodbloggerinnen und Bastelmamis.
Wen nicht innerhalb der ersten 5 Sätze einen üblichen 'Wir brauchen mehr bloggende Frauen'-Artikels, das Gefühl befällt, dass es die richtigen und die falschen weiblichen Bloggerinnen gibt, der hat gar nicht erst soweit gelesen.
Ernstzunehmende(!) weibliche Bloggerinnen ...
... bloggen niemals nicht über die 'weiblichen' Sphären des Lebens. Verpöhnt sind also: Bastelblogs, Strickblocks, Nähblogs, Mamiblogs, Schwangerschaftsblogs, Schulproblemblogs und irgendwie auch Kochblogs. Frauen, die derartige Blogs betreiben, werden grundweg des Verrats an der ernsthafen(!) weiblichen Blogsphäre verdächtigt. Dies gilt nicht für von Männern betriebene Kochblogs. Die sind einfach nur so irrelevant.
... dürfen sich - um als weibliche Bloggerinnen wahrgenommen zu werden - nicht nur über kerlige Themen bloggen. Frauen, die lediglich über Technik und Politik bloggen, stehen im Verdacht sich nur bei den männlichen Bloggern anbiedern zu wollen. Zählen also nicht so wirklich als weibliche Blogger. Der regelmässige Hinweis eine Frau in einer Männerdomäne zu sein, darf auf keinen Fall fehlen. Am Besten beschäftigt man sich in regelmässigen Artikeln mit der weiblichen Blogsphäre wie das Don Alfonso mit dem Rest macht. Nur weiblich eben.
... kommen am Besten irgendwie aus den alten Medien. Denn dann sind sie besonders relevant.
... sollten hin und wieder dann doch zum großen Politikgeschehen das Wort ergreifen. Wegen der Relevanz. Dann aber gerne auch besonders zur Frauenpolitik.
... bloggen nicht gemeinsam mit Kerlen in Blogs die auch noch kommerziell erfolgreich sind.
... werden von irgendjemand anderem als relevant eingestuft. Am Besten von den herkömmlichen Medien.
... gewinnen Blogpreise.
... müssen gefälligst mindestens so oft gelesen werden, wie Spreeblick. (8582 Subscriber bei Google).
Ihr seht also, mit den Bloggerinnen ist das gar nicht so einfach. Denn tatsächlich schwingt eine Forderung unterschwellig immer mit: Es braucht nicht nur mehr weibliche Blogger, nein, die müssen dann gefälligst auch unter der Top 10 der Blogs zu finden sein.
Es muß also DIE RICHTIGE nur DAS RICHTIGE bloggen und dabei noch das Geheimnis eines erfolgreichen Blogs demystifizieren. Nichts einfacher als das. Vielleicht ist es aber auch der Aufruf, die Blogs DER RICHTIGEN unbedingt lesen zu müssen. Eine eingebaute Lesepflicht, der Geschlechtergerechtigkeit zuliebe.
Und wieder mal: Hm.
Also persönlich lese ich Blogs ja, weil sie mich interessieren. Und dabei ist es eher nachrangig ob sie von Johnny Haeusler geschrieben wurden, Sascha Lobo, Christiane Link oder doch einer Bastelmami. (Ja, ich habe tatsächlich Bastelmami-Blogs in meinem Feedreader und ich schäme mich derer nicht einmal.)
Es gibt verdammt viele Bloggerinnen. Es gibt gute Bloggerinnen. Es gibt vielgelesene Bloggerinnen. Berühmte Bloggerinnen die nur wenig gelesen werden und vielgelesene Bloggerinnen die niemand wirklich kennt. Aber die Behauptung ein Blog würde weniger gelesen, weil es von einer Frau geschrieben ist, wäre nun wirklich an den Haaren herbeigezogen.
Wir brauchen keinen Ruf nach mehr oder besseren weiblichen Bloggern. Es reicht einmal über den Tellerrand aus Ignoranz und Arroganz zu schauen um sie zu sehen.
Aber Anleitungen aus dem Elfenbeinturm zum richtigen Bloggen für Frauen ... die braucht keiner.
Das wars.
Wie da fehlt noch was?
Warum Feder & Herd nicht so populär wie Spreeblick ist? Na gut, hier die Kurzfassung:
- immer wieder Postingpausen - chaotischer Themenmix - mitunter unhippe Themen - Jammern auf hohem Niveau - Artikel sind schnell runtergehackt - selten hoher Rechercheaufwand - flappsige Sprache - Nachkorrektur optional - Keine Anwesenheit auf Barcamps/kein Konferenztourismus - Küchen- und Alltagskram - Werbung - kein konsistenter Aufbau der 'Marke' - mehrfach wechselnder Blogname - und last but not least ... ist es vielleicht einfach nicht so gut geschrieben. Nur mein Geschlecht ... das spielt ziemlich sicher keine Rolle.
Abgesehen davon, dass es sinnlos ist etwas derartiges zu fordern - es fängt doch niemand mit dem Bloggen an, nur weil sich da jemand hinstellt und sagt: Ihr müsst - geht es den Fordernden (meist weibliche Kunst- und/oder Medienmacher mit Soziologie-Einschlag) selten um die schiere Zahl bloggender Frauen.
Für meinen Teil habe ich 1997/98 kurzzeitig mit dem Bloggen begonnen, damals noch ohne den Begriff überhaupt zu kennen. Mein 'Blog' war eine Art Internet-Beziehungstagebuch, gemeinsam geführt mit meinem späteren Göttergatten, erst seit 2004 führte ich mein Asperger-Blog und seit 2005 dann dieses Blog. Feder & Herd.
Das sind inzwischen satte 5 Jahre und für die deutsche Blogsphäre war ich damit zumindest nicht spät dran.
Also hallo, hier gibt es eine bloggende Frau. Gibt es schon seit einiger Zeit. Allerdings bin ich wohl irgendwie nicht relevant. Hm. Ebenfalls selten bis nie in diesem Zusammenhang erwähnt finde Kathrin Passig, die mit der Riesenmaschine nicht zu den unbekanntesten Bloggerinnen Deutschlands gehört. Vielleicht bin ich ja blind und taub, aber sprechen die Fordernden in diesem Zusammenhang über das Akquiseblog, den PR-Doktor, den Behindertenparkplatz, Kollege Ich, Berufung Selbstständig, dyfustifications ... oder habe ich recht und auch diese Blogs eher so gar nicht erwähnt? Von Textelle oder Textzicke habe ich schon das eine oder andere Mal vernommen, dass sie als bloggende Frauen wahrgenommen werden und Kooptech darf sich gar einer kleinen Berühmtheit erfreuen. Leider immer noch mit dem Unterton 'Das was ihr da macht, Mädels, ist ein netter Anfang, reicht aber noch lange nicht' und wer "Bloggende Frau" nicht wie ein Banner vor sich herträgt, hat ohnehin gleich in diesem Spiel verloren.
Wieder: Hm.
Dann sind da die Foodblogs. Höre ich einmal, dass Foodfreak oder Küchenlatein unter den herausragenden deutschen Bloggerinnen erwähnt wird? Nein. Kochfrosch? Chili und Ciabatta mit knapp 1500 Subscribern alleine im Google Reader? Denkste. (Zum Vergleich: Selbst Carta hat im Google Reader lediglich knapp 1150 Subscriber. Der alte Sack unter den Bloggern Isotopp hat um die 1000 und selbst saschalobo.com - und er wird mir die Erwähnung in diesem Zusammenhang sicher nie verzeihen - blickt nur auf vergleichsweise schlappe 900+ Google-Subscriber.)
Aber halt! Foodbloggende Frauen. Da schnappt die Klischeefalle zu. Wie. können. die. das. nur. den. Frauen. antun! Heimchen am Herd-Alarm! Schlimmer sind ja nur die Strickbloggerinnen und die Bastelmamis! (Bei deren Subscriberzahlen, so mancher und an sich etablierte Blogger der deutschen Blogsphäre kleine Pfützchen auf der Zunge bekäme.)
Doch die einzig gültige Blog-Währung hierzulande, ist immer noch die Verlinkungshäufigkeit einzelner Artikel. Solange nicht also 100 Blogs auf das Rezept der Woche aufspringen und einen 'me too'-Artikel mit gesetzten Backlink bloggen, wird es wohl nichts mit den Ruhmeshallen für weibliche Foodbloggerinnen und Bastelmamis.
Wen nicht innerhalb der ersten 5 Sätze einen üblichen 'Wir brauchen mehr bloggende Frauen'-Artikels, das Gefühl befällt, dass es die richtigen und die falschen weiblichen Bloggerinnen gibt, der hat gar nicht erst soweit gelesen.
Ernstzunehmende(!) weibliche Bloggerinnen ...
... bloggen niemals nicht über die 'weiblichen' Sphären des Lebens. Verpöhnt sind also: Bastelblogs, Strickblocks, Nähblogs, Mamiblogs, Schwangerschaftsblogs, Schulproblemblogs und irgendwie auch Kochblogs. Frauen, die derartige Blogs betreiben, werden grundweg des Verrats an der ernsthafen(!) weiblichen Blogsphäre verdächtigt. Dies gilt nicht für von Männern betriebene Kochblogs. Die sind einfach nur so irrelevant.
... dürfen sich - um als weibliche Bloggerinnen wahrgenommen zu werden - nicht nur über kerlige Themen bloggen. Frauen, die lediglich über Technik und Politik bloggen, stehen im Verdacht sich nur bei den männlichen Bloggern anbiedern zu wollen. Zählen also nicht so wirklich als weibliche Blogger. Der regelmässige Hinweis eine Frau in einer Männerdomäne zu sein, darf auf keinen Fall fehlen. Am Besten beschäftigt man sich in regelmässigen Artikeln mit der weiblichen Blogsphäre wie das Don Alfonso mit dem Rest macht. Nur weiblich eben.
... kommen am Besten irgendwie aus den alten Medien. Denn dann sind sie besonders relevant.
... sollten hin und wieder dann doch zum großen Politikgeschehen das Wort ergreifen. Wegen der Relevanz. Dann aber gerne auch besonders zur Frauenpolitik.
... bloggen nicht gemeinsam mit Kerlen in Blogs die auch noch kommerziell erfolgreich sind.
... werden von irgendjemand anderem als relevant eingestuft. Am Besten von den herkömmlichen Medien.
... gewinnen Blogpreise.
... müssen gefälligst mindestens so oft gelesen werden, wie Spreeblick. (8582 Subscriber bei Google).
Ihr seht also, mit den Bloggerinnen ist das gar nicht so einfach. Denn tatsächlich schwingt eine Forderung unterschwellig immer mit: Es braucht nicht nur mehr weibliche Blogger, nein, die müssen dann gefälligst auch unter der Top 10 der Blogs zu finden sein.
Es muß also DIE RICHTIGE nur DAS RICHTIGE bloggen und dabei noch das Geheimnis eines erfolgreichen Blogs demystifizieren. Nichts einfacher als das. Vielleicht ist es aber auch der Aufruf, die Blogs DER RICHTIGEN unbedingt lesen zu müssen. Eine eingebaute Lesepflicht, der Geschlechtergerechtigkeit zuliebe.
Und wieder mal: Hm.
Also persönlich lese ich Blogs ja, weil sie mich interessieren. Und dabei ist es eher nachrangig ob sie von Johnny Haeusler geschrieben wurden, Sascha Lobo, Christiane Link oder doch einer Bastelmami. (Ja, ich habe tatsächlich Bastelmami-Blogs in meinem Feedreader und ich schäme mich derer nicht einmal.)
Es gibt verdammt viele Bloggerinnen. Es gibt gute Bloggerinnen. Es gibt vielgelesene Bloggerinnen. Berühmte Bloggerinnen die nur wenig gelesen werden und vielgelesene Bloggerinnen die niemand wirklich kennt. Aber die Behauptung ein Blog würde weniger gelesen, weil es von einer Frau geschrieben ist, wäre nun wirklich an den Haaren herbeigezogen.
Wir brauchen keinen Ruf nach mehr oder besseren weiblichen Bloggern. Es reicht einmal über den Tellerrand aus Ignoranz und Arroganz zu schauen um sie zu sehen.
Aber Anleitungen aus dem Elfenbeinturm zum richtigen Bloggen für Frauen ... die braucht keiner.
Das wars.
Wie da fehlt noch was?
Warum Feder & Herd nicht so populär wie Spreeblick ist? Na gut, hier die Kurzfassung:
- immer wieder Postingpausen - chaotischer Themenmix - mitunter unhippe Themen - Jammern auf hohem Niveau - Artikel sind schnell runtergehackt - selten hoher Rechercheaufwand - flappsige Sprache - Nachkorrektur optional - Keine Anwesenheit auf Barcamps/kein Konferenztourismus - Küchen- und Alltagskram - Werbung - kein konsistenter Aufbau der 'Marke' - mehrfach wechselnder Blogname - und last but not least ... ist es vielleicht einfach nicht so gut geschrieben. Nur mein Geschlecht ... das spielt ziemlich sicher keine Rolle.
Mein Twitter-Zuckerschock
Gestern habe ich ein paar Leute unfollowed die mir eigentlich als Personen lieb und teuer sind. Leute, deren Blogs ich schätze und die ich für kompetente und patente Menschen halte. Theoretisch ja DER super Grund ihnen zu folgen. Aber sie sind aus meiner Liste entfernt worden und eine gute Handvoll weiterer Twitterer steht auch schon schwer auf der Kippe. Warum?
Nach meinem Gefühl nimmt der Trend zum 'wertvoll' Twitern unangenehm zu. Da sitzt eine Horde Leute scheinbar nur noch vor dem Bildschirm und versucht einen großartigen/lustigen/originellen/einmaligen Tweet nach dem anderen rauszuhauen. Warum? Entweder wohl um bewundert zu werden, von Twitkrit besprochen zu werden oder für Twitterlesungen in Betracht zu kommen. Vielleicht aber auch einfach weil es ein Trend ist und die Anderen das ja auch so machen.
Es kommen tatsächlich nicht selten großartige Tweets bei diesem intellektuellen Twitter-Wettspringen heraus. Warum also die Leute dafür entfollowen, obwohl sie Twitter doch bereichern? Meine Gründe. 1. Die Twitterer werden für mich unauthentisch. Ich erlebe sie nur im virtuellen Wettkampf um den originellsten Tweet, aber ich erlebe nicht mehr wer da twittert. Meine Following-Liste gerät zu einem Wachsfigurenkabinett. 2. Wenn man versucht 5 Mal die Stunde originell und witzig zu sein, gelingt es meist nur 1x und die restlichen vier Versuche klingen allenfalls bemüht. 3. Wird meine Timeline mit lauter hochwertigen Tweets zugespammt, fühle ich mich wie ein Kind das sich einmal quer durch den Bonbonladen gefressen hat um danach noch 10 Bällchen Eis mit sauviel Sahne zu verdrücken. Nämlich: kotzübel. 4. 4 Sterne Menüs und Tafelspitz ist was fürs Wochenende. Unter der Woche brauche ich Erbsensuppe oder Currywurst mit Pommes.
Wie mein Gestaltungslehrer immer sagte: Weniger ist mehr.
Ich bewundere euch viel mehr für das was ihr seid, als für das was ihr versucht darzustellen.
P.S.: Dank des neuen Twitter-Features ist es ja glücklicherweise möglich die Betreffenden weiter gelistet zu lassen
Nach meinem Gefühl nimmt der Trend zum 'wertvoll' Twitern unangenehm zu. Da sitzt eine Horde Leute scheinbar nur noch vor dem Bildschirm und versucht einen großartigen/lustigen/originellen/einmaligen Tweet nach dem anderen rauszuhauen. Warum? Entweder wohl um bewundert zu werden, von Twitkrit besprochen zu werden oder für Twitterlesungen in Betracht zu kommen. Vielleicht aber auch einfach weil es ein Trend ist und die Anderen das ja auch so machen.
Es kommen tatsächlich nicht selten großartige Tweets bei diesem intellektuellen Twitter-Wettspringen heraus. Warum also die Leute dafür entfollowen, obwohl sie Twitter doch bereichern? Meine Gründe. 1. Die Twitterer werden für mich unauthentisch. Ich erlebe sie nur im virtuellen Wettkampf um den originellsten Tweet, aber ich erlebe nicht mehr wer da twittert. Meine Following-Liste gerät zu einem Wachsfigurenkabinett. 2. Wenn man versucht 5 Mal die Stunde originell und witzig zu sein, gelingt es meist nur 1x und die restlichen vier Versuche klingen allenfalls bemüht. 3. Wird meine Timeline mit lauter hochwertigen Tweets zugespammt, fühle ich mich wie ein Kind das sich einmal quer durch den Bonbonladen gefressen hat um danach noch 10 Bällchen Eis mit sauviel Sahne zu verdrücken. Nämlich: kotzübel. 4. 4 Sterne Menüs und Tafelspitz ist was fürs Wochenende. Unter der Woche brauche ich Erbsensuppe oder Currywurst mit Pommes.
Wie mein Gestaltungslehrer immer sagte: Weniger ist mehr.
Ich bewundere euch viel mehr für das was ihr seid, als für das was ihr versucht darzustellen.
P.S.: Dank des neuen Twitter-Features ist es ja glücklicherweise möglich die Betreffenden weiter gelistet zu lassen
Buchhändlerinnencasting
Ach je.
Eines meiner Lieblingsblogs "Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn" schließt die Pforten. Grund: Kein überdramatisierter Abschied aus der Blogsphäre, sondern schlicht und nachvollziehbar wegen eines Berufswechsels. Wenn man in keiner Buchhandlung arbeitet, in die Kunden reinrennen und Partygeschirr verlangen können, kann man auch schlecht darüber schreiben.
Was machen wir nun? Casten wir die nächste Buchhändlerin mit schrägen Kunden und Schreibtalent?
Eines meiner Lieblingsblogs "Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn" schließt die Pforten. Grund: Kein überdramatisierter Abschied aus der Blogsphäre, sondern schlicht und nachvollziehbar wegen eines Berufswechsels. Wenn man in keiner Buchhandlung arbeitet, in die Kunden reinrennen und Partygeschirr verlangen können, kann man auch schlecht darüber schreiben.
Was machen wir nun? Casten wir die nächste Buchhändlerin mit schrägen Kunden und Schreibtalent?
Käppi-Code
Was ein Käppi-Code ist? Asphars Version der Gepardenforelle. Ob er den Wettstreit gewinnt? In wenigen Stunden wissen wir es.
Nicht wundern ...
250.000
http://mela.de/
Anzahl Treffer seit 14.05.2005: 250000
Wow, eine Viertelmillion gezählte Besucher. Zusätzlich kommen die Besucher ohne aktiviertes Javascript oder Nur-RSS-Reader-Leser. Das ist doch schick für so ein kleines Blog wie dieses
Sag nochmal einer ...
... Blogger seien irre.
Bei diesem Stickblog bin ich nahe daran genau das zu sagen. Dann aber wieder ... was eine Idee. Wie blödsinnig toll. Einfach sinnlos, aber warum soll man nicht einfach etwas machen weil man eben kann?
Zum Blog.
Verwandte Links:
Feedreader
Monatelang habe ich kaum fremde Blogs gelesen. Sowas führt im Endeffekt zu weniger Kommentaren die man als Blogger tätigt und das im Endeffekt wieder dazu dass weniger Menschen auf das eigene Blog zurückgeführt werden, was wiederum zu weniger Präsenz in der Blogosphäre führt. Viel wichtiger aber.. man ist auch deutlich weniger gut informiert.
Warum aber habe ich mit dem Bloglesen aufgehört?
Einmal interessieren mich wirklich wahnsinnig viele Blogs da draussen. Die Auswahl welche ich lesen möchte, welche ich aus beruflich-informativen Gründen lesen sollte oder gar müsste, ist riesig. Der Zeitfaktor den es braucht, ab einer gewissen Feedanzahl, auch nur die Überschriften des aktuellen Tages zu parsen und auszuwählen in welche Artikel man nun tiefer einsteigen möchte ist immens. Und Blogs sollten ja nicht die einzige Informationsquelle bleiben.
Wenn der Kopf das reinste Chaos ist, man sich gar nicht selbst strukturiert bekommt, dann fallen hunderte spannender, interessanter, lehrreicher und informativer Blogs einfach mal als weniger relevant hintenrunter. So sehr es weh tut.
Um Blogs auch wirklich effektiv lesen zu können braucht meinen einen guten Feedreader. Lange Zeit habe ich Sage verwendet und war damit mehr oder weniger zufrieden. Nicht ganz. Das Verhalten von Sage kann man zwar weitgehend konfigurieren, aber es gelang mir nicht es bis zur vollständigen Zufriedenheit zu tun.
Dennoch habe ich Sage sehr lange verwendet. Bis es mich nervte das die Sage-Sidebar doch eine Menge Platz klaut und immer mehr Bloginhalte aus verlinkten Youtube-Filmchen bestanden.
Mein Leib und Magen-System ist nun mal FreeBSD. Ich möchte es nicht missen, ich möchte es gegen kein noch so gutes Linux austauschen. Der Nerv-Faktor ist im alltäglichen Umgang durch die Bank höher als mit FreeBSD. Bis auf den kleinen Umstand das Flash und FreeBSD nicht so richtig zusammengehen.
Native Player für FreeBSD stellt Adobe nicht zur Verfügung. Die Linux-Player können unter dem Linux-Emulator installiert werden, aber Flash 7 war der letzte Player der auch stabil lief. Und welche Seite unterstützt heute noch Flash 7? Wenig Erfolg hatte ich bisher auch mit dem swfdec-player.
Soweit so schlecht, aber ich schweife ab.
Als Browser verwende ich den Firefox für FreeBSD. Also versuchte ich meine Feeds mit Sage im Linux-Flock zu lesen. Immer noch ein weiteres Programm starten, das man eigentlich nur für die Feeds braucht. Well. Ich habs meist vergessen, dann spackte auch Flock dank Flash immer öfter und das Ganze wurde zum Krampf. RSSOwl erwies sich als externer Feedreader noch unhandlicher. Andere Lösungen lagen irgendwo zwischen schlimm und furchtbar. Dann auch das Problem das ich verschiedene Rechner verwende. Einen stationären PC zum Arbeiten, den Laptop für unterwegs und fürs Wohnzimmer. Das Handy mit Opera Mini für Wartezeiten sonstwo. Feedlisten exportieren, anderswo importieren, Stände abgleichen.
Nur ein Wort: lästig.
Jetzt kam dann noch ein Rechnerlein hinzu, der EeePC. Zeit endlich auf eine online-zentralisierte Methode umzusteigen wie für die Bookmarks ja auch. Während ich bei den Bookmarks auf einen kleinen, selbstbetriebenen Sitebar-Server setze werden die Feeds doch mal fremgehostet, auch wenn ich das oft zu vermeiden versuche.

Mit Bloglines war ich nie so zufrieden, auch wenn ich keine objektiven Gründe dafür angeben kann. Somit bin ich nun der Datenkrake Google direkt in die Arme gesprungen und lese mit dem Google Reader.
Irgendwie verhielt der sich von Anfang an genau so wie ich es gerne hätte, was es schwer macht sich einfach davon abzuwenden und 'ne, du nich' zu sagen
Für Seiten die ich täglich oder mehrmals in der Woche besuchen will/soll/muß habe ich eine iconlastige Schnellanklickseite, da hat auch der Google-Reader sein kleines Icon, so dass ich nicht vergesse spätestens alle zwei Tage mal den Reader zu öffnen und wieder Blogs zu lesen. Wenn es zu viel wird leider aber doch mal mit dem 'mark all as read'-Button. Mit gefällt auch die Möglichkeit
Blogartikel empfehlen zu können ohne selbst über empfehlenswerte Artikel bloggen zu müssen. (Was ich nach wie vor sicher dennoch tun werde, wenn es mir unter den Fingern brennt.)
Der Status aller Blogs, auch ob gelesen oder nicht, ist von jedem Rechner bis hin zum Handy aus gleich und Flashfilmchen markiere ich mir zum später lesen und sehe sie auf dem EeePC an.
Also bin ich zurück in der Blog-lesenden, Blog-kommentierenden Bevölkerungsgruppe. Juchhei
P.S.: Die Idee zu der bunten Schnellklickseite stammt von der Divalice. Nachdem ich doch ein ziemlicher Augenmensch bin, nur zu praktisch





