Entries tagged as berlin
aktion alltag datenschutz demo demonstration deuschland freiheit gesellschaft grundgesetz internet menschen politik web 2.0 überwachung beta blogger blog blogcounter blogs dürre globale erwärmung globalisierung kommerzialisierung neue medien regulierung staat statistik terrorismus wassermangel artikel emma frauen google mela newsletter patente piraten piratenpartei postprivacy privatsphäre schreiben spackeria zensus2011 diestahl es war einmal fahrrad assange usa vortrag whistleblowing wikileaks 2011 a11y abgebrannt abgeordnetenwatch ableism accessibility allgemeinwissen angst annoyances arbeit arena banken barrierefreiheit behinderung bildung blogger boobquake brights btw09 bundestagswahl09 cc cdu china csu culture of fear ddr deaf deutschland dgs diskriminierung dummfug dystopie eltern erziehung fail fanatismus fdp feminismus 2010 ad(h)s administration ads akkar alkohol android apache aufräumen aussage baden-württemberg bahn basteln bernd bernd. eckes blumen bpt10 buch bundesparteitag burg bücher caffeine for the creative mind con-kritiker coppados cupcakes danksagungen datenhamster deadline deutsche bahn diy donnersberg draussen drucker eckenfels eckes foto fotografieren gesetz grundrechte hartz IV indect julis lego münchen polizei sinn & verstand skurril spielzeug steuergelder
Eine Berliner Fahrradgeschichte
Von @doppelfish erhielt ich die Anleitung wie man sein Fahrrad aufhässlicht, so dass kein gemeiner Fahrraddieb in die Versuchung kommt das Ding zu stehlen.
An den Erfolg solcher Maßnahmen glaube ich nicht und ich möchte euch erzählen warum:

Als ich noch im großen B lebte bekam ich ein Fahrrad geschenkt. Es war ein ca. 20 Jahre altes Damenfahrrad aus ostdeutscher Produktion. Mit 26" Felgendurchmesser war es zwar beinahe zu klein für mich, aber ich liebte dieses komfortlose, gammelig aussehende, aber treu-robuste Gefährt. Ganz Berlin habe ich damit kreuz und quer abgeradelt, bin damit jeden Abend 10 km zur Abendschule gehechelt und des Nachts 10 km zurück nach Hause.
Ich hatte mit der Zeit einige Gimmicks angebaut, wie den Fahrradkorb mit vielen Spanngurten - mit deren Hilfe ich das Fahrrad hin und wieder in bester indischer Überladungsmanier durch die Gegend kutschierte (Na gut, vielleicht nicht ganz so extrem.)
Toll war auch der Leichtlaufdynamo, aber meine Lieblingserweiterung war die - in Deutschland eigentlich nicht zulässige - Radlaufglocke die über einen Klingelhebel wie ein Dynamo an die Felge geschwenkt wurde.
Wenn ich in der Dunkelheit über Elsenbrücke heimfuhr, übersahen die rechtsabbiegenden Autofahrer am Fuß der Brücke (in Richtung Friedrichshain) nur zu regelmäßig die Fahrradfahrer auf dem Radweg, und hektische Bremsmannöver sind auf zwei Rädern schon kritischer als auf Vieren. Wenn die Autofahrer also für sich behaupteten, den brückabwärtsrasenden Radler im quietschaugenkrebskanariengelben Regencape doch ganz ehrlich übersehen zu haben ... meine Klingel (die ich schon kurz hinter dem Brückenscheitel an die Felge schwenkte, damit ihre Lautstärke mit meiner steigenden Geschwindigkeit irgendwann bei 'Kölner Dom Mittagsgeläut' ankam) überhörten sie ganz sicher nicht. Auch eine Autofahrerin, die mich, an dieser Stelle, gerade noch so mit Schmackes schneiden wollte, verriss das Steuer in letzter Sekunde.
Und ich hatte mich schon in ihrer Beifahrertür kleben gesehen ...
Gut mit Reparaturmaterial und Werkzeug gefüllt, war auch die Satteltasche. Denn bei so einem alten Rad steht man schon mal mitten in der Nacht irgendwo in einem westberliner Park und kommt nicht weiter. Ausser natürlich, man ist generalstabsmässig vorbereitet.
Dynamo, Klingel, Fahrradkorb, Spanngurte, nachträglich angebrachte Katzenaugen und der Inhalt der Satteltasche waren jedenfalls zusammen (vermutlich auch einzeln) mehr Wert als das Fahrrad selbst. Ganz zu schweigen von den zwei fetten Schlössern mit denen es immer gesichert war.
Und dennoch wurde mir das gute Stück entwendet und mein Herz blutete noch heute.
Bevor mir allerdings das ganze Fahrrad geklaut wurde, spielte sich eine noch viel härtere Diebstahlsgeschichte um dieses Rad ab:
Wegen der Kombination - Berlin + idiotische Berliner Autofahrer + häufige Nacht- und Regenfahrten + persönlichem Sicherheitsfanatismus - hatte ich mir schon relativ bald batteriebetriebene Zusatzleuchten besorgt, die man in den Modi "Dauerlicht" "Blinken" und "Epilepsieauslöser" betreiben konnte.
Während man heute sowas bei Aldi hinterhergeworfen bekommt, wenn man die Tür nicht zumacht, war eine solche Zusatzleuchte damals eine richtige Investition. Vor allem für eine finanziell dauerabgebrannte Hausbesetzerin.
Es kam wie es kommen musste. Die Befestigung des roten Zusatzrücklichtes war mehr oder weniger wackelig. Keine Woche nach dem Kauf löste es sich in einer Kurve vom Fahrradkorb und wurde direkt von einem Auto überfahren.
Wehklagend puhlte ich seine Einzelteile zwischen lichtenberger Katzenkopfpflaster heraus und brachte die kümmerlichen Reste in die heimische Elektrobastelwerkstatt.
Die Lage war ernst, aber nicht hoffnungslos. Um die Abdeckung sicher zu kitten und zu verhindern das Wasser durch die Risse eindrang, goß ich das gesamte Gehäuse mit Gießharz aus. Natürlich erst, nachdem ich den Lötkolben geschwungen und die innenliegenden Batteriekontakte nach aussen verlängert hatte. Diese verband ich mit einem billigen Batteriegehäuse von Conrad Elektronik, in das ich strategisch Löcher gebohrt hatte. Rücklicht und Batteriegehäuse wurden dann sorgfältig mit Kabelbindern am Fahrradkorb festgezurrt und die Bohrlöcher noch mit Heißkleber versiegelt. Voila. Das Licht war gerettet und nun deutlich zuverlässiger angebracht als vorher. Ohne Werkzeug konnte man es unmöglich entfernen.
Aber was soll ich sagen ...
Es wurde geklaut! Einer schönen Nacht wurden die solchermaßen zusammengekleisterten Trümmer fein säuberlich von meinem Fahrradkorb abgebaut. Ich fand am nächsten Morgen nur noch durchgeknippste Kabelbinderreste.
Also erzählt mir doch hier keiner dass es hilft ein mit einem mühsam zur Ruine gestyltem Fahrrad herumzufahren. Nicht in Berlin, jedenfalls.
An den Erfolg solcher Maßnahmen glaube ich nicht und ich möchte euch erzählen warum:
Als ich noch im großen B lebte bekam ich ein Fahrrad geschenkt. Es war ein ca. 20 Jahre altes Damenfahrrad aus ostdeutscher Produktion. Mit 26" Felgendurchmesser war es zwar beinahe zu klein für mich, aber ich liebte dieses komfortlose, gammelig aussehende, aber treu-robuste Gefährt. Ganz Berlin habe ich damit kreuz und quer abgeradelt, bin damit jeden Abend 10 km zur Abendschule gehechelt und des Nachts 10 km zurück nach Hause.
Ich hatte mit der Zeit einige Gimmicks angebaut, wie den Fahrradkorb mit vielen Spanngurten - mit deren Hilfe ich das Fahrrad hin und wieder in bester indischer Überladungsmanier durch die Gegend kutschierte (Na gut, vielleicht nicht ganz so extrem.)
Toll war auch der Leichtlaufdynamo, aber meine Lieblingserweiterung war die - in Deutschland eigentlich nicht zulässige - Radlaufglocke die über einen Klingelhebel wie ein Dynamo an die Felge geschwenkt wurde.
Wenn ich in der Dunkelheit über Elsenbrücke heimfuhr, übersahen die rechtsabbiegenden Autofahrer am Fuß der Brücke (in Richtung Friedrichshain) nur zu regelmäßig die Fahrradfahrer auf dem Radweg, und hektische Bremsmannöver sind auf zwei Rädern schon kritischer als auf Vieren. Wenn die Autofahrer also für sich behaupteten, den brückabwärtsrasenden Radler im quietschaugenkrebskanariengelben Regencape doch ganz ehrlich übersehen zu haben ... meine Klingel (die ich schon kurz hinter dem Brückenscheitel an die Felge schwenkte, damit ihre Lautstärke mit meiner steigenden Geschwindigkeit irgendwann bei 'Kölner Dom Mittagsgeläut' ankam) überhörten sie ganz sicher nicht. Auch eine Autofahrerin, die mich, an dieser Stelle, gerade noch so mit Schmackes schneiden wollte, verriss das Steuer in letzter Sekunde.
Und ich hatte mich schon in ihrer Beifahrertür kleben gesehen ...
Gut mit Reparaturmaterial und Werkzeug gefüllt, war auch die Satteltasche. Denn bei so einem alten Rad steht man schon mal mitten in der Nacht irgendwo in einem westberliner Park und kommt nicht weiter. Ausser natürlich, man ist generalstabsmässig vorbereitet.
Dynamo, Klingel, Fahrradkorb, Spanngurte, nachträglich angebrachte Katzenaugen und der Inhalt der Satteltasche waren jedenfalls zusammen (vermutlich auch einzeln) mehr Wert als das Fahrrad selbst. Ganz zu schweigen von den zwei fetten Schlössern mit denen es immer gesichert war.
Und dennoch wurde mir das gute Stück entwendet und mein Herz blutete noch heute.
Bevor mir allerdings das ganze Fahrrad geklaut wurde, spielte sich eine noch viel härtere Diebstahlsgeschichte um dieses Rad ab:
Wegen der Kombination - Berlin + idiotische Berliner Autofahrer + häufige Nacht- und Regenfahrten + persönlichem Sicherheitsfanatismus - hatte ich mir schon relativ bald batteriebetriebene Zusatzleuchten besorgt, die man in den Modi "Dauerlicht" "Blinken" und "Epilepsieauslöser" betreiben konnte.
Während man heute sowas bei Aldi hinterhergeworfen bekommt, wenn man die Tür nicht zumacht, war eine solche Zusatzleuchte damals eine richtige Investition. Vor allem für eine finanziell dauerabgebrannte Hausbesetzerin.
Es kam wie es kommen musste. Die Befestigung des roten Zusatzrücklichtes war mehr oder weniger wackelig. Keine Woche nach dem Kauf löste es sich in einer Kurve vom Fahrradkorb und wurde direkt von einem Auto überfahren.
Wehklagend puhlte ich seine Einzelteile zwischen lichtenberger Katzenkopfpflaster heraus und brachte die kümmerlichen Reste in die heimische Elektrobastelwerkstatt.
Die Lage war ernst, aber nicht hoffnungslos. Um die Abdeckung sicher zu kitten und zu verhindern das Wasser durch die Risse eindrang, goß ich das gesamte Gehäuse mit Gießharz aus. Natürlich erst, nachdem ich den Lötkolben geschwungen und die innenliegenden Batteriekontakte nach aussen verlängert hatte. Diese verband ich mit einem billigen Batteriegehäuse von Conrad Elektronik, in das ich strategisch Löcher gebohrt hatte. Rücklicht und Batteriegehäuse wurden dann sorgfältig mit Kabelbindern am Fahrradkorb festgezurrt und die Bohrlöcher noch mit Heißkleber versiegelt. Voila. Das Licht war gerettet und nun deutlich zuverlässiger angebracht als vorher. Ohne Werkzeug konnte man es unmöglich entfernen.
Aber was soll ich sagen ...
Es wurde geklaut! Einer schönen Nacht wurden die solchermaßen zusammengekleisterten Trümmer fein säuberlich von meinem Fahrradkorb abgebaut. Ich fand am nächsten Morgen nur noch durchgeknippste Kabelbinderreste.
Also erzählt mir doch hier keiner dass es hilft ein mit einem mühsam zur Ruine gestyltem Fahrrad herumzufahren. Nicht in Berlin, jedenfalls.
Trailer zur bundesweiten Demonstration: Freiheit statt Angst
Freiheit statt Angst - der Trailer from Alexander Svensson on Vimeo.
Trailer zur Bundesweiten Demo "Freiheit Statt Angst!" am 12.09.2009.
Zone des absoluten Schwachsinns
ob meldet sich zum gezielten Absturz des Kleinflugzeugs vor dem deutschen Bundestag zu Wort.
Mit vollem Recht kanzelt der den blinden Aktionismus der Regierenden und regieren Wollenden ab.
Luftabwehrgeschütze und bewaffnete Hubschrauber - vorgeschlagen von so einem komischen Bayern (Beckstein), der nun einfach mal gar nichts mit dem Luftraum über Berlin zu tun hat (Herr Beckstein, noch hat sie keiner gewählt - und ich hoffe, das passiert uns auch nicht!). Super Idee. An Arroganz, Ignoranz, technischer Unkenntnis, blindem Aktionismus und Populismus kaum zu übertreffen. Wenn man also das für das Radar quasi unsichtbare Flugzeug kurz vor dem Regiserungssitz zufällig entdeckt hat, dann schießt man ein hochexplosives Luftabwehrgeschoß darauf ab. Wenn man trifft (auch das ist über einer Großstadt nicht ganz so einfach), prasselt dann in einem größeren Umkreis brennender Schrott auf die Bevölkerung einer Millonenstadt - na Hauptsache, der Flieger beschädigt nicht den Rasen vor dem Reichstag.



