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Szenen einer Ehe: Gonger
In den Pausen der Golden Globe-Verleihung macht Pro 7 Werbung für schlechte Eigenproduktionen.
Sprecher (mit dramatischem Unterton): "Gonger und die Weltpremiere von Gonger 2 .."
Mela (schnaubend): "Weltpremiere. Als wollte den irgendjemand ausserhalb Deutschlands sehen."
Bernd: "... oder innerhalb Deutschlands."
Sprecher (mit dramatischem Unterton): "Gonger und die Weltpremiere von Gonger 2 .."
Mela (schnaubend): "Weltpremiere. Als wollte den irgendjemand ausserhalb Deutschlands sehen."
Bernd: "... oder innerhalb Deutschlands."
Review: Avatar
Einen Review über "Avatar - Aufbruch nach Pandora" zu schreiben ist nicht leicht. Zu viele Eindrücke nimmt man aus dem Kino mit und eigentlich müsste man ihn drei-, vier- oder fünfmal sehen um eine qualifizierte Beschreibung liefern zu können. Einen Review zu schreiben und dabei jeden Superlativ wegzulassen, ist noch weit schwerer.

Einzig die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen, denn die bietet weder etwas Neues, noch Überraschungen.
"Avatar" basiert auf dem allerältesten SciFi-Grundthema:
Die Menschheit hat die Erde sorgfältig zugrunde gerichtet und ist - notgedrungen - ins All expandiert. Dort verfahren die Menschen mit fremden Planeten wie sie es von zuhause gewohnt sind. Ganz egal ob man dort noch intelligentes Leben vorfindet. Über Willen und Kultur eingeborener Rassen wird arrogant hinweggetrampelt, was diesen logischerweise nicht gefällt. Auf die Entschlossenheit und Brutalität der Erdenrasse sind sie aber nicht vorbereitet. Natürlich sind die Einwohner von Schlag "edle Wilde". Natürlich leben sie im Gegensatz zur tumben Menschheit im Einklang mit der Natur. Natürlich gibt es einen oder mehrere menschliche Überläufer und das natürlich nachdem sich ein Mensch in eine wunderschöne Eingeborene verliebt hat, die gleichermaßen sanft wie stark und mutig ist.
Ein Grundthema das man in kaum veränderter Form in SciFi-Sagas wie Darkover findet (besonders in der Novelle "World Wreckers") und in so vielen anderen Büchern und Filmen das mir gerade keine weiteren Einzelbeispiele einfallen.
Der Storyablauf ist komplett vorhersehbar. Es sterben genau die Figuren bei denen man sich schon im Vorfeld sicher ist, dass sie sterben werden. Die Angriffe erfolgen genau zum vermuteten Zeitpunkt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie erwartet. Die inneren Konflikte sind vorhersagbar. Wer um einer neuen Story willen in den Film geht, wird herbe enttäuscht werden.
Und doch: Avatar fesselt und reisst mit.
Nicht weil die Story neu wäre. Nein, es ist als würde man ein Märchen, welches die eigene Großmutter seit Jahren jeden Abend auf die gleiche Weise erzählt hat, zum ersten Mal vom besten Erzähler der Welt erzählt bekommen.
Ich habe Avatar im Original und 3D gesehen und falls ihr die Möglichkeit dazu habt, versucht den Film auf die gleiche Weise zu sehen. Aber ich bin mir sicher das er auch in 2D noch umwerfend ist.
Cameron hat an alles gedacht. Mir ist beim ersten Sehen kein Plothole aufgefallen, kein Goof und kaum eine unlogische Darstellung. Schon der Anfang ist perfekt als der Protagonist sichtlich in der Schwerelosigkeit in den Halteriemen seines Bettes schwebt. Auch die Welt Pandora ist mit ihren Besonderheiten so realistisch umgesetzt, das der Zuschauer den Eindruck erhält vor Ort zu sein.
Von den angemalten Aliens und den Topf-Gummibäumen der frühen Star Trek-Serie, sind die Avatar-Effekte ungefähr soweit entfernt wie Feuerstein und Zunder von der Kernspaltung.
Aber es ist wirklich dem Können von Cameron und seinem Team zuzurechnen, das kein Effekt übertrieben oder deplaziert erscheint. So überwältigen der Film ist, der Zuschauer wird nicht mit der Effektkeule plattgeklopft, sondern er erlebt ein sehr filligran durchkomponiertes Meisterwerk.
Welt, Bewohner, Tierwelt und Sprache basieren zwar ebenfalls auf bekannten Motiven, sind aber mit großer Liebe ausgearbeitet und neu erschaffen worden.
Auch wenn sogar das Ende vollkommen vorhersehbar ist. Geht in diesen Film und lasst euch vom Großmeister unter den Großmeistern unterhalten. Avatar braucht eine große Leinwand und ein Kino mit einer guten Soundanlage. Aber dann ist die Illusion so perfekt wie es mit der Technik des beginnenden 21. Jahrhunderts nur möglich ist.
Der deutsche Untertitel ist allerdings, wie meist, kompletter Mist. Immerhin befindet sich die Menschheit schon auf Pandora und muß nicht erst dorthin gelangen.
Einzig die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen, denn die bietet weder etwas Neues, noch Überraschungen.
"Avatar" basiert auf dem allerältesten SciFi-Grundthema:
Die Menschheit hat die Erde sorgfältig zugrunde gerichtet und ist - notgedrungen - ins All expandiert. Dort verfahren die Menschen mit fremden Planeten wie sie es von zuhause gewohnt sind. Ganz egal ob man dort noch intelligentes Leben vorfindet. Über Willen und Kultur eingeborener Rassen wird arrogant hinweggetrampelt, was diesen logischerweise nicht gefällt. Auf die Entschlossenheit und Brutalität der Erdenrasse sind sie aber nicht vorbereitet. Natürlich sind die Einwohner von Schlag "edle Wilde". Natürlich leben sie im Gegensatz zur tumben Menschheit im Einklang mit der Natur. Natürlich gibt es einen oder mehrere menschliche Überläufer und das natürlich nachdem sich ein Mensch in eine wunderschöne Eingeborene verliebt hat, die gleichermaßen sanft wie stark und mutig ist.
Ein Grundthema das man in kaum veränderter Form in SciFi-Sagas wie Darkover findet (besonders in der Novelle "World Wreckers") und in so vielen anderen Büchern und Filmen das mir gerade keine weiteren Einzelbeispiele einfallen.
Der Storyablauf ist komplett vorhersehbar. Es sterben genau die Figuren bei denen man sich schon im Vorfeld sicher ist, dass sie sterben werden. Die Angriffe erfolgen genau zum vermuteten Zeitpunkt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie erwartet. Die inneren Konflikte sind vorhersagbar. Wer um einer neuen Story willen in den Film geht, wird herbe enttäuscht werden.
Und doch: Avatar fesselt und reisst mit.
Nicht weil die Story neu wäre. Nein, es ist als würde man ein Märchen, welches die eigene Großmutter seit Jahren jeden Abend auf die gleiche Weise erzählt hat, zum ersten Mal vom besten Erzähler der Welt erzählt bekommen.
Ich habe Avatar im Original und 3D gesehen und falls ihr die Möglichkeit dazu habt, versucht den Film auf die gleiche Weise zu sehen. Aber ich bin mir sicher das er auch in 2D noch umwerfend ist.
Cameron hat an alles gedacht. Mir ist beim ersten Sehen kein Plothole aufgefallen, kein Goof und kaum eine unlogische Darstellung. Schon der Anfang ist perfekt als der Protagonist sichtlich in der Schwerelosigkeit in den Halteriemen seines Bettes schwebt. Auch die Welt Pandora ist mit ihren Besonderheiten so realistisch umgesetzt, das der Zuschauer den Eindruck erhält vor Ort zu sein.
Von den angemalten Aliens und den Topf-Gummibäumen der frühen Star Trek-Serie, sind die Avatar-Effekte ungefähr soweit entfernt wie Feuerstein und Zunder von der Kernspaltung.
Aber es ist wirklich dem Können von Cameron und seinem Team zuzurechnen, das kein Effekt übertrieben oder deplaziert erscheint. So überwältigen der Film ist, der Zuschauer wird nicht mit der Effektkeule plattgeklopft, sondern er erlebt ein sehr filligran durchkomponiertes Meisterwerk.
Welt, Bewohner, Tierwelt und Sprache basieren zwar ebenfalls auf bekannten Motiven, sind aber mit großer Liebe ausgearbeitet und neu erschaffen worden.
Auch wenn sogar das Ende vollkommen vorhersehbar ist. Geht in diesen Film und lasst euch vom Großmeister unter den Großmeistern unterhalten. Avatar braucht eine große Leinwand und ein Kino mit einer guten Soundanlage. Aber dann ist die Illusion so perfekt wie es mit der Technik des beginnenden 21. Jahrhunderts nur möglich ist.
Der deutsche Untertitel ist allerdings, wie meist, kompletter Mist. Immerhin befindet sich die Menschheit schon auf Pandora und muß nicht erst dorthin gelangen.
Review: Inglorious Basterds
Es ist ja beinahe etwas müßig einen Review über einen Film zu schreiben, den inzwischen schon jeder gesehen hat. Dennoch will ich ein paar Worte über Tarantinos neustes Werk verlieren, nachdem sich der Eindruck bei mir gesetzt hat.
Mein kurzer Eindruck: Tarantino hat schon deutlich bessere Filme gedreht.
Der lange Eindruck:
Ich tendiere dazu Filme für mich recht binär zu werten. Entweder ich denke irgendwann während des Films „Also langsam könnte er ja mal rum sein“ - dann hat mich der Film nicht gut unterhalten – oder ich denke am Ende des Filmes „Was? Schon rum?“ - dann wurde ich gut unterhalten. Thema, Machart, 'Ernsthaftigkeit' .. alles ist erst einmal nebensächlich. Hauptsache ich habe das Erlebnis genossen und dann kann eine Comicverfilmung schon mal besser auf meiner inneren Skala abschneiden als ein Film, der sich mit einem ernsten Thema beschäftigt.
Normalerweise fühle ich mich von Tarantino gut unterhalten, obwohl ich kein Freund unnötiger Gewaltdarstellungen bin. Bei Tarantino kaufe ich sie mit, denn wo Tarantino draufsteht, ist eben auch Schock drin. Aber seine Filme sind normal trotzdem gut und hin und wieder ist die Gewalt tatsächlich stilistisch sinnvoll.
Auch in „Inglorious Basterds“ bekommt man unnötige Gewaltdarstellungen zu sehen, aber leider sind sie an manchen Stellen noch unnötiger als üblich. Doch das war es nicht, was mir den Film beinahe verdorben hat, sondern Tarantinos unglückliche Hand bei der Auswahl der Darsteller.
Als ich als Teenager eine Weile einer kleinen Latein-Formation angehörte, lernte ich, dass man Tanzgruppen besser aus 'durchschnittlichen' Tänzern zusammenstellt, anstatt ein steiles Leistungsgefälle innerhalb der Gruppe in Kauf zu nehmen. Gute Filme dürfen zwar mit Stars aufwarten, aber wird ein Teil der Schauspieler vom Rest an die Wand gespielt, verliert der Film für den Zuschauer, denn der Qualitätsunterschied fällt störend ins Auge. Als würde im Autohaus ein hochglanzpolierter Porsche neben einer rostzerfressenen, staubigen Ente stehen.
Der 'Star' ist ohne Frage Brad Pitt. Der so lust- und farblos wirkt, als sei ihm klargeworden das Tarantino ihn nur als Namen engagiert hat, statt als Schauspieler. Als Zugpferd, der die Amerikaner ins Kino holt, die vielleicht nicht kämen wenn der Cast rein aus weitgehend unbekannten europäischen Schauspielern bestünde. Und obwohl ich Brad Pitt wirklich mag und weiß das er exzellente Schauspielarbeit leisten kann (zum Beispiel in "12 Monkeys" oder "Spy Game"), verliert der Film mit seinem Auftreten die Atmosphäre, die im 1. Kapitel von Christoph Waltz und Denis Menochet aufgebaut wurde.
Im ersten Kapitel beweist Tarantino ebenfalls, das er ein Filmemacher von Format ist. So dicht und so beklemmend ist dieser Einstieg in den Film erzählt. Der Rest des Filmes ist nach einem Spitzen-Beginn dann leider nur noch Mittelmaß.
Überhaupt ist Christoph Waltz der Schauspieler, der den Film mit seinem Charisma trägt. Auch wenn er für die Rolle von Allen über den grünen Klee gelobt wird ... er hat es verdient. Seine Leistung ist groß-ar-tig. Ihm folgt dichtauf die – mir bis dato unbekannte – Schauspielerin Mélanie Laurent, deren Ausstrahlung einfach umwerfend ist. Positiv aufgefallen sind mir außerdem Daniel Brühl, August Diehl und Eli Roth. Den absoluten Tiefstand schauspielerischen Talents bietet allerdings – wieder einmal – Diane Kruger. Zugegeben, Diane Kruger sieht umwerfend aus. Aber jede Feldmaus hat ein größeres schauspielerisches Potenzial und warum sie nicht mal an ihrem nervigen Lispeln arbeitet, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
Somit bietet der Film die ganze Bandbreite: von großartigen europäischen Schauspielern, bis hin zu Möchtegern-Darstellern, plus einer meist mittelmäßigen bis farblosen US-Darstellerriege.
Als Zuschauer möchte man in einem Moment mehr und im nächsten weinend aus dem Kino rennen, die Leinwand zerfetzen oder die Lautsprecher aus den Wänden reißen.
Zum ersten Mal bei einem Tarantino-Film fragte ich mich etwa zur Halbzeit wie lang es denn noch dauern möge. Auf meiner binären Skala ist "Inglorious Basterds" damit durchgefallen. Und der Nachgeschmack ist und bleibt halbgar. Als wäre das Film-Gericht gleichzeitig von einem Sternekoch und einem McDonalds-Mitarbeiter zubereitet worden.
Mein kurzer Eindruck: Tarantino hat schon deutlich bessere Filme gedreht.
Der lange Eindruck:
Ich tendiere dazu Filme für mich recht binär zu werten. Entweder ich denke irgendwann während des Films „Also langsam könnte er ja mal rum sein“ - dann hat mich der Film nicht gut unterhalten – oder ich denke am Ende des Filmes „Was? Schon rum?“ - dann wurde ich gut unterhalten. Thema, Machart, 'Ernsthaftigkeit' .. alles ist erst einmal nebensächlich. Hauptsache ich habe das Erlebnis genossen und dann kann eine Comicverfilmung schon mal besser auf meiner inneren Skala abschneiden als ein Film, der sich mit einem ernsten Thema beschäftigt.
Normalerweise fühle ich mich von Tarantino gut unterhalten, obwohl ich kein Freund unnötiger Gewaltdarstellungen bin. Bei Tarantino kaufe ich sie mit, denn wo Tarantino draufsteht, ist eben auch Schock drin. Aber seine Filme sind normal trotzdem gut und hin und wieder ist die Gewalt tatsächlich stilistisch sinnvoll.
Auch in „Inglorious Basterds“ bekommt man unnötige Gewaltdarstellungen zu sehen, aber leider sind sie an manchen Stellen noch unnötiger als üblich. Doch das war es nicht, was mir den Film beinahe verdorben hat, sondern Tarantinos unglückliche Hand bei der Auswahl der Darsteller.
Als ich als Teenager eine Weile einer kleinen Latein-Formation angehörte, lernte ich, dass man Tanzgruppen besser aus 'durchschnittlichen' Tänzern zusammenstellt, anstatt ein steiles Leistungsgefälle innerhalb der Gruppe in Kauf zu nehmen. Gute Filme dürfen zwar mit Stars aufwarten, aber wird ein Teil der Schauspieler vom Rest an die Wand gespielt, verliert der Film für den Zuschauer, denn der Qualitätsunterschied fällt störend ins Auge. Als würde im Autohaus ein hochglanzpolierter Porsche neben einer rostzerfressenen, staubigen Ente stehen.
Der 'Star' ist ohne Frage Brad Pitt. Der so lust- und farblos wirkt, als sei ihm klargeworden das Tarantino ihn nur als Namen engagiert hat, statt als Schauspieler. Als Zugpferd, der die Amerikaner ins Kino holt, die vielleicht nicht kämen wenn der Cast rein aus weitgehend unbekannten europäischen Schauspielern bestünde. Und obwohl ich Brad Pitt wirklich mag und weiß das er exzellente Schauspielarbeit leisten kann (zum Beispiel in "12 Monkeys" oder "Spy Game"), verliert der Film mit seinem Auftreten die Atmosphäre, die im 1. Kapitel von Christoph Waltz und Denis Menochet aufgebaut wurde.
Im ersten Kapitel beweist Tarantino ebenfalls, das er ein Filmemacher von Format ist. So dicht und so beklemmend ist dieser Einstieg in den Film erzählt. Der Rest des Filmes ist nach einem Spitzen-Beginn dann leider nur noch Mittelmaß.
Überhaupt ist Christoph Waltz der Schauspieler, der den Film mit seinem Charisma trägt. Auch wenn er für die Rolle von Allen über den grünen Klee gelobt wird ... er hat es verdient. Seine Leistung ist groß-ar-tig. Ihm folgt dichtauf die – mir bis dato unbekannte – Schauspielerin Mélanie Laurent, deren Ausstrahlung einfach umwerfend ist. Positiv aufgefallen sind mir außerdem Daniel Brühl, August Diehl und Eli Roth. Den absoluten Tiefstand schauspielerischen Talents bietet allerdings – wieder einmal – Diane Kruger. Zugegeben, Diane Kruger sieht umwerfend aus. Aber jede Feldmaus hat ein größeres schauspielerisches Potenzial und warum sie nicht mal an ihrem nervigen Lispeln arbeitet, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
Somit bietet der Film die ganze Bandbreite: von großartigen europäischen Schauspielern, bis hin zu Möchtegern-Darstellern, plus einer meist mittelmäßigen bis farblosen US-Darstellerriege.
Als Zuschauer möchte man in einem Moment mehr und im nächsten weinend aus dem Kino rennen, die Leinwand zerfetzen oder die Lautsprecher aus den Wänden reißen.
Zum ersten Mal bei einem Tarantino-Film fragte ich mich etwa zur Halbzeit wie lang es denn noch dauern möge. Auf meiner binären Skala ist "Inglorious Basterds" damit durchgefallen. Und der Nachgeschmack ist und bleibt halbgar. Als wäre das Film-Gericht gleichzeitig von einem Sternekoch und einem McDonalds-Mitarbeiter zubereitet worden.
Review: Fraggles DVD

Manche Kindheitserinnerungen wollen ganz massiv aufgefrischt werden. So erging es uns letzte Woche als das Gespräch zufällig auf die Fraggles kam und wir beide jetzt und sofort unbedingt die alten Folgen sehen wollten.
Zu unserem Glück gibt es
Zusätzlich zu den 12 deutschen Folgen der Fraggles
enthält die DVD 12 Originalfolgen in denen Gerard Parkes den 'Doc' spielt, statt - wie in der deutschen Lokalisierung - Hans Helmut Dickow.
Die Bildqualität begeistert nicht unbedingt. Leider fühlten wir uns sofort vor einen 80er-Jahre Fernseher mit leidlicher Schärfe versetzt, statt dem heimischen Flatscreen.
Die erste Folge die wir uns ansahen (auf Deutsch) wirkte mit dem Abstand von gut 25 Jahren dann doch etwas ... bemüht. Was früher fasziniert hat, zündete irgendwie nicht mehr so richtig.
Das gab sich, als wir zu den englischen Folgen umgeschaltet haben. Keine furchtbar übersetzten Lieder und verlorene Wortwitze. Deutlich mehr Drive über die gesamte Folge.
Nachdem bei den englischen Folgen automatisch deutsche Untertitel eingeblendet wurden, befürchtete ich schon unabschaltbare Zwangsuntertitel.. aber glücklicherweise trifft das nicht zu. Barrierefrei ist die DVD auch nicht. Die deutschen Folgen besitzen gar keine Untertitel, die Englischen nur deutsche. Ohne Gehörlosenbeschreibungen.
Auf jeden Fall aber ist die DVD historisch wertvoll. Die Bluebox-Effekte wirken heutzutage ziemlich unbeholfen und die allwissende Müllhalde besitzt sogar unbedeckte Brüste. Stellt euch das mal im aktuellen Jahrtausend vor. Fragglegate!
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iTunes suckt!
Bislang habe ich iTunes nicht benutzt. Einmal weil ich mich generell kopiergeschützter Musik großer Labels verweigere und Zweitens, weil ich nun mal eigentlich keine Tools nutze für die ich unbedingt auf meine Windows-Mühle zurückgreifen muss, die eigentlich nur da ist um die Duden-Software benutzen zu können.
Alle anderen Sachen werden nun mal unter FreeBSD erledigt und ich sehe es darüberhinaus nicht ein mit vorschreiben zu lassen auf welchen Geräten ich meine Musik anhören darf.
Nun wollte ich aber den Soundtrack vom Dr. Horribles Sing Along Blog erwerben. Nicht nur weil er toll ist, sondern weil ich die Macher auch in dem Vorhaben, irgendwann ihr Team bezahlen zu können, unterstützen wollte.
Der Kauf stellt sich als mehr als haarig heraus. Zuerst habe ichs über Amazon.com versucht. Doch während ich dort ohne Probleme Bücher und sonstigen Krempel kaufen darf, brauche ich eine US-Adresse um MP3s herunterladen zu können. Fein. Also doch den Windowsrechner gestartet und mir mal einen iTunes-Account angelegt. Nach beinahe einer halben Stunde gefummel war ich dann doch echt soweit den Soundtrack gekauft zu haben. Doch mitten im Download schaltete sich der Rechner aus.
(Mein Fehler, ich lasse ihn abends automatisch ausschalten. Aber das Windows mal kotzt ist ja kein sooo seltenes Problem und auch mit anderen Abbruchgründen - Netzprobleme, Stromausfall muss man einfach rechnen. Shit happens. In der IT sogar doppelt und dreifach.)
Gut, Rechenknecht wieder gebootet und versucht den Download wieder aufzunehmen. Die noch nicht heruntergeladenen Dateien lud er ohne Anstand. Allerdings die zwei Dateien die mitten im Download abgebrochen waren, galten als heruntergeladen und konnten nicht ohne Probleme nochmal geladen werden.
Bei tatsächlich benutzerfreundlichen Diensten wie CDBaby kann ich meine Käufe auch noch nach Jahren unter meinem Login herunterladen. Abbrüche - scheiss drauf - Festplattencrashs - wen interessierts. Einmal gekauft, immer meins.
Gut iTunes bietet die Möglichkeit einen Fehler zu melden, was ich dann auch in Anspruch genommen habe. Nun durfte ich warten bis sich jemand vom Support bequemt mir die Sachen nochmal zum Download hinzulegen. Also bis zum nächsten Werktag.
Vorhin habe ich nachgesehen und die beiden fehlenden Dateien heruntergeladen. Dummerweise ist eine davon auch nach neuerlichem Download defekt und lässt sich nicht abspielen. Also nochmal in itunes gegangen um einen weiteren Fehler zu melden.
Nun bekam ich die Meldung:
Das weiss ich auch. Sie ist dennoch kaputt. Ich habe einen Fehler. Ich würde ihn gerne melden. Ich würde gerne die Dienstleistung erhalten für die ich bezahlt habe. Nicht nur das der Einkauf selbst auf meinem alten Windowsrechner stinkendlahm ist, auch die Art und Weise wie ich Musik dort kaufen kann, gerät zu einem Staatsakt. Die Musik dann nicht nur auf dem Rechner anhören zu können, ist ein weiterer und vermutlich dürfte ich das nicht mal versuchen. Vermutlich nicht mal dran denken.
Für mich fühlt sich das Ganze wirklich so an, als würde einem Apple und jede nur denkbare Musikfirma dort draussen nahe legen ihren Kram zu stehlen. Denn dann bekommt man ihn schnell, unproblematisch und in offenen Formaten.
Schade, wirklich schade das Joss Whedon und seine Mannen zwar innovative Ideen haben und bereit sind die eingetretenen Pfade der Vermarktung zu verlassen, aber ebenso schade das sie nicht den Mut zu haben scheinen auf kastrierte, kopiergeschützte Formate zu verzichten.
Lieber Joss, lieber Jed, lieber Zach. In diesem Sinne: Once More, with Feeling.
Alle anderen Sachen werden nun mal unter FreeBSD erledigt und ich sehe es darüberhinaus nicht ein mit vorschreiben zu lassen auf welchen Geräten ich meine Musik anhören darf.
Nun wollte ich aber den Soundtrack vom Dr. Horribles Sing Along Blog erwerben. Nicht nur weil er toll ist, sondern weil ich die Macher auch in dem Vorhaben, irgendwann ihr Team bezahlen zu können, unterstützen wollte.
Der Kauf stellt sich als mehr als haarig heraus. Zuerst habe ichs über Amazon.com versucht. Doch während ich dort ohne Probleme Bücher und sonstigen Krempel kaufen darf, brauche ich eine US-Adresse um MP3s herunterladen zu können. Fein. Also doch den Windowsrechner gestartet und mir mal einen iTunes-Account angelegt. Nach beinahe einer halben Stunde gefummel war ich dann doch echt soweit den Soundtrack gekauft zu haben. Doch mitten im Download schaltete sich der Rechner aus.
(Mein Fehler, ich lasse ihn abends automatisch ausschalten. Aber das Windows mal kotzt ist ja kein sooo seltenes Problem und auch mit anderen Abbruchgründen - Netzprobleme, Stromausfall muss man einfach rechnen. Shit happens. In der IT sogar doppelt und dreifach.)
Gut, Rechenknecht wieder gebootet und versucht den Download wieder aufzunehmen. Die noch nicht heruntergeladenen Dateien lud er ohne Anstand. Allerdings die zwei Dateien die mitten im Download abgebrochen waren, galten als heruntergeladen und konnten nicht ohne Probleme nochmal geladen werden.
Bei tatsächlich benutzerfreundlichen Diensten wie CDBaby kann ich meine Käufe auch noch nach Jahren unter meinem Login herunterladen. Abbrüche - scheiss drauf - Festplattencrashs - wen interessierts. Einmal gekauft, immer meins.
Gut iTunes bietet die Möglichkeit einen Fehler zu melden, was ich dann auch in Anspruch genommen habe. Nun durfte ich warten bis sich jemand vom Support bequemt mir die Sachen nochmal zum Download hinzulegen. Also bis zum nächsten Werktag.
Vorhin habe ich nachgesehen und die beiden fehlenden Dateien heruntergeladen. Dummerweise ist eine davon auch nach neuerlichem Download defekt und lässt sich nicht abspielen. Also nochmal in itunes gegangen um einen weiteren Fehler zu melden.
Nun bekam ich die Meldung:
Für diese Datei haben sie bereits einen Fehler gemeldet.
Das weiss ich auch. Sie ist dennoch kaputt. Ich habe einen Fehler. Ich würde ihn gerne melden. Ich würde gerne die Dienstleistung erhalten für die ich bezahlt habe. Nicht nur das der Einkauf selbst auf meinem alten Windowsrechner stinkendlahm ist, auch die Art und Weise wie ich Musik dort kaufen kann, gerät zu einem Staatsakt. Die Musik dann nicht nur auf dem Rechner anhören zu können, ist ein weiterer und vermutlich dürfte ich das nicht mal versuchen. Vermutlich nicht mal dran denken.
Für mich fühlt sich das Ganze wirklich so an, als würde einem Apple und jede nur denkbare Musikfirma dort draussen nahe legen ihren Kram zu stehlen. Denn dann bekommt man ihn schnell, unproblematisch und in offenen Formaten.
Schade, wirklich schade das Joss Whedon und seine Mannen zwar innovative Ideen haben und bereit sind die eingetretenen Pfade der Vermarktung zu verlassen, aber ebenso schade das sie nicht den Mut zu haben scheinen auf kastrierte, kopiergeschützte Formate zu verzichten.
Lieber Joss, lieber Jed, lieber Zach. In diesem Sinne: Once More, with Feeling.
Verwandte Links:
Suchtstoff: Wallace & Gromit - The Curse of the Were-Rabbit

Endlich hat das Warten, die Sehnsucht, ein Ende.
Im Herbst - in Deutschland dann ja tendentiell etwas später - wird der neue Wallace & Gromit Film, aus der Trickfilmschmiede Aardman, in die Kinos kommen. Und diesmal sogar Abendfüllend!
Für alle unter euch, die sich Appetit holen möchten, gibt es hier Links zu den Trailer.
Bei Ralf gibt es auch das Poster zu sehen.



