Entries tagged as jenseits der musikindustrie
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Toxische Kräfte
Jaja, die toxischen Kräfte.
Marktwirtschaft ist ja was Feines. Also, solange man den Markt kontrolliert. Kommen da auf einmal neue Ideen und neue Modelle her, dann hatten die Mitbewerber mitnichten tolle Konzepte ... nein, es sind "toxische Kräfte".
"Den Markt kontrollieren" - Besonders für Unternehmen die in Deutschland tätig sind und deutsche Unternehmen bedeutet das: Bloß nicht den Wünschen der Kunden zuhören und diesen oder ihren Bedürfnissen nachgeben.
Nein, es bedeutet sich eine wohldurchdachte Verwertungskette aufzubauen. Also erst mal den Film ins Kino zu schicken. Danach müssen die Kunden, die nicht schnell genug waren ihn auf der großen Leinwand zu sehen mal ein paar Monate warten bis sie ihn auf DVD sehen dürfen und wenn das DVD-Budget schmal ist, noch ein paar Monate bis er im TV läuft. Und natürlich bekommt man ihn - ausser in ausgewählten Kinos - nur synchronisiert zu sehen. Manchmal in OmU, fast nie in O ohne U. Zwangsuntertitel auf der DVD mit Originalton ... will doch jeder! Audiodiskription für Blinde oder Untertitel für Gehörlose spart man sich aber lieber. Von der LP werden erst mal ein paar Singles ausgekoppelt und den Rest bekommt man später nur im Bundle. Des Gesamtkunstwerks wegen. Auch Bücher erscheinen erst mal als klobiges Hardcover, bevor sie auch im, für den S-Bahn-Leser praktischen, Taschenbuchformat erscheinen. Von Ebooks reden wir erst gar nicht.
Auch Serien gibt es für den deutschen Kunden nur synchronisiert und das schlecht. Schließlich musste man ein paar Frischlings-Übersetzer-Praktikanten ausbeuten. Und weil sonst die deutschen Unternehmen über die entgangenen Einnahmen jaulen, errichten Video-Portale wie Hulu Mauern um die Zuschauer draussen zu halten, die man in Deutschland meint nicht mehr bedienen zu müssen, weil es ja ohnehin nicht so viele wären. Wagt sich dochmal ein Unternehmen in dieses Internet, gibt es ausgewählte Inhalte nur in Formaten die man unter Windows und allenfalls auf dem Mac nutzen kann und das enthaltene DRM zwingt die Nutzer bei Vollmond eine schwarze Katze zu vergraben oder andere sinnlose Rituale zu befolgen und schön überall ihre Daten zu hinterlassen. Möglichkeiten für zielgruppengerechte Werbung lässt man sich schließlich nicht entgehen.
Doch dann kommt da auf einmal Youtube und Google und tut genau das. Sie hört den Kunden zu und lässt eigene Kreative ans Werk, die ja auch irgendwie Kunden waren und sind. Und schon kommen Produkte auf den Markt die die Kunden wollen.
Sie scannen Bücher, die für Verlage wirtschaftlich nicht mehr interessant waren, die interessierte Kunden aber selbst bei Abebooks nicht mehr zu zivilen Preisen auftreiben konnten und für deren Digitalisierung bei deutschen Bibliotheken kein Budget vorhanden ist. Lieber kloppt man die alten Schwarten, die nur noch einmal in zwei Jahren ausgeliehen wurden, auf die Halde und bis hier zentrale Strukturen für ein solches Vorhaben entwickelt würden und alle Lizenzfragen sowohl mit den Verwertern als auch den ewig bremsenden Verwertungsgesellschaften durchgefochten wären, vergingen locker mal ein oder zwei Jahrzehnte. Dann würde ein solches System von Siemens und T-Systems umgesetzt und wäre in der Folge unbenutzbar, nur unter Windows überhaupt in Gang zu bekommen und mit DRM bis obenhin zugekleistert.
Über Youtube brechen Konsumenten aus den künstlichen Landesbarrieren aus, versorgen Zuschauer aus aller Welt wahlweise mit Untertiteln und machen aktuelle Popsongs sogar für Gehörlose hörbar, zertrümmern den Zwang Serien oder Filme totsynchronisiert, mit einer großen, zeitlichen Distanz oder nach landestypischem Geschmack kastriert anzusehen.
Google News bietet, wie Anno dazumal das Kiosk, die Headlines der Zeitungen und leitete die User zu den Blättern weiter, die diese lesen wollen. Nicht jene drei, die vom örtlichen Austräger zugestellt werden und auch nicht nur zur BILD, dem einzigen Blatt, dass es schließlich bei fast allen Bäckern gibt.
Und schon ist das Geschrei da. Nein, nicht dass man jahrzehntelang die Hände über die Ohren geklappt und laut gesummt hat ist schuld, dass die Kunden nun in Scharen zu Google und Konkurrenz rennen. Natürlich sind die 'toxischen Kräfte' schuld. Wie konnten die sich auch wagen zuzuhören und eine Lücke im Angebot zu füllen? Wie konnten sie sich wagen, sich nicht an das Gesetz zu halten, dass man dem Kunden nie, aber auch ja nie das geben darf was er will oder zu brauchen glaubt? Wie konnten sie es sich wagen, einfach gut zu sein? Wie konnten sie es wagen, Dienste zu schaffen, die jenen die dagegen wettern auch noch nutzen? Ungefragt?
Früher mussten die Teenager sich untereinander noch den Kopfhörer des Walkmans ins Ohr stecken, um ein Lied zu empfehlen und Hilde musste ihren Strickfreundinnen versuchen die tolle Pulliidee aus dem Strickheft mit umständlichen Worten zu beschreiben. Heute schicken Teenager den Youtube-Link und Hilde teilt das Bild des Pullis über Pinterest. Und schon jaulen Künstler und Verwerter, dass sie vorher ja nicht gefragt wurden. Weil die Empfehlungen heute auf einmal visuell weitergegeben werden. Und weil Jaulen so viel weniger anstrengend ist, als zu überlegen wie man mit den neuen Aufmerksamkeitsströmen umgeht oder sich mit Google einig zu werden. Wieviele Hotelbesitzer und Kneipiers pflaumen so am Tag eigentlich Taxifahrer an, die neue Kunden vor ihren Türen absetzen? Und wie gut leben die damit?
Nein, Google ist der Untergang und das Böse. Weil sie die Ideen hatten, die man nicht haben darf. Weil sie - shocking - das Ganze nicht aus Nächstenliebe tun, sondern mit Gewinninteresse. Weil man lieber den Boten erschießt, der davon berichtet, dass man im 19. Jahrhundert hängen geblieben ist, als die überbrachte Nachricht zu nutzen. Weil nicht sein darf was nicht sein kann. Und das ist in Deutschland nun mal: Kundenfreundlichkeit.
Kommunikation heute ist visuell, bewegt, interaktiv, international und frei von Landesgrenzen. Auch deutsche Menschen sehen amerikanische Serien im Original und lesen chilenische Zeitungen.
Schimpft ruhig weiter auf Google und stellt fest, dass ihr selbst bestimmen wollt wie wo wann und wer eure Inhalte konsumieren darf und welche Bedürfnisse ihr lieber ignorieren wollt. Aber bitte sterbt leiser.
RANT ENDE.
Marktwirtschaft ist ja was Feines. Also, solange man den Markt kontrolliert. Kommen da auf einmal neue Ideen und neue Modelle her, dann hatten die Mitbewerber mitnichten tolle Konzepte ... nein, es sind "toxische Kräfte".
"Den Markt kontrollieren" - Besonders für Unternehmen die in Deutschland tätig sind und deutsche Unternehmen bedeutet das: Bloß nicht den Wünschen der Kunden zuhören und diesen oder ihren Bedürfnissen nachgeben.
Nein, es bedeutet sich eine wohldurchdachte Verwertungskette aufzubauen. Also erst mal den Film ins Kino zu schicken. Danach müssen die Kunden, die nicht schnell genug waren ihn auf der großen Leinwand zu sehen mal ein paar Monate warten bis sie ihn auf DVD sehen dürfen und wenn das DVD-Budget schmal ist, noch ein paar Monate bis er im TV läuft. Und natürlich bekommt man ihn - ausser in ausgewählten Kinos - nur synchronisiert zu sehen. Manchmal in OmU, fast nie in O ohne U. Zwangsuntertitel auf der DVD mit Originalton ... will doch jeder! Audiodiskription für Blinde oder Untertitel für Gehörlose spart man sich aber lieber. Von der LP werden erst mal ein paar Singles ausgekoppelt und den Rest bekommt man später nur im Bundle. Des Gesamtkunstwerks wegen. Auch Bücher erscheinen erst mal als klobiges Hardcover, bevor sie auch im, für den S-Bahn-Leser praktischen, Taschenbuchformat erscheinen. Von Ebooks reden wir erst gar nicht.
Auch Serien gibt es für den deutschen Kunden nur synchronisiert und das schlecht. Schließlich musste man ein paar Frischlings-Übersetzer-Praktikanten ausbeuten. Und weil sonst die deutschen Unternehmen über die entgangenen Einnahmen jaulen, errichten Video-Portale wie Hulu Mauern um die Zuschauer draussen zu halten, die man in Deutschland meint nicht mehr bedienen zu müssen, weil es ja ohnehin nicht so viele wären. Wagt sich dochmal ein Unternehmen in dieses Internet, gibt es ausgewählte Inhalte nur in Formaten die man unter Windows und allenfalls auf dem Mac nutzen kann und das enthaltene DRM zwingt die Nutzer bei Vollmond eine schwarze Katze zu vergraben oder andere sinnlose Rituale zu befolgen und schön überall ihre Daten zu hinterlassen. Möglichkeiten für zielgruppengerechte Werbung lässt man sich schließlich nicht entgehen.
Doch dann kommt da auf einmal Youtube und Google und tut genau das. Sie hört den Kunden zu und lässt eigene Kreative ans Werk, die ja auch irgendwie Kunden waren und sind. Und schon kommen Produkte auf den Markt die die Kunden wollen.
Sie scannen Bücher, die für Verlage wirtschaftlich nicht mehr interessant waren, die interessierte Kunden aber selbst bei Abebooks nicht mehr zu zivilen Preisen auftreiben konnten und für deren Digitalisierung bei deutschen Bibliotheken kein Budget vorhanden ist. Lieber kloppt man die alten Schwarten, die nur noch einmal in zwei Jahren ausgeliehen wurden, auf die Halde und bis hier zentrale Strukturen für ein solches Vorhaben entwickelt würden und alle Lizenzfragen sowohl mit den Verwertern als auch den ewig bremsenden Verwertungsgesellschaften durchgefochten wären, vergingen locker mal ein oder zwei Jahrzehnte. Dann würde ein solches System von Siemens und T-Systems umgesetzt und wäre in der Folge unbenutzbar, nur unter Windows überhaupt in Gang zu bekommen und mit DRM bis obenhin zugekleistert.
Über Youtube brechen Konsumenten aus den künstlichen Landesbarrieren aus, versorgen Zuschauer aus aller Welt wahlweise mit Untertiteln und machen aktuelle Popsongs sogar für Gehörlose hörbar, zertrümmern den Zwang Serien oder Filme totsynchronisiert, mit einer großen, zeitlichen Distanz oder nach landestypischem Geschmack kastriert anzusehen.
Google News bietet, wie Anno dazumal das Kiosk, die Headlines der Zeitungen und leitete die User zu den Blättern weiter, die diese lesen wollen. Nicht jene drei, die vom örtlichen Austräger zugestellt werden und auch nicht nur zur BILD, dem einzigen Blatt, dass es schließlich bei fast allen Bäckern gibt.
Und schon ist das Geschrei da. Nein, nicht dass man jahrzehntelang die Hände über die Ohren geklappt und laut gesummt hat ist schuld, dass die Kunden nun in Scharen zu Google und Konkurrenz rennen. Natürlich sind die 'toxischen Kräfte' schuld. Wie konnten die sich auch wagen zuzuhören und eine Lücke im Angebot zu füllen? Wie konnten sie sich wagen, sich nicht an das Gesetz zu halten, dass man dem Kunden nie, aber auch ja nie das geben darf was er will oder zu brauchen glaubt? Wie konnten sie es sich wagen, einfach gut zu sein? Wie konnten sie es wagen, Dienste zu schaffen, die jenen die dagegen wettern auch noch nutzen? Ungefragt?
Früher mussten die Teenager sich untereinander noch den Kopfhörer des Walkmans ins Ohr stecken, um ein Lied zu empfehlen und Hilde musste ihren Strickfreundinnen versuchen die tolle Pulliidee aus dem Strickheft mit umständlichen Worten zu beschreiben. Heute schicken Teenager den Youtube-Link und Hilde teilt das Bild des Pullis über Pinterest. Und schon jaulen Künstler und Verwerter, dass sie vorher ja nicht gefragt wurden. Weil die Empfehlungen heute auf einmal visuell weitergegeben werden. Und weil Jaulen so viel weniger anstrengend ist, als zu überlegen wie man mit den neuen Aufmerksamkeitsströmen umgeht oder sich mit Google einig zu werden. Wieviele Hotelbesitzer und Kneipiers pflaumen so am Tag eigentlich Taxifahrer an, die neue Kunden vor ihren Türen absetzen? Und wie gut leben die damit?
Nein, Google ist der Untergang und das Böse. Weil sie die Ideen hatten, die man nicht haben darf. Weil sie - shocking - das Ganze nicht aus Nächstenliebe tun, sondern mit Gewinninteresse. Weil man lieber den Boten erschießt, der davon berichtet, dass man im 19. Jahrhundert hängen geblieben ist, als die überbrachte Nachricht zu nutzen. Weil nicht sein darf was nicht sein kann. Und das ist in Deutschland nun mal: Kundenfreundlichkeit.
Kommunikation heute ist visuell, bewegt, interaktiv, international und frei von Landesgrenzen. Auch deutsche Menschen sehen amerikanische Serien im Original und lesen chilenische Zeitungen.
Schimpft ruhig weiter auf Google und stellt fest, dass ihr selbst bestimmen wollt wie wo wann und wer eure Inhalte konsumieren darf und welche Bedürfnisse ihr lieber ignorieren wollt. Aber bitte sterbt leiser.
RANT ENDE.
iTunes suckt!
Bislang habe ich iTunes nicht benutzt. Einmal weil ich mich generell kopiergeschützter Musik großer Labels verweigere und Zweitens, weil ich nun mal eigentlich keine Tools nutze für die ich unbedingt auf meine Windows-Mühle zurückgreifen muss, die eigentlich nur da ist um die Duden-Software benutzen zu können.
Alle anderen Sachen werden nun mal unter FreeBSD erledigt und ich sehe es darüberhinaus nicht ein mit vorschreiben zu lassen auf welchen Geräten ich meine Musik anhören darf.
Nun wollte ich aber den Soundtrack vom Dr. Horribles Sing Along Blog erwerben. Nicht nur weil er toll ist, sondern weil ich die Macher auch in dem Vorhaben, irgendwann ihr Team bezahlen zu können, unterstützen wollte.
Der Kauf stellt sich als mehr als haarig heraus. Zuerst habe ichs über Amazon.com versucht. Doch während ich dort ohne Probleme Bücher und sonstigen Krempel kaufen darf, brauche ich eine US-Adresse um MP3s herunterladen zu können. Fein. Also doch den Windowsrechner gestartet und mir mal einen iTunes-Account angelegt. Nach beinahe einer halben Stunde gefummel war ich dann doch echt soweit den Soundtrack gekauft zu haben. Doch mitten im Download schaltete sich der Rechner aus.
(Mein Fehler, ich lasse ihn abends automatisch ausschalten. Aber das Windows mal kotzt ist ja kein sooo seltenes Problem und auch mit anderen Abbruchgründen - Netzprobleme, Stromausfall muss man einfach rechnen. Shit happens. In der IT sogar doppelt und dreifach.)
Gut, Rechenknecht wieder gebootet und versucht den Download wieder aufzunehmen. Die noch nicht heruntergeladenen Dateien lud er ohne Anstand. Allerdings die zwei Dateien die mitten im Download abgebrochen waren, galten als heruntergeladen und konnten nicht ohne Probleme nochmal geladen werden.
Bei tatsächlich benutzerfreundlichen Diensten wie CDBaby kann ich meine Käufe auch noch nach Jahren unter meinem Login herunterladen. Abbrüche - scheiss drauf - Festplattencrashs - wen interessierts. Einmal gekauft, immer meins.
Gut iTunes bietet die Möglichkeit einen Fehler zu melden, was ich dann auch in Anspruch genommen habe. Nun durfte ich warten bis sich jemand vom Support bequemt mir die Sachen nochmal zum Download hinzulegen. Also bis zum nächsten Werktag.
Vorhin habe ich nachgesehen und die beiden fehlenden Dateien heruntergeladen. Dummerweise ist eine davon auch nach neuerlichem Download defekt und lässt sich nicht abspielen. Also nochmal in itunes gegangen um einen weiteren Fehler zu melden.
Nun bekam ich die Meldung:
Das weiss ich auch. Sie ist dennoch kaputt. Ich habe einen Fehler. Ich würde ihn gerne melden. Ich würde gerne die Dienstleistung erhalten für die ich bezahlt habe. Nicht nur das der Einkauf selbst auf meinem alten Windowsrechner stinkendlahm ist, auch die Art und Weise wie ich Musik dort kaufen kann, gerät zu einem Staatsakt. Die Musik dann nicht nur auf dem Rechner anhören zu können, ist ein weiterer und vermutlich dürfte ich das nicht mal versuchen. Vermutlich nicht mal dran denken.
Für mich fühlt sich das Ganze wirklich so an, als würde einem Apple und jede nur denkbare Musikfirma dort draussen nahe legen ihren Kram zu stehlen. Denn dann bekommt man ihn schnell, unproblematisch und in offenen Formaten.
Schade, wirklich schade das Joss Whedon und seine Mannen zwar innovative Ideen haben und bereit sind die eingetretenen Pfade der Vermarktung zu verlassen, aber ebenso schade das sie nicht den Mut zu haben scheinen auf kastrierte, kopiergeschützte Formate zu verzichten.
Lieber Joss, lieber Jed, lieber Zach. In diesem Sinne: Once More, with Feeling.
Alle anderen Sachen werden nun mal unter FreeBSD erledigt und ich sehe es darüberhinaus nicht ein mit vorschreiben zu lassen auf welchen Geräten ich meine Musik anhören darf.
Nun wollte ich aber den Soundtrack vom Dr. Horribles Sing Along Blog erwerben. Nicht nur weil er toll ist, sondern weil ich die Macher auch in dem Vorhaben, irgendwann ihr Team bezahlen zu können, unterstützen wollte.
Der Kauf stellt sich als mehr als haarig heraus. Zuerst habe ichs über Amazon.com versucht. Doch während ich dort ohne Probleme Bücher und sonstigen Krempel kaufen darf, brauche ich eine US-Adresse um MP3s herunterladen zu können. Fein. Also doch den Windowsrechner gestartet und mir mal einen iTunes-Account angelegt. Nach beinahe einer halben Stunde gefummel war ich dann doch echt soweit den Soundtrack gekauft zu haben. Doch mitten im Download schaltete sich der Rechner aus.
(Mein Fehler, ich lasse ihn abends automatisch ausschalten. Aber das Windows mal kotzt ist ja kein sooo seltenes Problem und auch mit anderen Abbruchgründen - Netzprobleme, Stromausfall muss man einfach rechnen. Shit happens. In der IT sogar doppelt und dreifach.)
Gut, Rechenknecht wieder gebootet und versucht den Download wieder aufzunehmen. Die noch nicht heruntergeladenen Dateien lud er ohne Anstand. Allerdings die zwei Dateien die mitten im Download abgebrochen waren, galten als heruntergeladen und konnten nicht ohne Probleme nochmal geladen werden.
Bei tatsächlich benutzerfreundlichen Diensten wie CDBaby kann ich meine Käufe auch noch nach Jahren unter meinem Login herunterladen. Abbrüche - scheiss drauf - Festplattencrashs - wen interessierts. Einmal gekauft, immer meins.
Gut iTunes bietet die Möglichkeit einen Fehler zu melden, was ich dann auch in Anspruch genommen habe. Nun durfte ich warten bis sich jemand vom Support bequemt mir die Sachen nochmal zum Download hinzulegen. Also bis zum nächsten Werktag.
Vorhin habe ich nachgesehen und die beiden fehlenden Dateien heruntergeladen. Dummerweise ist eine davon auch nach neuerlichem Download defekt und lässt sich nicht abspielen. Also nochmal in itunes gegangen um einen weiteren Fehler zu melden.
Nun bekam ich die Meldung:
Für diese Datei haben sie bereits einen Fehler gemeldet.
Das weiss ich auch. Sie ist dennoch kaputt. Ich habe einen Fehler. Ich würde ihn gerne melden. Ich würde gerne die Dienstleistung erhalten für die ich bezahlt habe. Nicht nur das der Einkauf selbst auf meinem alten Windowsrechner stinkendlahm ist, auch die Art und Weise wie ich Musik dort kaufen kann, gerät zu einem Staatsakt. Die Musik dann nicht nur auf dem Rechner anhören zu können, ist ein weiterer und vermutlich dürfte ich das nicht mal versuchen. Vermutlich nicht mal dran denken.
Für mich fühlt sich das Ganze wirklich so an, als würde einem Apple und jede nur denkbare Musikfirma dort draussen nahe legen ihren Kram zu stehlen. Denn dann bekommt man ihn schnell, unproblematisch und in offenen Formaten.
Schade, wirklich schade das Joss Whedon und seine Mannen zwar innovative Ideen haben und bereit sind die eingetretenen Pfade der Vermarktung zu verlassen, aber ebenso schade das sie nicht den Mut zu haben scheinen auf kastrierte, kopiergeschützte Formate zu verzichten.
Lieber Joss, lieber Jed, lieber Zach. In diesem Sinne: Once More, with Feeling.
Verwandte Links:
Neues von Astrid van der Veen
Vor einigen Jahren sandte mir Spotty aus Wien ein MP3 einer damals gerade 15jährigen Sängerin.
Sofort schlug mich diese Stimme in den Bann, gegen die sich so manche Berufsmusikerin wie die Erstausscheidende einer drittklassigen Casting-Show ausnimmt.
Das illegale MP3 kursierte schon sehr bald im gesamten Bekanntenkreis und kurz darauf besaßen die ersten die Ambeon-CD Fate of a Dreamer die komplett von Astrids Stimme getragen wird.
Das man von Astrid van der Veen oder Ambeon bisher nichts im Radio, Fernsehen oder in den Charts hörte - zumindest nicht ausserhalb der Niederlanden - hat nichts mit der Qualität der Musik zu tun, aber sehr viel mit der Weise in der das Musikbusiness arbeitet. In der eine junge, talentierte und eigenwillige Musikerin weniger Beachtung erhält, als schnelllebige Massenware.
Doch zurück zu Astrid van der Veen. Sie ist natürlich in Zwischenzeit älter geworden, macht aber immer noch Musik und es gibt neues von ihr zu hören. Sie ist mittlerweile Mitglied des Trios theEndorphins...
Noch gibt es keinen veröffentlichten Tonträger der Endorphins, aber einige Demo-MP3s die man von ihrer Webseite herunterladen kann:
Auch in Arjen Lucassens Projekt Ayreon hatte Astrid erneut einen Gastauftritt, mit dem Stück Dreamtime auf dem Album The Final Experiment.
Auch das Stück Temple of the Cat, in das ich mich so spontan verliebte, war ein Gastauftritt bei Ayreon, auf dem Album Ayreonauts Only.
Leider, leider, leider ist Astrids Erstlingswerk Beautiful Red allerdings inzwischen ausverkauft. (Und ich hab keins abbekommen *snif*)
Also hoffe ich auf die erste Scheibe von theEndorphins und behelfe mich bis dahin mit Ayreon und Ambeon...
![]() | (Music) Ambeon Released: 27. Oktober 2003 |
![]() | (Music) Ayreon Released: 28. Februar 2005 |
![]() | (Music) Ayreon Released: 12. Dezember 2000 |






