Entries tagged as twitter
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Warum ich nicht zu App.net gehen werde
Die große Spirale des Internet-Entstehens und -Vergehens dreht sich weiter. Twitter, über Jahre quasi eine - wenn nicht die - Hauptnervenverbindung des Internets möchte Twitter zu einem neuen Twitter machen. Das mehr nach Facebook 2.0 aussieht, als alles andere. Aus dem neuen Twitter sollen all die Programme ausgesperrt werden, die Twitter groß gemacht haben. Weil jeder Twitter so nutzen konnte, wie es ihm am Angenehmsten war. Ein Dienst, den ich nicht mehr so nutzen kann wie ich es möchte und brauche, der also meinen Bedürfnissen nicht mehr entgegen kommt, ist nichts wert.
Deswegen denke auch ich darüber nach, was denn nach Twitter kommen könnte.
Seit ein paar Wochen hypt in meiner Filterbubble der Anbieter http://app.net/. Sofern man überhaupt etwas erfährt - und bei app.net hält man sich gerne bedeckt - ist es Twitter in Grün, nur ohne Werbung. Weil man direkt beim Eintritt erst mal 50 $ hinlegt, um überhaupt mitspielen zu dürfen. Nein, um überhaupt erst mal einen Blick auf den Rasen hinter dem Gartenzaun werfen zu dürfen.
Und trotz der Schwärmereien über die Ruhe bei App.net, dem sicheren Hafen vor Shitstorms und den guten Diskussionen ... ich werde App.net nicht nutzen.
Weil ich die soziale Durchmischung bei Twitter schätze. In meiner Timeline tummeln sich viele Menschen, die ich im normalen Leben nicht kennengelernt hätte. In meiner Real Life Filterbubble tummeln sich vor allem Karlsruher Informatiker oder Karlsruher Piraten, zwei Gruppen deren Schnittmenge ziemlich groß ist. Dann noch Karlsruher Fotografen, ein paar (Live-)Rollenspieler und Menschen aus der Buch- und IT-Branche.

Also Menschen mit Hobbies, die nicht unbedingt preiswert sind und Jobs, die hochqualifiziert, nerdig und hochflexibel sind. Meine Real Life Filterbubble enthält kaum Menschen, die arbeitslos sind - schon gar nicht Langzeit- - denn in dem eng vernetzten und hochqualifizierten Umfeld bleibt niemand lange unbeschäftigt, der Linux fehlerfrei buchstabieren kann und nicht akut oder chronisch krank ist.
Es sind auch wenig Alleinerziehende darunter, denn denen fehlt Zeit und Geld für Hobbies und die Arbeitsbereiche meiner Filterbubble kommen mit ihren Anforderungen den Bedürfnissen von Personen, die alleine ein oder mehrere Kinder zu versorgen haben, auch nicht gerade entgegen.
Kurz, meine Real Life Filterbubble enthält nur sehr wenige Menschen, die wirtschaftlich und sozial nicht so gut gestellt sind.
Genau diesen Personenkreis habe ich nun aber zusätzlich zu meiner Real Life Filterbubble in meiner Twitter-Filterbubble. Dazu kommen auf Twitter noch die Menschen, die zunehmend prekärer in der Medienbranche oder der Forschung beschäftigt sind. Und ich schätze das. (Also die Anreicherung meiner Timeline durch diese Menschen, und nicht, dass sie prekär beschäftigt sind.)
In dem weniger gut situierten Teil meiner Filterbubble tummeln sich Menschen die intelligent, gut ausgebildet, witzig, spannend und noch viel mehr sind, die aber schlicht nicht viel Geld zur Verfügung haben.
Warum soll ich nun zu einem Dienst gehen, in den mir Menschen, die mir wichtig sind, nicht folgen können - weil 50 $ in ihrer beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Situation nun mal ein überflüssiger und unvernünftiger Luxus sind.
AppDotNet ist die Internetdienst-gewordene Gated Community. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes exklusiv.
Jeder Dienst muß sich finanzieren. Twitter versucht es über Werbung und App.net über Gebühren. Schade, dass es nicht wenigstens einer der Beiden zweigleisig versucht. Dann wäre die Teilhabe von finanziell schlechter gestellten Menschen weiterhin möglich.
P.S.
Nur um es dem einen oder anderen Kommentatoren vorweg zu nehmen. Nein. Identica ist KEIN sinnvoller Ersatz für Twitter.
Deswegen denke auch ich darüber nach, was denn nach Twitter kommen könnte.
Seit ein paar Wochen hypt in meiner Filterbubble der Anbieter http://app.net/. Sofern man überhaupt etwas erfährt - und bei app.net hält man sich gerne bedeckt - ist es Twitter in Grün, nur ohne Werbung. Weil man direkt beim Eintritt erst mal 50 $ hinlegt, um überhaupt mitspielen zu dürfen. Nein, um überhaupt erst mal einen Blick auf den Rasen hinter dem Gartenzaun werfen zu dürfen.
Und trotz der Schwärmereien über die Ruhe bei App.net, dem sicheren Hafen vor Shitstorms und den guten Diskussionen ... ich werde App.net nicht nutzen.
Weil ich die soziale Durchmischung bei Twitter schätze. In meiner Timeline tummeln sich viele Menschen, die ich im normalen Leben nicht kennengelernt hätte. In meiner Real Life Filterbubble tummeln sich vor allem Karlsruher Informatiker oder Karlsruher Piraten, zwei Gruppen deren Schnittmenge ziemlich groß ist. Dann noch Karlsruher Fotografen, ein paar (Live-)Rollenspieler und Menschen aus der Buch- und IT-Branche.
Also Menschen mit Hobbies, die nicht unbedingt preiswert sind und Jobs, die hochqualifiziert, nerdig und hochflexibel sind. Meine Real Life Filterbubble enthält kaum Menschen, die arbeitslos sind - schon gar nicht Langzeit- - denn in dem eng vernetzten und hochqualifizierten Umfeld bleibt niemand lange unbeschäftigt, der Linux fehlerfrei buchstabieren kann und nicht akut oder chronisch krank ist.
Es sind auch wenig Alleinerziehende darunter, denn denen fehlt Zeit und Geld für Hobbies und die Arbeitsbereiche meiner Filterbubble kommen mit ihren Anforderungen den Bedürfnissen von Personen, die alleine ein oder mehrere Kinder zu versorgen haben, auch nicht gerade entgegen.
Kurz, meine Real Life Filterbubble enthält nur sehr wenige Menschen, die wirtschaftlich und sozial nicht so gut gestellt sind.
Genau diesen Personenkreis habe ich nun aber zusätzlich zu meiner Real Life Filterbubble in meiner Twitter-Filterbubble. Dazu kommen auf Twitter noch die Menschen, die zunehmend prekärer in der Medienbranche oder der Forschung beschäftigt sind. Und ich schätze das. (Also die Anreicherung meiner Timeline durch diese Menschen, und nicht, dass sie prekär beschäftigt sind.)
In dem weniger gut situierten Teil meiner Filterbubble tummeln sich Menschen die intelligent, gut ausgebildet, witzig, spannend und noch viel mehr sind, die aber schlicht nicht viel Geld zur Verfügung haben.
Warum soll ich nun zu einem Dienst gehen, in den mir Menschen, die mir wichtig sind, nicht folgen können - weil 50 $ in ihrer beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Situation nun mal ein überflüssiger und unvernünftiger Luxus sind.
AppDotNet ist die Internetdienst-gewordene Gated Community. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes exklusiv.
Jeder Dienst muß sich finanzieren. Twitter versucht es über Werbung und App.net über Gebühren. Schade, dass es nicht wenigstens einer der Beiden zweigleisig versucht. Dann wäre die Teilhabe von finanziell schlechter gestellten Menschen weiterhin möglich.
P.S.
Nur um es dem einen oder anderen Kommentatoren vorweg zu nehmen. Nein. Identica ist KEIN sinnvoller Ersatz für Twitter.
Das Spammer-Job-Schema
Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Kurz-Bios von Spammern auf Twitter immer gleich aufgebaut sind? Kann natürlich sein, weil immer die gleiche Person dahintersteckt, aber ich bin mir fast sicher, dass es sich immer nur um den gleichen Menschenschlag handelt. Das Schema ist wie folgt aufgebaut:
(1) Leider bin ich in diesen Job vollkommen unfähig, deswegen reicht es finanziell hinten und vorne nicht. Also bin ich darauf angewiesen anderen Menschen total auf die Nerven zu gehen.
(2) (Was soll das eigentlich sein?)
(3) Weil ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme, fühle ich mich berufen anderen dabei zu helfen.
(4) Seid so erfolgreich wie ich! Also, für den wahrscheinliche Fall, dass ihr erfolgreicher seid als ich, hätte ich gerne euer Geld. Okay?
(5) Ich hab noch nie einen Cent damit verdient und alle hassen mich. Aber ich MUSS es versuchen! Was bleibt mir anderes übrig? Ich bin UNFÄHIG!
$EHEMALS_SERIÖSER_JOB¹, ({systemischer}² Coach³|Erfolgstrainer⁴), Internetmarketing⁵.
(1) Leider bin ich in diesen Job vollkommen unfähig, deswegen reicht es finanziell hinten und vorne nicht. Also bin ich darauf angewiesen anderen Menschen total auf die Nerven zu gehen.
(2) (Was soll das eigentlich sein?)
(3) Weil ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme, fühle ich mich berufen anderen dabei zu helfen.
(4) Seid so erfolgreich wie ich! Also, für den wahrscheinliche Fall, dass ihr erfolgreicher seid als ich, hätte ich gerne euer Geld. Okay?
(5) Ich hab noch nie einen Cent damit verdient und alle hassen mich. Aber ich MUSS es versuchen! Was bleibt mir anderes übrig? Ich bin UNFÄHIG!
Kurze Twitterschau zum Piratinnen-Gender-Fail
1. ERWEITERUNG
Wir brauchen ja so dringend einen Schonraum für Frauen. Weil wir Frauen so zart und unsicher sind und uns nicht trauen. Unsicher sein ist sowieso ein reines Frauenproblem.
Aber irgendwie sehen Frauen auf Twitter das doch ein bisschen anders:
Diese Ablehnung auch und gerade durch Frauen? Beinharte Feministinnen packen sofort wieder die 'Stockholm Syndrom'-Theorie der unterdrückten und gehirngewaschenen Frauen aus. Das Totschlagargument um die Gegner zum Schweigen zu bringen, die sich keinen Sand in die Augen streuen lassen, sondern erkennen, dass es sich um eine geschickte Hintenrum-Taktik handelt, um einer kleinen Gruppe - bevorzugt deren AnführerInnen - einen unrechtmässig höheren Happen an Macht und Einfluß einzubringen. Vorgebracht unter der Mimimimimi-Flagge der angeblichen Benachteiligung:
Ebenso bezeichnend ist die Liebe der Initiatorinnen zu piratischen Grundsätzen, wie Transparenz:
Auch die Befürworter reissen sich sogleich die Maske des Gutmenschen vom Gesicht und hervor kommt: Patronismus.
Was bleibt ist die Mißachtung der Frauen, die bereits sehr erfolgreich in der Partei arbeiten. Die ihre Posten - Ja, Posten! - erreicht haben ohne das man ihnen eine Trittleiter hinstellen musste. Und schon tönt die "taz" das Frauen nun endlich auch mitspielen dürfen.
Ein direkter Schlag ins Gesicht der aktiven und engagierten weiblichen Piraten.
Wir brauchen ja so dringend einen Schonraum für Frauen. Weil wir Frauen so zart und unsicher sind und uns nicht trauen. Unsicher sein ist sowieso ein reines Frauenproblem.
Aber irgendwie sehen Frauen auf Twitter das doch ein bisschen anders:
iLoreene: ja schon... ich fühl mich hier ja auch völlig unterdrückt... NIE darf ich was machen xD #mimimi #female #pirat ( @MrNotSure @Michl8383 )
PinkPueppi: Klar machen zum Gendern sucks... und auf Piratinnen kann ich getrost verzichten #lmvb #piratinnen-
CaeVye: Natürlich haben wir heute nicht die volle Gleichstellung. Den Chauvinismus der 70er haben wir aber auch nicht mehr. #piraten #reality-check
Diese Ablehnung auch und gerade durch Frauen? Beinharte Feministinnen packen sofort wieder die 'Stockholm Syndrom'-Theorie der unterdrückten und gehirngewaschenen Frauen aus. Das Totschlagargument um die Gegner zum Schweigen zu bringen, die sich keinen Sand in die Augen streuen lassen, sondern erkennen, dass es sich um eine geschickte Hintenrum-Taktik handelt, um einer kleinen Gruppe - bevorzugt deren AnführerInnen - einen unrechtmässig höheren Happen an Macht und Einfluß einzubringen. Vorgebracht unter der Mimimimimi-Flagge der angeblichen Benachteiligung:
lena_d: Oldschool an der Piratinnen / Piraten Debatte ist vor allem sich einen "Parteitag" zu wünschen der genderwasauchimmer "vorschreibt" #fail
Ebenso bezeichnend ist die Liebe der Initiatorinnen zu piratischen Grundsätzen, wie Transparenz:
PinkPueppi: hach...wir sind ja so piratisch und transparent... geschlossener Twitterkanl passt da gut rein #fail #piratinnen
Auch die Befürworter reissen sich sogleich die Maske des Gutmenschen vom Gesicht und hervor kommt: Patronismus.
FoeBuD: Das ist übrigens Lena Simon, die den Piraten Werte beibringen wird: http://www.youtube.com/watch?v=Zzs_9suYC28
(Bordkapelle) #piraten
(Bordkapelle) #piraten
Was bleibt ist die Mißachtung der Frauen, die bereits sehr erfolgreich in der Partei arbeiten. Die ihre Posten - Ja, Posten! - erreicht haben ohne das man ihnen eine Trittleiter hinstellen musste. Und schon tönt die "taz" das Frauen nun endlich auch mitspielen dürfen.
Ein direkter Schlag ins Gesicht der aktiven und engagierten weiblichen Piraten.
CaeVye: Frauengruppen, die sich bewusst abgrenzen, um eine Opferrolle zu feiern sind nicht feministisch, sondern von gestern. #piraten #gender
Mein Twitter-Zuckerschock
Gestern habe ich ein paar Leute unfollowed die mir eigentlich als Personen lieb und teuer sind. Leute, deren Blogs ich schätze und die ich für kompetente und patente Menschen halte. Theoretisch ja DER super Grund ihnen zu folgen. Aber sie sind aus meiner Liste entfernt worden und eine gute Handvoll weiterer Twitterer steht auch schon schwer auf der Kippe. Warum?
Nach meinem Gefühl nimmt der Trend zum 'wertvoll' Twitern unangenehm zu. Da sitzt eine Horde Leute scheinbar nur noch vor dem Bildschirm und versucht einen großartigen/lustigen/originellen/einmaligen Tweet nach dem anderen rauszuhauen. Warum? Entweder wohl um bewundert zu werden, von Twitkrit besprochen zu werden oder für Twitterlesungen in Betracht zu kommen. Vielleicht aber auch einfach weil es ein Trend ist und die Anderen das ja auch so machen.
Es kommen tatsächlich nicht selten großartige Tweets bei diesem intellektuellen Twitter-Wettspringen heraus. Warum also die Leute dafür entfollowen, obwohl sie Twitter doch bereichern? Meine Gründe. 1. Die Twitterer werden für mich unauthentisch. Ich erlebe sie nur im virtuellen Wettkampf um den originellsten Tweet, aber ich erlebe nicht mehr wer da twittert. Meine Following-Liste gerät zu einem Wachsfigurenkabinett. 2. Wenn man versucht 5 Mal die Stunde originell und witzig zu sein, gelingt es meist nur 1x und die restlichen vier Versuche klingen allenfalls bemüht. 3. Wird meine Timeline mit lauter hochwertigen Tweets zugespammt, fühle ich mich wie ein Kind das sich einmal quer durch den Bonbonladen gefressen hat um danach noch 10 Bällchen Eis mit sauviel Sahne zu verdrücken. Nämlich: kotzübel. 4. 4 Sterne Menüs und Tafelspitz ist was fürs Wochenende. Unter der Woche brauche ich Erbsensuppe oder Currywurst mit Pommes.
Wie mein Gestaltungslehrer immer sagte: Weniger ist mehr.
Ich bewundere euch viel mehr für das was ihr seid, als für das was ihr versucht darzustellen.
P.S.: Dank des neuen Twitter-Features ist es ja glücklicherweise möglich die Betreffenden weiter gelistet zu lassen
Nach meinem Gefühl nimmt der Trend zum 'wertvoll' Twitern unangenehm zu. Da sitzt eine Horde Leute scheinbar nur noch vor dem Bildschirm und versucht einen großartigen/lustigen/originellen/einmaligen Tweet nach dem anderen rauszuhauen. Warum? Entweder wohl um bewundert zu werden, von Twitkrit besprochen zu werden oder für Twitterlesungen in Betracht zu kommen. Vielleicht aber auch einfach weil es ein Trend ist und die Anderen das ja auch so machen.
Es kommen tatsächlich nicht selten großartige Tweets bei diesem intellektuellen Twitter-Wettspringen heraus. Warum also die Leute dafür entfollowen, obwohl sie Twitter doch bereichern? Meine Gründe. 1. Die Twitterer werden für mich unauthentisch. Ich erlebe sie nur im virtuellen Wettkampf um den originellsten Tweet, aber ich erlebe nicht mehr wer da twittert. Meine Following-Liste gerät zu einem Wachsfigurenkabinett. 2. Wenn man versucht 5 Mal die Stunde originell und witzig zu sein, gelingt es meist nur 1x und die restlichen vier Versuche klingen allenfalls bemüht. 3. Wird meine Timeline mit lauter hochwertigen Tweets zugespammt, fühle ich mich wie ein Kind das sich einmal quer durch den Bonbonladen gefressen hat um danach noch 10 Bällchen Eis mit sauviel Sahne zu verdrücken. Nämlich: kotzübel. 4. 4 Sterne Menüs und Tafelspitz ist was fürs Wochenende. Unter der Woche brauche ich Erbsensuppe oder Currywurst mit Pommes.
Wie mein Gestaltungslehrer immer sagte: Weniger ist mehr.
Ich bewundere euch viel mehr für das was ihr seid, als für das was ihr versucht darzustellen.
P.S.: Dank des neuen Twitter-Features ist es ja glücklicherweise möglich die Betreffenden weiter gelistet zu lassen
Die Twitter-Wahl-Finte
Bei deutschen Wahlen liegt etwas im Argen. Flächendeckend wird darauf verzichtet den Personalausweis zu kontrollieren, so das beinahe jeder auch unproblematisch mit dem Wahlschein von Tante Hilda wählen gehen kann, ausser vielleicht in kleinen Dörfern wo jeder jeden kennt.
Das die Schlamperei bei der Auszählung weitergeht bewiesen die Stimmen für die Piraten die - Whoops - verloren gegangen waren. Aber nur bei den Piratenstimmen fiel es auf, denn wenn statt einer Handvoll Stimmen auf einmal gar keine dastehen, ist das doch etwas auffällig. Wenn hie und da beim Auszählen mal ein halbes Dutzend Stimmen der falschen Partei zugeschlagen werden ... wer bemerkt das schon? Neu auszählen wenn man Unregelmässigkeiten bemerkt? Aber dann säße man doch noch länger im Wahllokal und kann nicht gemütlich zu Hause die Wahl im Fernsehen ansehen.
Das Radio mit den ersten Wahlberichterstattungen im Wahlbüro ausstellen? Unfug? Parteien die unauffällig ihre Programme noch vor dem Wahllokal ablegen? Whoopsie.
Schlamperei und sträflich ignorantes Verhalten in Wahlbezirken von der dänischen Grenze bis ins Allgäu. Gerade so als wäre die Wahl ein Happening bei dem ohnehin nur der Status Quo abgenickt werden soll und keine ernste Einflussnahme des Volkes auf die Politik. Dank fehlender Basisdemokratie auch noch die einzige Einflussnahme auf die Bundespolitik auf vier Jahre hinaus.
Aber was berichtet die überregionale Presse darüber? Die ehemals freie Presse, heute auch Claqueure der großen Parteien?
Genau, da will jemand vorher was getwittert haben und das hat die Wahl in Gefahr gebracht.
Geschickt die wahren Probleme verschleiert und ein neues Medium verteufelt. Respekt.
Das die Schlamperei bei der Auszählung weitergeht bewiesen die Stimmen für die Piraten die - Whoops - verloren gegangen waren. Aber nur bei den Piratenstimmen fiel es auf, denn wenn statt einer Handvoll Stimmen auf einmal gar keine dastehen, ist das doch etwas auffällig. Wenn hie und da beim Auszählen mal ein halbes Dutzend Stimmen der falschen Partei zugeschlagen werden ... wer bemerkt das schon? Neu auszählen wenn man Unregelmässigkeiten bemerkt? Aber dann säße man doch noch länger im Wahllokal und kann nicht gemütlich zu Hause die Wahl im Fernsehen ansehen.
Das Radio mit den ersten Wahlberichterstattungen im Wahlbüro ausstellen? Unfug? Parteien die unauffällig ihre Programme noch vor dem Wahllokal ablegen? Whoopsie.
Schlamperei und sträflich ignorantes Verhalten in Wahlbezirken von der dänischen Grenze bis ins Allgäu. Gerade so als wäre die Wahl ein Happening bei dem ohnehin nur der Status Quo abgenickt werden soll und keine ernste Einflussnahme des Volkes auf die Politik. Dank fehlender Basisdemokratie auch noch die einzige Einflussnahme auf die Bundespolitik auf vier Jahre hinaus.
Aber was berichtet die überregionale Presse darüber? Die ehemals freie Presse, heute auch Claqueure der großen Parteien?
Genau, da will jemand vorher was getwittert haben und das hat die Wahl in Gefahr gebracht.
Geschickt die wahren Probleme verschleiert und ein neues Medium verteufelt. Respekt.
Links 2009-08-03
1. Reverse Graffiti - Ich mach doch nur sauber via Derk.
2. Bacon Store.
3. Irrtum der Woche: Kopieren darf man nicht.
4. Mac-Software für unsere Aufmerksamkeitsgestörten ..
5. Das Guttenberg-Dossier. via Jaddy.
6. The most beautiful destinations in europe.
7. Zugelassene Parteien zur Bundestagswahl: Wer tritt wo an?. via eckes.
8. 10 Questions to Evaluate a Social Media 'Expert' via Elke Fleing.
9. ZDF: "Kein Hort von Jugendlichkeit" Wie jung sind die Parteien? via ennomane.
10. Geist ist ungeil Und wieder mal wieder der Untergang des Abendlandes ausgerufen, weil die Menschheit seit über zweitausend Jahren verdummt. Hören wir nur dem Herr Aristoteles zu "Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten."
11. Die Piratenpartei - Politik im Spannungsfeld des Internets.
12. Law Blog: Die Meinungsfreiheit als Sondermüll Unbedingt lesen! via Ishtar
13. Wollt Ihr die totale Internet-Zensur? Die CDU auf jeden Fall!.
14. Wikipedia: Schmutz & Schundgesetz Eine gute Zeit mal wieder etwas aus der Geschichte zu lesen.
15. Netzsperren gibt es nicht zum Nulltarif.
16. Twitter: "Vielen fehlt die Medienkompetenz".
17. Hamburger Abendblatt: Kampf gegen Schmutz im Internet wird verschärft. Und schon können wir das frische Geschichtswissen gebrauchen...
2. Bacon Store.
3. Irrtum der Woche: Kopieren darf man nicht.
4. Mac-Software für unsere Aufmerksamkeitsgestörten ..
5. Das Guttenberg-Dossier. via Jaddy.
6. The most beautiful destinations in europe.
7. Zugelassene Parteien zur Bundestagswahl: Wer tritt wo an?. via eckes.
8. 10 Questions to Evaluate a Social Media 'Expert' via Elke Fleing.
9. ZDF: "Kein Hort von Jugendlichkeit" Wie jung sind die Parteien? via ennomane.
10. Geist ist ungeil Und wieder mal wieder der Untergang des Abendlandes ausgerufen, weil die Menschheit seit über zweitausend Jahren verdummt. Hören wir nur dem Herr Aristoteles zu "Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten."
11. Die Piratenpartei - Politik im Spannungsfeld des Internets.
12. Law Blog: Die Meinungsfreiheit als Sondermüll Unbedingt lesen! via Ishtar
13. Wollt Ihr die totale Internet-Zensur? Die CDU auf jeden Fall!.
14. Wikipedia: Schmutz & Schundgesetz Eine gute Zeit mal wieder etwas aus der Geschichte zu lesen.
15. Netzsperren gibt es nicht zum Nulltarif.
16. Twitter: "Vielen fehlt die Medienkompetenz".
17. Hamburger Abendblatt: Kampf gegen Schmutz im Internet wird verschärft. Und schon können wir das frische Geschichtswissen gebrauchen...
Negative Followerzahlen
Kraft meiner Arroganz ...
... verbiete ich ab sofort jedem Journalisten, der meint über Twitter berichten zu müssen und irgendwo im Titel oder Text des Berichts Wendungen wie "Lust an der Banalität" oder Worte verwendet, die suggerieren das über Twitter nur irrelevante Scheiße ausgetauscht wird, auf 10 Jahre hinaus jede Form des Büroklatsches.
Ebenso verboten sind:
Ebenso verboten sind:
- der kurze Schwatz mit der Bäckersfrau
- Gespräche über den Gartenzaun hinweg
- kurze Gespräche mit den Nachbarn im Aufzug oder am Briefkasten
- jegliche Kommunikation mit dem Inhalt "Wie gehts dir?" - "Mir gehts gut."
- jegliche Büromailings mit 'lustigen' PowerPoint-Präsentationen im Anhang
- Mails über den Büroverteiler mit lustigen Links
- jegliche Mail mit weniger als 4 Sätzen Inhalt
- das Schreiben von SMS jeglicher Art
- das Verstopfen wertvollen Printplatzes, oder wertvoller Sendezeit mit banalen Informationen
XXX wer braucht das eigentlich?
Derzeit bin ich ein bisschen genervt. In den letzten Tagen bin ich sicherlich über ein knappes Dutzend "Twitter, wer braucht das eigentlich?"-Artikel gestolpert. Mehr oder weniger zufällig, denn eigentlich interessiert es mich auch einen feuchten Kehrricht wer Twitter wieso nicht zu brauchen glaubt.
Aber die Anhäufung brachte mich dann doch dazu die einzelnen Artikel zumindest mal zu überfliegen.
Tenor ist immer der Gleiche. Tausende Leute reden über irrelevante Sachen. Wie blöd!
Irgendwie.. kommt mir die Leier bekannt vor.
IRC, wer braucht das eigentlich? Wie blöd. Da labern die Leute ja nur Scheiß und verbringen viel Zeit mit Schwatzen.
So in etwa klang das vor 10-15 Jahren.
In dem IRC-Netzwerk in dem sich mein Arbeitschannel befindet, halten sich zur Minute 91989 Nutzer auf. Hm. scheint als würde IRC doch von ein paar Menschen genutzt werden. Ja! Arbeitschannel! Ihr habt richtig gelesen. Nur weil bei den Kritikern die Phantasie über was man sich im IRC unterhalten kann bei "Ich geh mal ein Ei legen" - "Viel Erfolg." aufhört, heisst es nicht dass sinnvolle Anwendungen nicht möglich sind.
Man kann sich nämlich in Echtzeit über die Arbeit austauschen, ohne dabei einen Telefonhörer zwischen Schulter und Wange klemmen zu müssen, oder die fernmündlich zugerufenen Referenz-URLs oder -ISBNs erst umständlich wieder eintippen zu müssen.
Das man via IRC auch moderierte Diskussionrunden veranstalten oder eLearning-Vorträge halten kann, dürfte selbst dem letzten Vollhorst-Kritiker klar geworden sein.
IMs, wer braucht das eigentlich? Naja, inzwischen 31 Millionen Benutzer alleine bei ICQ. Ganze Firmen lassen einen Teil ihrer Kommunikation inzwischen über IMs laufen. Huch. Eine sinnvolle Anwendung beisst mich in den Hintern!
Tja, und Twitter.. wer braucht das eigentlich?
Wie oben erwähnt unterhalten sich die Nutzer ja nur über unwesentliche Dinge.
Sicher. Ist total unwesentlich für Vollhorst-Journaille wenn ich bekannt gebe Rückenschmerzen zu haben. Das ich dadurch in Minutenschnelle einen Chiropraktiker in der Nähe empfohlen bekomme ist für mich allerdings sehr wesentlich. Spart mir ja nur mal alle entsprechenden Einträge der gelben Seiten durchzulesen und am Ende einen zu erwischen der zwar viele Termine frei hat.. aber nichts auf dem Kasten.
Twitter ist ein Werkzeug, wie so viele andere Kommunikationswerkzeuge auch. Hat man je gehört das ja kein Mensch eine Pinwand braucht weil sich niemand vorstellen kann, das man nicht nur "Susi ist doof"-Zettelchen daran aufhängen kann, sondern auch den aktuellen Stundenplan? Das man kein Telefon braucht weil "Wie gehts dir, mir gehts gut." ja eh niemanden interessiert? Keine Gehsteige weil der Nachbarsklatsch der darauf stattfindet total belanglos ist?
Jedes Kommunikationswerkzeug kann man sowohl für Brandwichtiges nutzen "Elbtunnel vollgelaufen. Weiträumig umfahren." als auch für Blödsinn: "Gehe pinkeln."
Aber nicht der Blödsinn macht ein Medium aus, sondern der Nutzen.
Mich deucht, die Artikelschreiber stellen auch ihr Radio zwischen zwei Kanäle und beschweren sich das es ja nur rauscht. Und während sie das tun, merken sie gar nicht das sie aus völliger Unkenntnis des so belegten Mediums heraus, produzieren was sie diesem Medium anlasten. Sie verstopfen die Kanäle mit irrelevanter, weil sachlich falscher und oberflächlicher heißer Luft.
Hauptsache was gesagt. Vielleicht sollten sie mit der Einstellung ja doch twittern?
Aber die Anhäufung brachte mich dann doch dazu die einzelnen Artikel zumindest mal zu überfliegen.
Tenor ist immer der Gleiche. Tausende Leute reden über irrelevante Sachen. Wie blöd!
Irgendwie.. kommt mir die Leier bekannt vor.
IRC, wer braucht das eigentlich? Wie blöd. Da labern die Leute ja nur Scheiß und verbringen viel Zeit mit Schwatzen.
So in etwa klang das vor 10-15 Jahren.
In dem IRC-Netzwerk in dem sich mein Arbeitschannel befindet, halten sich zur Minute 91989 Nutzer auf. Hm. scheint als würde IRC doch von ein paar Menschen genutzt werden. Ja! Arbeitschannel! Ihr habt richtig gelesen. Nur weil bei den Kritikern die Phantasie über was man sich im IRC unterhalten kann bei "Ich geh mal ein Ei legen" - "Viel Erfolg." aufhört, heisst es nicht dass sinnvolle Anwendungen nicht möglich sind.
Man kann sich nämlich in Echtzeit über die Arbeit austauschen, ohne dabei einen Telefonhörer zwischen Schulter und Wange klemmen zu müssen, oder die fernmündlich zugerufenen Referenz-URLs oder -ISBNs erst umständlich wieder eintippen zu müssen.
Das man via IRC auch moderierte Diskussionrunden veranstalten oder eLearning-Vorträge halten kann, dürfte selbst dem letzten Vollhorst-Kritiker klar geworden sein.
IMs, wer braucht das eigentlich? Naja, inzwischen 31 Millionen Benutzer alleine bei ICQ. Ganze Firmen lassen einen Teil ihrer Kommunikation inzwischen über IMs laufen. Huch. Eine sinnvolle Anwendung beisst mich in den Hintern!
Tja, und Twitter.. wer braucht das eigentlich?
Wie oben erwähnt unterhalten sich die Nutzer ja nur über unwesentliche Dinge.
Sicher. Ist total unwesentlich für Vollhorst-Journaille wenn ich bekannt gebe Rückenschmerzen zu haben. Das ich dadurch in Minutenschnelle einen Chiropraktiker in der Nähe empfohlen bekomme ist für mich allerdings sehr wesentlich. Spart mir ja nur mal alle entsprechenden Einträge der gelben Seiten durchzulesen und am Ende einen zu erwischen der zwar viele Termine frei hat.. aber nichts auf dem Kasten.
Twitter ist ein Werkzeug, wie so viele andere Kommunikationswerkzeuge auch. Hat man je gehört das ja kein Mensch eine Pinwand braucht weil sich niemand vorstellen kann, das man nicht nur "Susi ist doof"-Zettelchen daran aufhängen kann, sondern auch den aktuellen Stundenplan? Das man kein Telefon braucht weil "Wie gehts dir, mir gehts gut." ja eh niemanden interessiert? Keine Gehsteige weil der Nachbarsklatsch der darauf stattfindet total belanglos ist?
Jedes Kommunikationswerkzeug kann man sowohl für Brandwichtiges nutzen "Elbtunnel vollgelaufen. Weiträumig umfahren." als auch für Blödsinn: "Gehe pinkeln."
Aber nicht der Blödsinn macht ein Medium aus, sondern der Nutzen.
Mich deucht, die Artikelschreiber stellen auch ihr Radio zwischen zwei Kanäle und beschweren sich das es ja nur rauscht. Und während sie das tun, merken sie gar nicht das sie aus völliger Unkenntnis des so belegten Mediums heraus, produzieren was sie diesem Medium anlasten. Sie verstopfen die Kanäle mit irrelevanter, weil sachlich falscher und oberflächlicher heißer Luft.
Hauptsache was gesagt. Vielleicht sollten sie mit der Einstellung ja doch twittern?
Verwandte Links:
Hinweis: Twitterverzeichnis Literatur
Initiiert von meiner geschätzen Kollegin Petra A. Bauer gibt es nun ein Twitterverzeichnis Literatur.
Weitere Eintragsvorschläge nimmt Petra gerne entgegen.
Weitere Eintragsvorschläge nimmt Petra gerne entgegen.











