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Verlagslandschaft - According to Thalia
Selbst in Zeiten von Amazon und Co, werden die meisten Bücher in Deutschland immer noch über klassische Buchhandlungen verkauft. So ist es für Verlage - und natürlich ebenso für die Autoren - essenziell von Buchhandlungen gelistet zu werden. Besonders natürlich von den Großen, bedenkt man dass viele kleine Buchhandlungen in den vergangenen Jahren ihr Geschäft eingestellt haben.
Zum Teil liegt das an der Konkurrenz aus dem Internet, aber wie auch bei der Musikindustrie ist das nur die halbe Wahrheit. Es liegt auch an Konzernkraken wie Thalia, die mit einer sehr gezielten Strategie die Konkurrenz entweder aufkaufen oder austrocknen. Sie haben sich auch ihre Wege geschaffen die Buchpreisbindung zu unterlaufen und sich besondere Konditionen bei den Verlagen zu erschleichen. Beliebt ist sich die Geschäftsrenovierung oder die Schaufensterdekoration von den Verlagen bezahlen zu lassen.
Rein wirtschaftlich gesehen, ist das sicherlich eine legitime, wenn auch aggressive Strategie.
Aber mir gefällt sie nicht, denn wie bei Apple, die in ihren Apple Store nur hereinlassen was ihnen technisch und inhaltlich in den Kram passt, bekommen wir in Thalia Buchhandlungen die kulturelle Welt nach Ansicht von Thalia präsentiert.
Nachdem Thalias Verdrängungstrategie auch bei meinem Lieblingsbuchladen in Karlsruhe anschlug, hatte ich mir vorgenommen nicht bei Thalia zu kaufen. Vor wenigen Wochen wurde ich dem Vorsatz untreu, da leider keine andere Buchhandlung in Karlsruhe Lernhilfen und Arbeitsbücher in dem Umfang führte wie der Branchenriese. Von Büchern zum Spezialthema Legasthenie ganz zu schweigen.
Allerdings habe ich den Schwur heute erneuert. Es wird Zeit, dass wir als Kunden Thalia zu verstehen geben, was wir von ihrer unnatürlichen Auslese halten.
Die Artenvielfalt der Buchlandschaft ist mehr als gefährdet.
P.S.: Die Sache zieht inzwischen weitere Kreise. Endlich mal.
Zum Teil liegt das an der Konkurrenz aus dem Internet, aber wie auch bei der Musikindustrie ist das nur die halbe Wahrheit. Es liegt auch an Konzernkraken wie Thalia, die mit einer sehr gezielten Strategie die Konkurrenz entweder aufkaufen oder austrocknen. Sie haben sich auch ihre Wege geschaffen die Buchpreisbindung zu unterlaufen und sich besondere Konditionen bei den Verlagen zu erschleichen. Beliebt ist sich die Geschäftsrenovierung oder die Schaufensterdekoration von den Verlagen bezahlen zu lassen.
Rein wirtschaftlich gesehen, ist das sicherlich eine legitime, wenn auch aggressive Strategie.
Aber mir gefällt sie nicht, denn wie bei Apple, die in ihren Apple Store nur hereinlassen was ihnen technisch und inhaltlich in den Kram passt, bekommen wir in Thalia Buchhandlungen die kulturelle Welt nach Ansicht von Thalia präsentiert.
Nachdem Thalias Verdrängungstrategie auch bei meinem Lieblingsbuchladen in Karlsruhe anschlug, hatte ich mir vorgenommen nicht bei Thalia zu kaufen. Vor wenigen Wochen wurde ich dem Vorsatz untreu, da leider keine andere Buchhandlung in Karlsruhe Lernhilfen und Arbeitsbücher in dem Umfang führte wie der Branchenriese. Von Büchern zum Spezialthema Legasthenie ganz zu schweigen.
Allerdings habe ich den Schwur heute erneuert. Es wird Zeit, dass wir als Kunden Thalia zu verstehen geben, was wir von ihrer unnatürlichen Auslese halten.
Die Artenvielfalt der Buchlandschaft ist mehr als gefährdet.
P.S.: Die Sache zieht inzwischen weitere Kreise. Endlich mal.
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Hubert Burda: Pfründe sichern. Qualität optional.
Angeschossene Tiere sind ja immer ganz besonders gefährlich. Besonders deutlich ist das derzeit bei den alten Medien zu bemerken, die in den Todeszuckungen kräftig um sich beissen. Oder mit der Schaufel um sich schlagen mit der sich sich gerade noch das eigene Grab schaufelten.
Gestern war Hubert Burda an der Reihe, der in der FAZ einen besonders .. nun.. ähm.. fazinierenden Artikel abgeliefert hat wie er sich das mit dem Online-Journalismus und den Suchmaschinen vorstellt.
Teilweise - muß ich zu meiner Schande gestehen - stecke ich wohl so tief im Netz drin, dass mir vollkommen fremd ist was er denn meinen könnte. Aber vielleicht ist es nur die sinnlose Aneinanderreihung von Buzzwörtern nach der es klingt.
Der Rest: Das alte "Qualitätsjournalismus vs. böse Laien"-Geseiere, eine ganze Menge Nixkappiert und viele Versuche dem Internet die Geschäftsmodelle aufzuzwängen die nicht mehr klappen.
Zusammengefasst kann man wohl mit Fug und Recht sagen, dass Herr Burda das Internet grundlegend nicht verstanden hat alleine deswegen grundlegend schief liegt. Statt seine Industrie an veränderte Gegenbenheiten anzupassen, fuchtelt er wortreich mit der Totengräberschippe in der Hand herum ohne es zu merken.
Darf ein Pressemensch und Unternehmer so blind sein? Sollte er nicht wenigstens ein paar Berater haben die etwas von der Sache verstehen?
Aber beleuchten wir das Ganze mal näher:
Das sollte wohl 'müssten' lauten. Wie man beispielsweise bei Stefan Niggemeier immer wieder bewundern darf, entstehen viele der 'qualitativ hochwertigen' Online-Angebote oftmals aus automatisierten Agenturmeldungen einbegriffen aller sachlichen oder orthographischen Fehler, ohne jegliche Qualitätskontrolle. Sowas dann als besonders schützenswert hinzustellen ist schon reichlich frech.
"Wir sind zu blöd unsere Nutzer zu binden und die sind so frech nicht auf die Zichtrilliarden auffällig blinkender Werbebanner auf unseren Angeboten zu klicken. Statt dessen klicken sie lieber dezente Textlinks bei Google an. Sowas geht ja nun gar nicht!"
Mal aufs reale Leben umgelegt: Sollten Zeitungskioske nicht gezwungen werden ihre Gewinnspanne nochmal mit den Verlagen zu teilen? Ohne das journalistische Handwerk hätten sie schließlich gar keine Geschäftsgrundlage!
Zwingt die Verlage jemand mit vorgehaltener Waffe die Inhalte für Suchmaschinen zugänglich zu machen? Nein.
Realitätscheck: Niemand geht ins Internet weil die Burda Gruppe im Internet ist. Es gab Internetnutzer lange bevor die ersten Printmedien Online-Angebote erstellt haben und es gab Suchmaschinen lange bevor es die ersten Online-Angebote von Printmedien zu indizieren gab. Die Masse an Content kam damals schon von Wissenschaftlern und Privatleuten. Die alten Medien waren mit die letzte Gruppe die erkannt hat dass sie auch besser im Netz präsent sein sollten, bevor ihre Bedeutung gegen Null sinkt.
Zögen sie sich aus dem Netz zurück, wäre die Lücke schnell gefüllt.
Auch ein Zeitungskiosk hat sein Geschäftsmodell darauf aufgebaut anderen Zeitungen zugänglich zu machen. Aber es wäre mir neu das ein Kioskbesitzer für das Recht Zeitungen zu verkaufen eine Abgabe an Verlage zahlt. Korrigiert mich wenn ich mich irre.
Im Allgemeinen sind Verlage doch froh wenn ihre Produkte angeboten werden? Sollte ich das falsch verstanden haben?
Wie nehme ich jemanden mit dem Hinweis an andere "Da findest du die und die Information" die Information weg? Kann mir das jemand erläutern?
Adieu Tageszeitungen in Bibliotheken?
Und nocheinmal.. Niemand zwingt die Verlage in Suchmaschinen auffindbar zu sein. Wie man das verhindert erklärt Ihnen der freundliche Admin aus dem Rechenzentrum im zweiten Untergeschoß.
Das kann durchaus ein Problem sein. Niemand würde das bestreiten.
Aber ...
Ah. Daher weht der Wind. Werden zufällig böse Blogs eher gefunden als guter 'Qualitätsjournalismus'?
Man könnte jetzt natürlich anfangen die eigenen Präsentationen suchmaschinenfreundlicher zu gestalten und dem teuren CMS mal vernünftiges URLs beibringen. Aber das ist schon eine schwierige Wissenschaft und schuld sind natürlich ganz alleine die Suchmaschinen. Die Blogger und sonstige Amateur-Content-Produzenten schmieren Google sicherlich mit Milliardensummen, damit ihre Seiten vor Burda-Angeboten auftauchen.
Im richtigen und guten Internet dürfen mal wieder nur die Alten publizieren und wenn man den Pöbel schon hinnehmen muß, dann sollten wenigstens 'echte' journalistische Angebote höher gewichtet werden.
Schon klar, Herr Burda.
Es gibt einen Berufstand der ihnen die Kriterien sicher gerne erklärt. Nennt sich SEO.
Frau Dr. Merkel auf die Palliativstation bitte. Frau Dr. Merkel auf die Palliativstation bitte.
"Wir passen uns an in dem wir Veränderung gesetzlich zu verhindern suchen."
"Wir sind staatstragend in dem wir staatsgefällig berichten."
Bitte entschuldigt, aber daran dass die etablierten Medien ihre Aufgabe als vierte Macht effektiv und im Sinne der Bürger übernehmen, glauben nur noch die etablierten Medien selbst.
Es benötigt keine Verlage um diese Aufgabe wahrzunehmen.
Gerüchteweise soll es Blogger geben die bereits von ihrem Bloggen leben können. Ist aber nur so ein Gerücht.
Die Krise der Zeitungen und Zeitschriften ist wie die Krise der Musikindustrie hausgemacht. Google und ähnliche große Suchmaschinen tragen daran nur eine geringe Mitschuld. Aber wenn alle Medien-Unternehmer die Kompetenz eines Herrn Burda aufweisen und lieber weiter Suchmaschinen, Blogger und Bürgerjournalisten als Feinde sehen. Wenn sie Top-Rankings lieber durch Druck statt durch Qualität erreichen wollen. Dann werden wir den Todeszuckungen der etablierten Verlage zuschauen dürfen, statt ihrer Renaissance.
P.S.:
Und natürlich liegt es Herr Burda nur daran das Verlage an den Gewinnen der Suchmaschinen beteiligt werden sollen. Hunderttausende nicht-professioneller Contentproduzenten selbstverständlich nicht.
Ein Weltbild eingeschlossen in der Zeit, in der die technischen Beschränkungen verhinderten dass es zu viele freie Produzenten von Inhalten gibt. Und bitte alles so belassen. Nur keine Veränderung.
P.P.S.:
Media Digital hat einen sehr, sehr schönen Kommentar zu Hubert Burdas Beitrag geschrieben. Die Autorin Ulrike Langer zieht ebenfalls einen Kiosk-Vergleich, aber sie drückt direkt aus was bei mir nicht-in-Worte-fassbar im Hinterkopf rumwaberte.
via Cynx
Gestern war Hubert Burda an der Reihe, der in der FAZ einen besonders .. nun.. ähm.. fazinierenden Artikel abgeliefert hat wie er sich das mit dem Online-Journalismus und den Suchmaschinen vorstellt.
Teilweise - muß ich zu meiner Schande gestehen - stecke ich wohl so tief im Netz drin, dass mir vollkommen fremd ist was er denn meinen könnte. Aber vielleicht ist es nur die sinnlose Aneinanderreihung von Buzzwörtern nach der es klingt.
Der Rest: Das alte "Qualitätsjournalismus vs. böse Laien"-Geseiere, eine ganze Menge Nixkappiert und viele Versuche dem Internet die Geschäftsmodelle aufzuzwängen die nicht mehr klappen.
Zusammengefasst kann man wohl mit Fug und Recht sagen, dass Herr Burda das Internet grundlegend nicht verstanden hat alleine deswegen grundlegend schief liegt. Statt seine Industrie an veränderte Gegenbenheiten anzupassen, fuchtelt er wortreich mit der Totengräberschippe in der Hand herum ohne es zu merken.
Darf ein Pressemensch und Unternehmer so blind sein? Sollte er nicht wenigstens ein paar Berater haben die etwas von der Sache verstehen?
Aber beleuchten wir das Ganze mal näher:
Die Einnahmen decken bei den meisten Angeboten nicht annähernd die hohen Kosten, die für die Erstellung qualitätvoller journalistischer Inhalte aufgebracht werden müssen.
Das sollte wohl 'müssten' lauten. Wie man beispielsweise bei Stefan Niggemeier immer wieder bewundern darf, entstehen viele der 'qualitativ hochwertigen' Online-Angebote oftmals aus automatisierten Agenturmeldungen einbegriffen aller sachlichen oder orthographischen Fehler, ohne jegliche Qualitätskontrolle. Sowas dann als besonders schützenswert hinzustellen ist schon reichlich frech.
Wir debattieren daher in zunehmendem Maße darüber, ob wir es weiter akzeptieren können, wenn andere kommerzielle Anbieter aus unseren Angeboten und damit von unserem originären journalistischen Handwerk einen größeren wirtschaftlichen Nutzen ziehen, als wir selbst es tun.
"Wir sind zu blöd unsere Nutzer zu binden und die sind so frech nicht auf die Zichtrilliarden auffällig blinkender Werbebanner auf unseren Angeboten zu klicken. Statt dessen klicken sie lieber dezente Textlinks bei Google an. Sowas geht ja nun gar nicht!"
Mal aufs reale Leben umgelegt: Sollten Zeitungskioske nicht gezwungen werden ihre Gewinnspanne nochmal mit den Verlagen zu teilen? Ohne das journalistische Handwerk hätten sie schließlich gar keine Geschäftsgrundlage!
Suchmaschinen, aber auch Provider und andere Anbieter profitieren überproportional von unseren teuer erstellten Inhalten.
Zwingt die Verlage jemand mit vorgehaltener Waffe die Inhalte für Suchmaschinen zugänglich zu machen? Nein.
Realitätscheck: Niemand geht ins Internet weil die Burda Gruppe im Internet ist. Es gab Internetnutzer lange bevor die ersten Printmedien Online-Angebote erstellt haben und es gab Suchmaschinen lange bevor es die ersten Online-Angebote von Printmedien zu indizieren gab. Die Masse an Content kam damals schon von Wissenschaftlern und Privatleuten. Die alten Medien waren mit die letzte Gruppe die erkannt hat dass sie auch besser im Netz präsent sein sollten, bevor ihre Bedeutung gegen Null sinkt.
Zögen sie sich aus dem Netz zurück, wäre die Lücke schnell gefüllt.
Doch wer die Leistung anderer kommerziell nutzt, muss dafür bezahlen.
Auch ein Zeitungskiosk hat sein Geschäftsmodell darauf aufgebaut anderen Zeitungen zugänglich zu machen. Aber es wäre mir neu das ein Kioskbesitzer für das Recht Zeitungen zu verkaufen eine Abgabe an Verlage zahlt. Korrigiert mich wenn ich mich irre.
Im Allgemeinen sind Verlage doch froh wenn ihre Produkte angeboten werden? Sollte ich das falsch verstanden haben?
Sonst sehen wir der schleichenden Enteignung der Inhalte-Produzenten tatenlos zu.
Wie nehme ich jemanden mit dem Hinweis an andere "Da findest du die und die Information" die Information weg? Kann mir das jemand erläutern?
Für Verlage hingegen nicht. Sie brauchen die Sicherheit, dass ihnen das ausschließliche Recht auf Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Wiedergabe und öffentliche Zugänglichmachung für Presseerzeugnisse zusteht, und das muss auch für digitale Medien gelten.
Adieu Tageszeitungen in Bibliotheken?
Und nocheinmal.. Niemand zwingt die Verlage in Suchmaschinen auffindbar zu sein. Wie man das verhindert erklärt Ihnen der freundliche Admin aus dem Rechenzentrum im zweiten Untergeschoß.
Durch die Gatekeeper-Funktion der starken Suchmaschinen erwachsen uns perspektivisch ganz andere, größere Probleme.
Das kann durchaus ein Problem sein. Niemand würde das bestreiten.
Aber ...
wer seine E-Commerce-Modelle davor schützen möchte, dass Suchmaschinen durch Plazierung entsprechender Suchergebnisse unserer Angebote umgehen,
Ah. Daher weht der Wind. Werden zufällig böse Blogs eher gefunden als guter 'Qualitätsjournalismus'?
Man könnte jetzt natürlich anfangen die eigenen Präsentationen suchmaschinenfreundlicher zu gestalten und dem teuren CMS mal vernünftiges URLs beibringen. Aber das ist schon eine schwierige Wissenschaft und schuld sind natürlich ganz alleine die Suchmaschinen. Die Blogger und sonstige Amateur-Content-Produzenten schmieren Google sicherlich mit Milliardensummen, damit ihre Seiten vor Burda-Angeboten auftauchen.
Im richtigen und guten Internet dürfen mal wieder nur die Alten publizieren und wenn man den Pöbel schon hinnehmen muß, dann sollten wenigstens 'echte' journalistische Angebote höher gewichtet werden.
Schon klar, Herr Burda.
Dazu zählen: das Recht, im Netz von den Suchmaschinen nach objektiven, nachvollziehbaren Kriterien gefunden zu werden.
Es gibt einen Berufstand der ihnen die Kriterien sicher gerne erklärt. Nennt sich SEO.
Dafür fordern wir auch die Unterstützung des Gesetzgebers.
Frau Dr. Merkel auf die Palliativstation bitte. Frau Dr. Merkel auf die Palliativstation bitte.
Nun kann man sagen, dass jede Branche in dieser Zeit großer wirtschaftlicher Veränderungen zu kämpfen hat und sich anpassen muss. Diese Anpassung besteht insbesondere auch in der Einführung eines weiten Leistungsschutzrechtes,
"Wir passen uns an in dem wir Veränderung gesetzlich zu verhindern suchen."
Ich teile die Ansicht von Miriam Meckel, die kürzlich an dieser Stelle die fundamentale Bedeutung des Qualitätsjournalismus für unsere Demokratie hervorgehoben hat.
"Wir sind staatstragend in dem wir staatsgefällig berichten."
Bitte entschuldigt, aber daran dass die etablierten Medien ihre Aufgabe als vierte Macht effektiv und im Sinne der Bürger übernehmen, glauben nur noch die etablierten Medien selbst.
Denn Demokratie, Meinungsfreiheit – diese Begriffe einer kritischen Öffentlichkeit – gehören wie Brot und Wasser zur Grundversorgung und sind in unserem Grundgesetz verankert. Ohne sie ist unsere Gesellschaft nicht vorstellbar.
Es benötigt keine Verlage um diese Aufgabe wahrzunehmen.
Freier, verantwortungsvoller Journalismus muss refinanzierbar bleiben.
Gerüchteweise soll es Blogger geben die bereits von ihrem Bloggen leben können. Ist aber nur so ein Gerücht.
Die Krise der Zeitungen und Zeitschriften ist wie die Krise der Musikindustrie hausgemacht. Google und ähnliche große Suchmaschinen tragen daran nur eine geringe Mitschuld. Aber wenn alle Medien-Unternehmer die Kompetenz eines Herrn Burda aufweisen und lieber weiter Suchmaschinen, Blogger und Bürgerjournalisten als Feinde sehen. Wenn sie Top-Rankings lieber durch Druck statt durch Qualität erreichen wollen. Dann werden wir den Todeszuckungen der etablierten Verlage zuschauen dürfen, statt ihrer Renaissance.
P.S.:
Und natürlich liegt es Herr Burda nur daran das Verlage an den Gewinnen der Suchmaschinen beteiligt werden sollen. Hunderttausende nicht-professioneller Contentproduzenten selbstverständlich nicht.
Ein Weltbild eingeschlossen in der Zeit, in der die technischen Beschränkungen verhinderten dass es zu viele freie Produzenten von Inhalten gibt. Und bitte alles so belassen. Nur keine Veränderung.
P.P.S.:
Media Digital hat einen sehr, sehr schönen Kommentar zu Hubert Burdas Beitrag geschrieben. Die Autorin Ulrike Langer zieht ebenfalls einen Kiosk-Vergleich, aber sie drückt direkt aus was bei mir nicht-in-Worte-fassbar im Hinterkopf rumwaberte.
via Cynx



