Der Beitrag erschien zuerst auf Publikum.net und wurde nachträglich ins Blog umgezogen.

Das große Versagen in der Pandemie ist auch ein Versagen der Gewerkschaften.Etwas, das mich leider absolut nicht wundert, nachdem Gewerkschaften sich jeder progressiven Idee zur Arbeitswelt widersetzt haben. Nachdem das Grundeinkommen kein Thema für sie war, weil ihr Klientel sind ja die Leute, die traditionell schuften und daran darf man nicht rütteln.

Nachdem auch die gesamte New Economy nur der Gegner war, der abgelehnt oder bekämpft werden muss.Wie ver.di auch als Reaktion auf Online-Newsangebote die grandiose Idee hatte, in den Schulunterricht einzubauen, wie wichtig es ist, Zeitungen auf Papier zu lesen.

Wie auch ver.di seit Jahren in der VG Wort gegen die Interessen von freien Journalisten und für Verlage agiert.Weil das ihr einziges Konzept ist, gegen diesen ganzen Online-Kram vorzugehen, den sie nur als Gefahr für traditionelle Modelle sehen, aber nicht als Chance für mehr Eigenständigkeit von Journalisten.

Und nun lassen sie also die Pflegekräfte hängen, weil gängige Rezepte, wie weniger Arbeitsstunden und eine bessere Bezahlung, in einer Pandemie nicht mehr greifen.

  • Weil man sich auf einmal mit alternativen Arbeitsmodellen jenseits von 9-to-5 beschäftigen müsste.
  • Weil man schauen müsste, wie man die lästige New Economy nutzt, um gemeinsam gut durchzukommen.
  • Weil eben auch Konzepte fehlen, wie man Familien unterstützen kann, wenn die Kitas und Schulen geschlossen haben. Und Arbeit und Kinderbetreuung parallel überlastet.
  • Weil jede Idee fehlt, abseits vom gut sortierten „da Arbeit“ und „da Freizeit“.
  • Weil Ideen zu Protesten und zur Aktivierung von Mitgliedern fehlen, abgesehen von „Streiks“ die derzeit nicht so richtig gut umsetzbar sind.

Im Moment wären Gewerkschaften so wichtig wie nie, aber bis sie aus ihrem Schlummer aufgewacht sind, ist entweder die Pandemie vorbei, oder sie kämen auf großartige Ideen, doch einfach alles zu machen, wie immer.

Alles andere können sie nicht.

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