Bundesjugendspiele

Dem Argument, dass die Bundesjugendspiele mal die Schüler glänzen lassen, die sonst im Unterricht eher hinterherhinken, verschließe ich mich durchaus nicht. (Auch wenn ich den Gedankenvorgang merkwürdig finde, das jemand der intellektuell nicht so fit ist, dann gut in Sport ist und umgekehrt. Meine Erfahrungen sind da andere.)

Aber ich stelle die Frage, was auf lange Sicht wichtiger ist: Das einige, wenige Schüler ein Erfolgserlebnis ausser der Reihe haben (Sportunterricht gibt es schließlich auch noch), oder, dass ein ganzes Volk gerne und mit einem guten Gefühl Sport ganz selbstverständlich in den Alltag einbaut. Da helfen weder die Bundesjugendspiele in der aktuellen Form, noch der Sportunterricht, wie er kaum reformiert seit Jahrzehnten gestaltet wird. (Warum der Fokus auf Leichtathletik und Turnen? Warum nicht ritualisierte Übungen lernen, um fit zu bleiben. Jeden Tag vor dem Unterricht statt einmal pro Woche. Hm?)

Im Bezug auf Lebensqualität, gesund alt werden, Raten an Herz-Kreislauferkrankungen und den Gesundheitsausgaben, würde ich ja sagen: das Zweite. Aber YMMV.

2 Comments Bundesjugendspiele

  1. irreshuhn

    Ich bin mir noch nicht so sicher, finde einerseits, dass es eine gute Sache ist, das abzuschaffen, obwohl ich nie miserabel war. Das Verglichenwerden ist nicht immer so nett, und kann zu Depressionen führen.
    Andererseits könnte man ja auch die Disziplinen breiter fächern, so dass jeder etwas finden kann, was er gut schafft. Extreme-Gesellschaftsspiel-Spieling beispielsweise 😉 (Als übertriebes Beispiel 😉 )
    Denn wenn man schon Vergleiche ziehen muss, dann muss man das nicht auf eine Sache beschränken!
    Um beim Sport zu bleiben,es gibt auch da für jeden seine Nische. Man muss sie nur zulassen!
    Und wenn das halt nicht geht- dann ist abschaffen vielleicht doch die bessere Wahl…?

    (Aber Bundesjugendspiele bedeuteten einen freien Tag, das fand ich dann doch immer super!)

    Liebe Grüße
    das Huhn

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