Info Dieser Beitrag entstand zuerst als Antwort auf der Frage-und-Antwort-Plattform Quora. Er wurde mit allen Fehlern und Tippfehlern ins Blog übernommen.

Das Verhältnis Fleisch und Kohlenhydrate (Burgerbrötchen) zu Gemüse und Salat ist nicht geeignet, um den Burger zu einem gesunden Lebensmittel zu machen.

Der Ernährungsmediziner Martin Smollich sagt, dass Gemüse bei jeder (!) Mahlzeit die Hälfte des Tellers füllen sollte.

Die Burgerpatties sind extrem fettig. Bei McDonalds enthält ein Burgerpatty 20% Fett.

Zum Vergleich: Schlagsahne enthält 30% Fett.

Burgerpatties bestehen aus Hackfleisch. Hackfleisch ist ein Alptraum der Nahrungsmittelsicherheit. Es gibt wenig, das schneller verdirbt. Entsprechend werden Burgerpatties nicht selten mit Konservierungsstoffen versetzt.

Hackfleisch ist auch eine Fleischprodukt, für das man nicht unbedingt hochwertiges Fleisch verwenden muss. Man kann hier viele unattraktive Tierbestandteile mitverwerten, die die Gesamtqualität senken und damit eben auch den Anteil an Vitaminen und Spurenelementen, den Fleisch normalerweise hat.

Und um die 20% Fett der McDonalds Patties nochmal in den Kontext zu setzen: Andere Fleischprodukte vom Rind enthalten folgende Fettanteile:

  • Schnitzel: unter/um 2%
  • Hüfte: 2,3%
  • Filet: 4,5%
  • Gulasch: 13%
  • Rindfleisch, durchschnittlich: 8,5%

Da bei McDonalds die Patties 100% Rindfleisch enthalten, und Rindfleisch im Durchschnitt nur 8,5% Fett enthält, kann man schon mal abschätzen, dass hier definitiv nicht die hochwertigsten, sondern eben die fetthaltigsten Teile eines Rinds verwendet wurden.

Bei McDonalds kann man auch transparent nachlesen, was die Patties genau enthalten. Nicht jeder Burgerbrater wird so genau überprüft wie der Burger-Riese und nicht jeder Zusatzstoff muss auch deklariert werden. D.h. das Verhältnis könnte bei anderen Unternehmen der Branche schlechter aussehen.

Legt man auf ein Schnitzelbrötchen noch eine Scheibe Salat, Gurke und Tomaten, hat man jedenfalls schon mal einen weit gesünderen, weil weniger fetthaltigen Burger-Ersatz. Auf die 50% Gemüse, zu denen Smollich rät, kommen wir aber immer noch nicht.

Zudem essen viele Menschen, wenn sie schon einen Burger essen gehen, auch eine Portion Pommes dazu. Noch mehr Fett, noch mehr Kohlenhydrate.

Im Burger ist Sauce. Menschen, die die Sauce geschmacklich nachgebaut haben, nutzen unter anderem Mayonnaise (Fett) und Sweet Pickle Relish (Zucker). Also mehr Fett, mehr Kohlenhydrate.

Auch zu den Pommes essen viele gerne noch eine Sauce. Entweder Mayonnaise, mehr Fett, oder Ketchup (Zucker), mehr Kohlenhydrate. Nein, die Tomaten im Ketchup zählen wir mal nicht als Gemüse mit.

Kurz: Wir haben viel Fett und viele Kohlenhydrate. Letztere kommen auch noch nur in Form von Weißmehl und Industriezucker. Dafür haben wir dann noch weniger nützliche Nährstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe, als in einer normalen Fleischmahlzeit.

Dann noch ein verschämtes Salatblatt und eine Scheibe Tomate. Das reißt das negative Verhältnis wirklich nicht mehr raus.

P.S. Bitte achtet bei Hackfleisch vor allem im Sommer darauf, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

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