Info Dieser Beitrag entstand zuerst als Antwort auf der Frage-und-Antwort-Plattform Quora. Er wurde mit allen Fehlern und Tippfehlern ins Blog übernommen. Fehler und Tippfehler in der Frage sind die Fehler des ursprünglichen Fragestellers

Es ist eine Wechselwirkung. Medien werden von Menschen gemacht. Diese Menschen haben genau die gleichen Befürchtungen, Sorgen, Ängste, Vorurteile, Einstellungen wie Menschen, die nicht im Bereich der Medien arbeiten.

Die gesellschaftliche Stimmung beeinflusst Menschen in den Medien genauso, wie alle anderen auch.

Gleichzeitig gibt es mentale Abkürzungen und Reflexe, Erwartungshaltungen, die beeinflussen wie über was berichtet wird. Diese werden leider zu oft nicht reflektiert und kommen oft im hektischen Nachrichtenjournalismus zum Tragen.

Aber Leserbriefe, also direkte Rückmeldungen aus der Gesellschaft haben Einfluss.

Aber auch Hass, Beleidigungen, Drohungen gegen Journalisten und Angriffe wirken sich auf die Berichterstattung aus. Sie lassen Medienmenschen weniger kritisch berichten, lassen die Medien gefälliger werden, beliebiger, lassen einzelne Journalisten sich wegducken.

Denn auch Journalisten wünschen sich Bestätigung und ständiger Hass zermürbt.

So ist durch das anhaltende Geschrei von Rassisten 2015 die Regel des Pressekodex weitgehend gekippt worden, dass nicht über die Nationalität eines Verdächtigen berichtet wird. Auch andere Regeln, die eigentlich guten Journalismus sichern sollen, sind in den letzten Jahren erodiert.

Auch im Verlauf der Pandemie wurden Narrative von Maßnahmengegnern und deren Framing oft unreflektiert übernommen.

Umgekehrt informiert sich die Mehrheit der Menschen, sogar die Leute, die in den Medien pure Propaganda sehen, fast ausschließlich über die Massenmedien.

Da aber Medien Limits haben, was Sendezeit, Platz oder schlicht Personal angeht, orientieren sich die Nachrichteninhalte am “Nachrichtenwert”. Alles was nicht von diesem Wert erfasst wird, entgeht der Aufmerksamkeit der Mehrheit.

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