Info Dieser Beitrag entstand zuerst als Antwort auf der Frage-und-Antwort-Plattform Quora. Er wurde mit allen Fehlern und Tippfehlern ins Blog übernommen.

Das ist eine zutreffende Beobachtung und, ja, es ist kein Zufall.

Das ganze ist eine Strategie rechtsradikaler und christlich-nationaler Strukturen.

Dabei wird die Minderheit abgespalten, die den geringsten Rückhalt in der Bevölkerung hat, isoliert, ausgegrenzt und benachteiligt.

Und jetzt kommt der Clou: man spaltet — und schwächt — mit dieser Strategie das gesamte progressive Lager, in dem man einen Teil dieses Lagers zur Mitarbeit und vor allem zur Zusammenarbeit mit der Rechten bewegt, obwohl sie dabei mit Menschen zusammenarbeiten würden, die in jedem anderen Punkt den eigenen Zielen im Weg stehen würden und deren Einstellung man ansonsten nicht teilt.

Aber durch stetiges und gezieltes verschieben des Overton-Windows, der Grenze des gesellschaftlich akzeptiert Sagbaren, werden die wackeligen Ränder progressiver Bewegungen langsam erodiert, während sich mehr Menschen von rechten Ideen einwickeln lassen …

Oder vielleicht nicht unbedingt einwickeln, sondern die längst vorhandene dunkle Seite offen zeigen, weil man jetzt sogar öffentlich dafür Beifall bekommt, während man früher mit einer solchen Extremposition isoliert gewesen wäre.

Das ist bereits passiert.

Ein Teil der feministischen Strömungen, der ohnehin schon reaktionäre Teil, ist voll auf das Narrativ eingestiegen und verwendet Argumente und Material von Gruppen, die auch Frauenrechte abschaffen würden, wenn sie könnten, um gegen trans Menschen zu hetzen.

Wenn auf einmal eine Minderheit (eine echte Minderheit, zu der man sich die Zugehörigkeit nicht selbst ausgesucht hat) derart im Kreuzfeuer steht, tut man gut daran zu fragen: warum ausgerechnet jetzt?


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