Info Dieser Beitrag entstand zuerst als Antwort auf der Frage-und-Antwort-Plattform Quora. Er wurde mit allen Fehlern und Tippfehlern ins Blog übernommen. Fehler und Tippfehler in der Frage sind die Fehler des ursprünglichen Fragestellers

Immer wieder diese schlichten Fragen, die einen Blick auf ein sehr eindimensionales Weltbild gestatten.

“die Politik” “die Politiker”

Ist das ein amorpher Blob? Alles eins? Wenn man “Politiker” wird, wird man auf einmal Teil dieses amorphen Blobs und entwickelt sich genau wie alle anderen Teile des Blobs gleichermaßen?

Mal mehr vertrauenswürdig, mal weniger?

Welche Politik eigentlich? Parlamentarische Politik? Weltpolitik? Parteipolitik? Lokalpolitik? Arbeitspolitik? Sozialpolitik? Gesundheitspolitik? Umweltpolitik?

Es ist schon klar, dass Politik ständig und überall ist, weil es den Umgang von Menschen miteinander ohne Politik nicht gibt? Nein? Dann wäre es _DRINGEND_ nötig, sich mal klar zu machen, dass Politik WIR sind und sich niemand Politik entziehen kann.

Auch diese Frage ist Politik und diese Antwort ebenfalls. Beides ist Politik machen.

Ja, ganz einfach. Ohne irgendwo Mitglied geworden zu sein.

Gerade allen, die nicht Emma Maatje Van Boven sind, also nicht die Fragestellerin, sollten sich bewusst machen, dass Emma hier seit Jahren Politik macht, in dem sie regelmässig die Saat des Zweifels sät. Aber keinen legitimen Zweifel, sondern vergifteten Samen, deren Ziel nicht Erkenntnisgewinn oder legitime Kritik, sondern Spaltung ist. Und der leider fraglos immer wieder fruchtbaren Boden findet und austreibt.

Tatsächlich vertraue ich Menschen, die auf derart unehrliche und unredliche Art Politik machen niemals.

Bei Politikern gehe ich natürlich nach dem Gesamtwerk der Person und nicht nach “den Politikern” als gesichtslose Masse. Daher gibt es Politiker, denen ich nicht weiter traue, als ich sie werfen könnte und Politiker, denen ich im Grunde vertraue. Bei denen ich mir aber auch bewusst bin, dass parlamentarische Zwänge zu Kompromissen führen, die im Endeffekt für keinen der Beteiligten positiv sind.

Zu glauben, dass bei parlamentarischer Politik immer genau das rauskommen muss, was man sich vorgestellt hat, bedeutet kein Verständnis davon zu haben, wie Politik gemacht wird und welche Zwänge es dabei gibt.

Diese Naivität kann man sich selbst zwar zugestehen, aber ich persönlich finde, dass es niemandem gut steht, in Sozialkunde oder Gesellschaftskunde durchgeschlafen zu haben. Genauso, wie es jedem grundlegend peinlich sein sollte von Mathe ‘nichts zu verstehen’.

Ebenso zu glauben, dass alle Politiker prinzipiell korrupt seien, ist eher ein Spiegel des Verhaltens, dass man selbst wohl an den Tag legen würde, würde man die Chance bekommen.

Ansonsten gilt, was ich bereits in dieser Antwort sagte: Politik, vor allem Demokratie, ist kein Zuschauersport. Wem die Politik nicht gefällt, sich dabei aber auch bequem zurücklehnt und aus dem Armsessel nölt, der hat nicht verstanden, was Politik ist.

Warum hast Du aufgehört, an die Politik zu glauben?

Und ich gehe zwar nicht mit allem mit, was Jonathan hier sagt, vor allem nicht mit dem Teil über “Dummheit”, aber die Abschnitte über Negativität und Misstrauen würde ich schon so unterschreiben.

Immer nur dagegen sein, sich stets übervorteilt fühlen, an allem etwas zu meckern haben, aber selbst nichts beitragen wollen. So setzt sich die Gruppe der Wohlstandsverwahrlosten zusammen.

Wie sehr schockiert es Dich, dass Menschen in Deutschland für Putin und seinen Krieg protestieren?

Das Misstrauen, dass diese Menschen gegen sich selbst hegen sollten, wenden sie leider nach außen.

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