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Szenen einer Ehe: Filtersouveränität

BERND:

Das du auch immer Memes mitbekommst, die ich noch nicht kenne.

MELA:

Na, ich folge eben auch 980 Personen und nicht nur … 50?

BERND:

Die sind alle liebevoll von Hand ausgesucht und ich lese sie sehr sorgfältig!

MELA:

Aber es fehlt die Varianz.

BERND:

Ich habe genau die Varianz die ich haben will. Ich nehme meine Filtersouveränität sehr ernst. Alle sagen nur, was ich hören will.

MELA:

*grillenzirpen*

BERND:

Naja, ausser so ein paar Feministinnen.

BERND:

Aber ich kann meine Frau ja nicht entfolgen.

MELA:

Ich bin keine Feministin. Ich bestehe nur auf meine Rechte.

BERND:

Ja. EBEN!

Wie bei der Hexenverfolgung und den Nazis …

Ihr diskutiert mit Wahnwichteln? Impfgegnern? AfD-Anhängern? Früher oder später wird euer hartnäckiges Argumentieren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Behauptung hervorbringen, das wäre ja jetzt fast wie bei der Hexenverbrennung oder den Nazis. Spätestens dann werdet ihr diese handliche Übersicht hilfreich finden. Ihr dürft sie gerne auf eine Metallplatte gravieren und bei Bedarf entsprechend einsetzen.

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Sprachtechnologie in den Digital Humanities

Da wollte ich den Coursera-Kurs Sprachtechnologie in den Digital Humanities zweimal weil wegen Zeit abbrechen und dann verlängern sie beide Male die Abgabetermine so, dass ich es jeweils gerade noch so auf den letzten Drücker schaffen kann.

Damn you, Uni Zürich. 😉

War aber ein wirklich spannender Kurs. Habe viel gelernt. (Und war über jedes bisschen Linguistik-Vorwissen, aus dem interdisziplinären Teil meines BA-Studiums, dankbar.)

Bundesjugendspiele

Dem Argument, dass die Bundesjugendspiele mal die Schüler glänzen lassen, die sonst im Unterricht eher hinterherhinken, verschließe ich mich durchaus nicht. (Auch wenn ich den Gedankenvorgang merkwürdig finde, das jemand der intellektuell nicht so fit ist, dann gut in Sport ist und umgekehrt. Meine Erfahrungen sind da andere.)

Aber ich stelle die Frage, was auf lange Sicht wichtiger ist: Das einige, wenige Schüler ein Erfolgserlebnis ausser der Reihe haben (Sportunterricht gibt es schließlich auch noch), oder, dass ein ganzes Volk gerne und mit einem guten Gefühl Sport ganz selbstverständlich in den Alltag einbaut. Da helfen weder die Bundesjugendspiele in der aktuellen Form, noch der Sportunterricht, wie er kaum reformiert seit Jahrzehnten gestaltet wird. (Warum der Fokus auf Leichtathletik und Turnen? Warum nicht ritualisierte Übungen lernen, um fit zu bleiben. Jeden Tag vor dem Unterricht statt einmal pro Woche. Hm?)

Im Bezug auf Lebensqualität, gesund alt werden, Raten an Herz-Kreislauferkrankungen und den Gesundheitsausgaben, würde ich ja sagen: das Zweite. Aber YMMV.

2 Minuten zur Geschichte des Teddybärs

Welch wundervolles Beispiel von schwach ausgeprägtem Alltagswissen in Kombination mit einer äußerst schmutzigen Phantasie, schwemmt mir das Internet heute in die Aufmerksamkeit. Eine Mutter, 45 Jahre alt, lässt die Torte für die Taufe ihrer Tochter zurückgehen und verlangt das Geld zurück. Warum?

Die Fontant-Bärchen der Tortendeko hätten eine ‚Vagina‘. Abgesehen von der spannenden Vorstellung der bärischen Anatomie scheint die Dame in ihrem Leben noch keinen echten Teddybären zu Gesicht bekommen zu haben, geschweige denn sich je gefragt zu haben, wie Dinge ihre Form bekommen.

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Fachkräftemangel, Addendum

Auf meinen gestrigen Beitrag hin, entsponn sich auf Google Plus eine kleine Diskussion. Argumente eines Diskutanten: Die von mir genannten Punkte seien eigentlich alle kein Problem. Im Maschinenbau würden die Azubis anschließend nur einfach viel lieber studieren, weil sie auf den höheren sozialen Status schielen. Ja, und alle Unternehmen, die er so kennt stellen total viele Menschen mit Behinderungen ein, weil sie sonst ja Strafabgaben zahlen müssten und wegen des sozialen Gewissens. Aber Menschen mit Behinderungen seien eben nicht für anspruchsvollere Tätigkeiten geeignet. Das sei nun mal die unbequeme Wahrheit. Und überhaupt, Unternehmen können nichts dafür, dass sie keine Fachkräfte finden.

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